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Projektübersicht


  • Terrestrisches 3D-Laserscanning (Projektsammlung) Dipl.-Geogr. Robert Wexler ()
    Terrestrisches 3D-Laserscanning ermöglicht eine hochgenaue, dreidimensionale Vermessung von Bauwerken, Landschaftsformen und anderen Objekten. Die gewonnen Daten können wertvolle Erkenntnisse über die vermessenen Objekte liefern und für die Erstellung von Plänen, digitalen 3D-Modellen und Animationen verwendet werden.
    Der Leica C10 Laserscanner des Instituts für Geographie kann die Umgebung bis zu einer Entfernung von 300 m mit einem Laserstrahl abtasten und erzeugt dabei über ein Impulsmessverfahren bis zu 50.000 Messpunkte pro Sekunde. Der Scanner kommt in unterschiedlichen Anwendungsszenarien in verschiedenen Projekten des Instituts zum Einsatz.


  • Wallfahrtsorte in Nordschwaben PD Dr. Markus Hilpert ()
    Wallfahrten unterliegen einer stetig wachsenden Beliebtheit und spielen im Bereich der traditionellen Volksfrömmigkeit als auch für die freizeit- und tourismusnahe Pastoralarbeit eine wichtige Rolle. Im Gegensatz dazu steht deren bislang geringe touristische Inwertsetzung und Vernetzung. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Konzepts zur touristischen Inwertsetzung der Wallfahrtsorte in Nordschwaben.

  • Warmwasserereignisse im südöstlichen Atlantik: Benguela-Niños Dr. Karin Romberg Prof. Dr. Jucundus Jacobeit Dr. Irena Kaspar-Ott Dr. Joachim Rathmann ()
    Warmwasserereignisse im südöstlichen Atlantik, sog. Benguela-Niños, spielen eine große Rolle für Ökologie und Fischereiwirtschaft im gesamten Küstenraum Namibias und Südangolas. Während eines Benguela-Niños treten – analog zu den Auswirkungen eines pazifischen El-Niños – in Küstennähe starke Niederschläge und Überschwemmungen auf, während im Ozean ein dramatisches Fischsterben einsetzt und sog. Harmful Algal Blooms (HAB) auftreten können. Erst ein umfassendes Verständnis der Entstehung von Warmwasserereignissen im Benguelastrom ermöglicht es abzuschätzen, welche Auswirkungen eine globale Temperaturzunahme auf das südwestafrikanische Küstenökosystem und die Volkswirtschaften von Südafrika, Namibia und Angola hat.

    Bislang wurden derartige Benguela-Niños nur anhand detaillierter Einzelfallstudien aus den letzten Dekaden untersucht. Ermöglicht durch wesentlich weiter zurückreichende Datensätze wird in dem kürzlich bewilligten DFG-Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren eine erweiterte und vergleichende Analyse seit Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgen. Allgemeines Ziel ist es dabei, auf der Basis von langen und zeitlich hoch aufgelösten Stationsdaten sowie von numerischen Modelldaten die langfristige Entwicklung von Benguela-Niños und deren Eingebundenheit in die Überlagerung von natürlicher Klimavariabilität und anthropogenem Klimawandel zu untersuchen. Aufzuzeigen sind insbesondere Fernkopplungen mit dem pazifischen ENSO-System und langzeitliche Variabilitäts-Charakteristika von Benguela-Niños sowie deren lokale und regionale Auswirkungen.

    Ausgabedaten von Modellsimulationen, zum einen mit lediglich natürlichem, zum anderen mit gesamtem Strahlungsantrieb unter Einschluss des anthropogenen Anteils, eröffnen zudem Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger anthropogener Signale im Auftrittsspektrum von Benguela-Niños. Schließlich erlaubt die Verwendung von Szenario-Modellläufen eine Abschätzung der weiteren Entwicklung von Benguela-Niños unter Bedingungen eines anthropogen verstärkten Treibhauseffektes. Dies verspricht einen erheblichen Erkenntnisgewinn gegenüber bisherigen Studien: einerseits aufgrund der substanziellen zeitlichen Erweiterung auf 1,5 Jahrhunderte Bearbeitungszeitraum, andererseits aufgrund eines breiten methodischen Ansatzes, der dynamische Fernkopplungen explizit berücksichtigt und die Konsequenzen verschiedener Antriebsmechanismen spezifisch beleuchtet.

  • Longterm Phosphorus Translocation by Deer Antlers Dr. M. Fesq-Martin Prof. Dr. Arne Friedmann ()
    Cervids like red deer, wapiti, caribou and ren show seasonal migrations between summer- and winter grazing grounds. These deer species produce new antlers annually, which contain a high amount of phosphorus. The decay of the antlers brings phosphorus back to remineralisation. To evaluate the potential for longterm effects on vegetation, we examine the way and amount of antlers decay under natural conditions. If antlers play a functional role in phosphorus fertilisation of vegetation, this could be an explanation for the evolution of female antlers in caribou and ren.