Ziel ist die systematische Verankerung valider Patientenverfügungen in einer Kommune, indem des Schulungsprogramms „Respecting Choices“® für das Deutsche Gesundheits- und Rechtssystem adaptiert und erprobt wird. Durch Fortbildung von Pflegenden und Hausärzten sollen Menschen in Altenheimen bzw. ihre Betreuer künftige, potenziell lebensverlängernde Behandlungsentscheidungen durch valide und effektive Vorsorgeplanung (Vorausverfügungen) mitgestalten können. Das Vorhaben umfasst in einer Längsschnittstudie über zweimal drei Jahre die Erarbeitung des Schulungskonzeptes „Beizeiten Begleiten®“ und dessen Erprobung und Weiterentwicklung unter Einbeziehung medizinischer und versorgungstechnischer Aspekte. Die Hypothese lautet, dass in der Interventionsregion signifikant häufiger valide und aussagekräftige Vorausverfügungen entstehen. Das Fortbildungsmodul wird unter Berücksichtigung internationaler Vorarbeiten entwickelt (Respecting Choices® und Respecting Patient Choices®). Langfristig soll ein Schulungsprogramm für den gesamten deutschen Sprachraum dazu beitragen, dass Behandlungsentscheidungen am Lebensende im Einklang mit dem Willen des Betroffenen getroffen werden.