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Rainer Florie: "P. Paul Laymann SJ (1574-1635) als Moraltheologe".


Der Jesuitenpater Paul Laymann, der vor allem wegen seiner kanonistischen Gutachten in den konfessionellen Auseinandersetzungen seiner Zeit und seiner Stellungnahmen in der Hexenfrage im historischen Gedächtnis geblieben ist, verfasste im Jahr 1625 eine „Theologia moralis“ in fünf Bänden, die er zu seinen Lebzeiten in zwei weiteren Auflagen überarbeitete und die zuletzt 1729 erschien. Ein Jahrhundert galt sie als Standardwerk, noch von Matthias J. Scheeben 1867 gerühmt wegen ihrer „klassischen Ruhe und Klugheit sowie ihrer großen Erudition“. Dieses Werk gehört in die Anfangszeit der Moraltheologie als eigenständige Disziplin, ausgezeichnet vor allem durch die Betonung des Gewissens und die Wiederaufnahme des Tugendschemas des heiligen Thomas von Aquin.
Das Anliegen dieser Forschungsarbeit ist es, die Originalität des Ansatzes von Paul Laymann innerhalb der frühneuzeitlich-scholastischen Kasuistik zu ergründen und ihn gegebenenfalls als einen Brückenpfeiler für die Entwicklung der Moraltheologie in der kommenden Zeit zu erweisen.

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