Neben der bedeutenden Stadt Augsburg gab es im Heiligen Römischen Reich weitere drei Reichsstädte, die bis zum Reichsdeputationshauptschluss paritätisch, also konfessionell gemischt waren. Die heute in Franken gelegene, jahrhundertelang aber zum schwäbischen Reichskreis gehörende Stadt Dinkelsbühl war eine davon.
Das Anliegen dieser Dissertation ist es, bereits vorhandene Forschungsarbeiten über die historischen Entwicklungen der vor- und nachreformatorischen Zeit um den mentalitätsgeschichtlichen Blick zu erweitern. So sollen die Denkstrukturen der Menschen im Zeitraum zwischen 1400 und 1650 in Dinkelsbühl aufgezeigt sowie die Gedanken, Gefühle und Einstellungen der Bewohner erklärt werden.
Neben schriftlichen Quellen werden hierfür Belege u.a. aus Kunst, Architektur sowie den alltäglichen Gebrauchsgegenständen analysiert, um einen Beitrag zur (kirchen-) historischen Stadt- und Regionalgeschichte zu liefern.
Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt werden so z.B. in den Bereichen Umgang mit Naturphänomenen, Angst, Freude, Arbeit, Sexualität und Liebe sowie – was den Schwerpunkt der Arbeit bildet – der Religiosität thematisiert.
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