„Wo gehn wir denn hin? Immer nach Hause.“ Die Heimkehr des Don Quijote in die deutsche Romantik.
Jana Spateneder
(Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
Die Arbeit fasst die literarische Reise in einer triadischen Struktur aus Aufbruch - Begegnung mit dem Fremden - Heimkehr und zielt darauf ab, mittels dieses Dreischritts eine Verbindungslinie von Cervantes Don Quijote über Tiecks Franz Sternbalds Wanderungen bis hin zu Novalis Heinrich von Ofterdingen freizulegen. Dabei wird zum einen die frühromantische Poetisierung der Wirklichkeit als Philosophie der Heimkehr ausgedeutet und zum anderen der achsenzeitliche Aufbruch zur Innerlichkeit im Don Quijote in Beziehung zum frühromantischen Subjektivitätsverständnis gesetzt. Die literarische Reise avanciert so zum Spiegelbild des jeweiligen Zeitalters und offenbart schließlich die Heimkehr des Ofterdingen als Analogie zur Reflexionsfigur der frühromantischen Universalpoesie.