Konzepte für den Umgang mit Heterogenität zu finden, gehört nach wie vor zu den großen Herausforderungen des bundesdeutschen Bildungssystems. Erhebliche Gruppen von SchülerInnen sind aufgrund ihrer Herkunft und in Folge des Nicht-Beherrschens der Bildungssprache benachteiligt und erzielen im Bildungssystem keinen bzw. (zu) geringen Bildungserfolg. Die Kategorien der Ethnizität, der sozialen Herkunft oder auch des Geschlechts erweisen sich als gesellschaftliche Strukturkategorien, die massiv in die Bildungssituation hineinwirken.
Unter diesen Vorzeichen verlangt die Frage nach dem 'Gelingen' von Bildungsprozessen neben großen Anstrengungen im System vor allem eine erhöhte Aufmerksamkeit seitens der Wissenschaft. Für eine Optimierung des Schulalltags und des Unterrichts, kurz: für die Qualität von Bildung, ist eine Konzentration auf Aspekte unabdingbar, die im Einflussbereich von pädagogischen Fachkräften liegen und an denen die Aus-/Weiterbildung von LehrerInnen ansetzen kann. Im Zentrum der Veranstaltungsreihe stehen die Dimensionen der kulturellen Herkunft, der sozialen Herkunft und des Geschlechts mit Blick auf die Frage, wie und in welchen Kontexten und Situationen diese 'gestaltungsleitend' für Bildungsprozesse werden. Diese Thematik erfordert einen interdisziplinären und mehrperspektivischen Zugriff.
In diesem dritten Teil der Reihe, die Vorträge und Workshops umfasst, präsentiert u.a. eine DoktorandInnen aus dem HBS-Kolleg 'Heterogenität und Bildungserfolg' Ergebnisse ihres Promotionsprojekts.
Den Flyer mit dem Gesamtprogramm finden Sie hier. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen stehen auf der Homepage des ZdFL bereit
Programm - Vorträge (18.00 Uhr, HS 2045, Institut für Informatik)
9. Januar 2013
Aktuelle Ansätze zum Umgang mit Heterogenität und Differenz
Prof. Dr. Katrin Amos
Eberhard Karls Universität Tübingen
30. Januar 2013
Wie unterstützen Eltern Ihre Kinder? Befunde und Erkenntnisse aus dem Projekt "Familiale Prozessbedingungen des Bildungserfolgs von SchülerInnen mit Migrationshintergrund und/oder niedrigem sozio-ökonomischen Status“ (MigS)
Dipl. Päd. Valerie D. Berner
Universität Augsburg
13. Februar 2013
Kulturelle Ressourcen – neue Perspektiven auf die Gruppe der Risiko-LernerInnen. Ergebnisse einer Londoner Studie
Prof. em. Dr. Ben Bachmair
Universität Kassel
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.