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Dienstagskolloquien Wintersemester 2005/06


35. Dienstagskolloquium am 8.11.05, 18 Uhr c.t., Raum 2117

Vorstellung der Forschungsprojekte

Fachgebiet Elementarpädagogik/geschlechtsspezifische Bildungsprozesse/Interkulturelle Erziehung

Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden

Vortrag 1:

Kathrin Bauer/ Verena Schurt/ Wiebke Waburg: Erste Ergebnisse aus dem DFG-Projekt "Die Augsburger Mädchenschulen" (DIAM) zum schulischen Wohlbefinden an bayerischen Schulen.

Vortrag 2:

Yvonne Aumüller/ Julia Landgraf: Forschungsprojekt "Sozialisation und Akkulturation in Erfahrungsräumen von Kindern mit Migrationshintergrnd - Schule und Familie". Ergebnisse der ersten Untersuchungswelle (DFG-Projekt SOKKE).

Vortrag 3:

Michaela Hopf/Andreas Tischler: Projekt IKO: Konzepte interkultureller Erziehung und der Sprachförderung im Elementarbereich. Aktueller Stand der Auswertung.

Bild Herwartz-Emden

 

36. Dienstagskolloquium am 6.12.05, 18 Uhr c.t., Raum 2117

Dachau und die bayerische Geschichtspolitik

Prof. Dr. Karl Filser (Didaktik der Geschichte, Universität Augsburg)

Die KZ-Gedenkstätte Dachau erregt seit 1945 die Gemüter. Fast 50 Jahre dauerte es, bis ein bayerischer Ministerpräsident in der Gedenkstätte öffentlich auftrat. Erst in jüngster Zeit benutzt der amtierende Ministerpräsident die Gelegenheit, von Dachau aus geschichtspolitische Impulse zu einer noch immer umstrittenen Gedenkkultur zu geben.

 

 

37. Dienstagskolloquium am 10.01.06, 18 Uhr c.t., Raum 2117

Je mehr Computer desto dümmer?

Der Einsatz neuer Medien in Schule und Lehrerbildung

Prof. Dr. Gabi Reinmann (Universität Augsburg, Medienpädagogik)

„Je mehr Computer, desto dümmer“ – jüngste Pressemeldungen wie diese sorgen für neuen Zündstoff in der öffentlichen Diskussion zum Thema „Lernen mit neuen Medien“. Aufbauend auf dieser aktuellen Debatte werde ich am Beispiel von drei eigenen Studien deutlich machen, wie wichtig es ist, verschiedene Bildungskontexte zusammen zu denken und einen systemischen Ansatz bei der praktischen Nutzung und wissenschaftlichen Erforschung des Mehrwerts neuer Medien für Lernen und Lehren zu wählen. In einem ersten Schritt werde ich das Forschungsdesign und ausgewählte Ergebnisse aus einer einjährigen Begleituntersuchung von drei Notebook-Klassen an einer bayerischen Hauptschule vorstellen. Hier wird der Kontext Schule im Zentrum stehen und es sollte deutlich werden, dass neben der Re-Analyse von PISA-Daten ein intensiver Blick auf den Schulalltag in Notebook-Klassen wertvolle Erkenntnisse zu der Frage liefern kann, ob und wann Computer welchen Einfluss auf das Lernen und Lehren haben. In einem zweiten Schritt wende ich mich den Lehrenden zu, denen die Hauptverantwortung für einen gelingenden Unterricht obliegt: Ich werde das Konzept der Fortbildung „Intel® Lehren für die Zukunft – online trainieren und gemeinsam lernen“ vorstellen und auf erste Ergebnisse unserer – derzeit noch laufenden – Evaluation hinweisen. Hier geht es um den Kontext der Lehrerfortbildung und um die Frage, welchen Beitrag eine mediengestützte Fortbildung für die sinnvolle Nutzung neuer Medien im Unterricht leisten kann. In einem dritten Schritt soll auch die Ausbildung von Lehramtsstudierenden zur Sprache kommen: Exemplarisch möchte ich zeigen, wie man bereits im Kontext der Lehrerausbildung mit medialen Lernumgebungen einen wichtigen Grundstein für medienpädagogische und mediendidaktische Kompetenzen zukünftiger Lehrender legen kann.

 

 

38. Dienstagskolloquium am 07.02.06, 18 Uhr c.t., Raum 2117

Forschungsinitiative Lehrergesundheit

Prof. Dr. Martin Lames und Dr. Peter Fischer (Universität Augsburg)

Die zunehmende Zahl von Burnoutfällen und (damit verbundenen) Frühpensionierungen bei Lehrkräften hat nicht nur die Politiker aufgeschreckt und zu zahlreichen Aktivitäten geführt. Denn der Staat, dem es zurzeit finanziell alles andere als gut geht, sieht sich nicht in der Lage neben dem steigenden Pensionskosten auch noch eine zunehmende Zahl an Frühpensionierungen zu finanzieren.

Zusätzlich geht es auch unter dem Eindruck von  TIMMS und PISA sowie von Freising und Erfurt um die Verbesserung der Situation Schule, was aber mit ausgebrannten, resignierten und überforderten Lehrkräften kaum gelingen wird.

Eine interdisziplinäre Forschergruppe der Universität Augsburg hat sich dem Problem Lehrergesundheit angenommen und eine Initiative gestartet mit dem Ziel, die Ursachen dieses Phänomen zu untersuchen und Möglichkeiten zu dessen Verbesserung zu erarbeiten.

Denn bislang gibt es nur das eine oder das andere:

Die einen untersuchen und ergründen die Situation der Lehrer. Wer ist ausgebrannt, depressiv,…

Die anderen bieten Hilfsprogramme für angeschlagene und kranke Lehrer.

Was aber fehlt, ist die sehr wichtige Verknüpfung der beiden Bereiche.

  • Warum sind bei weitgehend gleichen Arbeitsbedingungen die einen gesund, die anderen aber krank?
  • Welche (individuelle) Hilfen brauchen welche Lehrerinnen und Lehrer und mit welchen Maßnahmen kann man ihnen tatsächlich und langfristig helfen?
  • Was muss wann getan werden, damit aus einer gesunden Lehrerin, einem gesunden Lehrer keine kranke Lehrkraft wird?
  • Welche Voraussetzung sollte bereits eine (angehende) Lehramtsstudentin bzw. ein (angehender) Lehramtsstudent mitbringen, um dem Lehrerberuf gewachsen zu sein und gesund bis zu seiner Pensionierung unterrichten zu können?

Fragen über Fragen.