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Projektübersicht


  • Österreichischer Bibelübersetzer Prof. Dr. Freimut Löser (Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters)
    DFG-Projekt "Österreichischer Bibelübersetzer - Schlierbacher Altes Testament"

  • Schreiben am Schnittpunkt. Poesie und Wissen bei Durs Grünbein Dr. Jörg Wesche (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
    Kunst und Theorie, Poesie und Poetologie, Lyrik und Neurophysiologie: Das auffälligste Charakteristikum im Profil des Berliner Lyrikers, Essayisten und Übersetzers Durs Grünbein ist die enge Verschränkung zwischen dichterischer Praxis und theoretischer Reflexion, in der literarische Traditionsräume überschritten und um natur- und kulturwissenschaftlich ausgerichtete Perspektiven erweitert werden. Zugleich kommentiert Grünbein die eigene ästhetische Entwicklung mit Selbstdistanz und begrifflicher Präzision. Im Zentrum des Bandes stehen drei Themengebiete, die in exemplarischen Einzelstudien untersucht werden. 1. Grünbein im Literaturbetrieb, 2. Literatur, Musik und Geschichte, 3. Dialog mit den Wissen-schaften. Ziel ist es, aus der Perspektive verschiedener Disziplinen (Biologie, Germanistik, Geschichte, Italianistik, Komparatistik, Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Philosophie und Physik) die Vielfalt der ästhetischen Positionen eines Autors zu bestimmen, der sich selbst zwischen Kultur und Wissen immer wieder neu bestimmt.

  • Johannes Geiler von Kaysersberg, 'Berg des Schauens' Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Williams (Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters)
    Im Mittelpunkt des Projekts steht der in neun Handschriften und zwei Augsburger Frühdrucken überlieferte Predigtzyklus 'Berg des Schauens' Johann Geilers von Kaysersberg. Geiler, der prominenteste deutsche Volksprediger des 15. Jahrhunderts, hielt die anspruchsvollen Predigten vor einem enthusiastischen Augsburger Publikum zwischem dem 29.9 und 28.12.1488 anlässlich eines Besuchs bei seinem Freund Friedrich von Zollern, der 1486 Bischof der Reichsstadt geworden war. In seinen Ansprachen behandelte Geiler zentrale Aspekte der Lehre Jean Gersons, des wirkungsmächtigsten Theologen der Zeit. Von einmaligem Interesse ist der Überlieferungsbefund: Bei den Handschriften handelt es sich zum einen um tatsächliche Predigtnachschriften zum anderen um eine von Geiler zur 'Leseversion' bearbeiteten Redaktion. Hauptziele des Projekts sind: 1) eine eingehende Analyse von Geilers Gerson-Rezeption, d.h. seiner übersetzerischen Leistung, seiner Selektionsprinzipien und seiner rhetorischen Strategie bei der Vermittlung komplexer theologischer Sachverhalte an illiterati, 2) eine Untersuchung des Rezeptionsvorgangs, wie er sich in den Nachschriften manifestiert, und 3) die eventuelle Herstellung einer überlieferungskritischen Ausgabe der verschiedenen Fassungen.

  • Geschichte der Deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit, Das 15. Jahrhundert/Perspektiven des 16. Jahrhunderts Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Williams (Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters)
    Es handelt sich dabei um den Band III/2 der "Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit", die von Joachim Heinzle herausgegeben wird. Der Teilband schließt sich der Gesamtkonzeption des Werkes an.

  • Sprachnormen in Bewegung Prof. Dr. Sabine Schwarze (Romanische Sprachwissenschaft )
    • Die puritas der Sprache: Kontinuität und Dynamik eines klassischen Konzepts in der Geschichte der romanischen Sprachen (Französisch, Spanisch, Italienisch), in Zusammenarbeit mit Ralph Ludwig (Halle), geplante Ergebnisform: Monographie
    • Relativkonstruktionen im Nichtstandard (Französisch in Frankreich und Kanada, Italienisch)

  • Text- und Medienkulturen in der Romania in Vergangenheit und Gegenwart Prof. Dr. Sabine Schwarze (Romanische Sprachwissenschaft )
    Das Projekt umfasst die Zusammenstellung und Aufbereitung von französischen und italienischen Medientexten (Italien, Frankreich, Kanada) für die sprachwissenschaftliche Analyse in der akademischen Lehre. Daran sind Mitarbeiter des Lehrstuhls, Doktoranden und Studierende im Rahmen der Bearbeitung von Magister- und Zulassungsarbeiten beteiligt. Erfasst werden die folgenden Bereiche: Presse (auch alternative Formen), TV (verschiedene Sendetypen staatlicher und privater Programme: Nachrichten, Talkshow, Quiz, Soap), Internet (e-mail, Mailinglisten, Chat).

  • Der Vers im Drama und Theater der Moderne Dr. Jörg Wesche (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
    "Man sollte wirklich alles, was sich über das Gemeine erheben muß, in Versen, wenigstens anfänglich konzipieren." - Diese von Schiller an das Drama gerichtete Forderung wird in der Moderne kaum auf Zustimmung stoßen. Seit der Jahrhundertwende steht das Theater unter Geboten der Selbstbefreiung von Autor und Text. Das Literaturtheater konkurriert mit postdramatischen Spielformen. In dieser Situation entwickelt indessen der Vers eine bisher wenig gesehene Produktivität. Seine Stimme und Schrift vermittelnde Zwischenstellung kann in die dialektische Spannung von Literarisierung und Entliterarisierung eintreten. Die Studie untersucht die Möglichkeiten ästhetischer Aktivierung des Verses im modernen Drama und Theaters. In einem weiten Bogen kommen dabei Autoren wie Hofmannsthal, Schnitzler, Benn, Kaiser, Brecht, Jahnn, Hacks, Müller, Jandl oder Ostermaier in den Blick. Als Grundlage der Einzelstudien entwirft sie darüber hinaus eine allgemeine Ästhetik des Dramenverses als Bauform und Zeichenträger im Spannungsfeld von Literatur- und Theaterwissenschaft.