Die Beschäftigung mit der Heterogenität nationaler Wissenschaftsstile ist nicht nur im Hinblick auf mögliche allgemeinlinguistische Erträge, sondern auch auf die zu erwartenden Stimuli für die interkulturelle Kommunikationsforschung (und Fremdsprachendidaktik) ein eher vernachlässigtes Gebiet. Besondere Aktualität gewinnt sie aus der schnell fortschreitenden „sprachlichen Vereinheitlichung des wissenschaftlichen Markts“ (vgl. Bourdieu), auf dem das Englische als unbestrittene lingua franca mehr und mehr dominiert. Für den Romanisten bilden die romanischen Wissenschaftssprachen zwar weiterhin die zentrale Basis seiner fachlichen Profilierung und einen integrativen Bestandteil seiner sprachlichen Sozialisation im akademischen Bereich. Fragen muss er sich allerdings, welchen Veränderungen wissenschaftliche Textsorten, die sie tragenden Diskurstraditionen und damit das akademische Schreiben ganz konkret in den romanischen Sprachen durch die Internationalisierung der Forschung, die Partizipation in der internationalen wissenschaftlichen Öffentlichkeit und nicht zuletzt die immer bedeutender werdenden Modifikationen der Kommunikationstechniken unterworfen sind. Am Lehrstuhl bearbeitete Sprachbereiche sind: Frankreich, Italien, frankophones Kanada.
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