Hugo von Hofmannsthals Briefwechsel mit seinen Eltern umfaßt über 2200 Briefe, Karten und Telegramme, die größtenteils in den Jahren 1892–1915 entstanden. Die Publikation dieser Schriftstücke, die bis jetzt nur zu einem sehr kleinen Teil und zudem in unzureichender Edition zugänglich waren, ist seit langem ein wichtiges Desiderat der Hofmannsthal-Forschung. Da Hofmannsthal während seiner zahlreichen Reisen fast täglich an die Eltern schrieb, bietet der Briefwechsel für diese Zeiten eine nahezu lückenlose Chronik. Damit leistet die Edition einen zentralen Beitrag zur Biographik Hofmannsthals, macht die komplizierte Entstehungsgeschichte der literarischen Werke in ihrer synchronen Vernetzung sichtbar, gibt Einblick in ganz unterschiedliche Intellektuellenzirkel der Jahrhundertwende und bildet schließlich ein umfangreiches Archiv für kulturwissenschaftliche und mediengeschichtliche Fragestellungen. Die Edition schließt hinsichtlich der Textkonstitution und der Gestaltung des Apparatsteils an die in den letzten Jahrzehnten entwickelten Standards für Briefeditionen an. Neue Wege geht sie, indem sie den Stellenkommentar durch fortlaufende ›Blockkommentare‹ ergänzt, in denen schrittweise der lebens- und werkgeschichtliche Kontext geschildert wird, dem die Briefe entstammen. So läßt sich die Edition sowohl vom Textteil wie auch vom Apparatteil aus lesen. Förderung: DFG (bis 30. 4. 2005), danach: Hofmannsthal-Stiftung, Ludwig Sievers-Stiftung, NASPA-Stiftung, Cronstett- und Hynspergische ev. Stiftung. Derzeit wird das umfangreiche Editionsmanuskript redaktionell bearbeitet. Die Ausgabe erscheint im S. Fischer Verlag.
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