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Angstlektüren. Emotionspraktiken und populäre Schauernarrative, 1800–1850


Dieses Dissertationsprojekt geht der Frage nach, welche Formen die Emotion der Angst im deutschsprachigen Raum im frühen 19. Jahrhundert annimmt und inwiefern diese sich historisch wandeln. Untersuchungsgrundlage sind populäre Schauererzählungen, sowie normative Texte und Rezeptionszeugnisse im Sinne eines ‚tiefen‘ Quellenverständnisses. Der theoretisch-methodische Zugang erfolgt über die historische Praxeologie und baut auf der Emotionsgeschichte sowie der historischen Leseforschung auf. Ziel der Untersuchung der historischen Angst ist es, die Schauerliteratur emotionshistorisch zu kontextualisieren, deren Funktion im Zusammenhang mit Praktiken des Fühlens und Lesens sowie die Beziehung beider untereinander aufzuzeigen und bestehende Konzepte und Auffassungen der neuzeitlichen Mediengeschichte emotionshistorisch-praxeologisch fundiert um die Dimension der Emotion ‚Angst‘ zu erweitern.

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