Suche

Was ist ein Bachelor?


Im Zusammenhang mit dem Bologna-Prozess wurde europaweit die traditionellen Langzeitstudiengänge (in Deutschland: Diplom, Magister etc.) durch Kurzzeitstudiengänge wie Bachelor und Master ersetzt (Ausnahmen siehe unten). Nach dem Schulabschluss erfolgt das erste („grundständige“) Studium in einem Bachelor-Programm, dessen Regelstudienzeit normalerweise 6 Semester beträgt. Der Bachelor-Abschluss ist der erste berufsbefähigende Hochschulabschluss. Das Bachelor-Studium vermittelt Überblicks- und Orientierungswissen. Zur Erlangung von Vertiefungs- und Spezialwissen ist ein Aufbaustudium in einem sog. Master-Programm nötig, das in der Regel weitere 4 Semester dauert.

Im Unterschied zu den bisherigen Studiengängen endet das Bachelor- (und Master-)Studium nicht mehr mit großen und alles entscheidenden Abschlussprüfungen. Stattdessen ist das Studium in sog. Module aufgeteilt, für deren erfolgreiches Bestehen Leistungspunkte (credit points /ECTS) und Noten vergeben werden, die anteilsmäßig in die Endnote eingehen. Das bedeutet, dass sich die Endnote nicht mehr auf Leistungen in Abschlussprüfungen bezieht (wie es weiterhin in den Staatsexamensstudiengängen der Fall ist), sondern eine Aussage über die Studienleistungen vom ersten bis zum letzten Semester gibt. Je nach Disziplin wird der Titel Bachelor of Art (Geistes- und Sozialwissenschaften) oder Bachelor of Science (Natur- oder Ingenieurwissenschaften) verliehen

Von der Bologna-Reform sind derzeit noch nicht Staatsexamensstudiengänge wie Jura oder Medizin betroffen, die in Deutschland weiterhin in alter Form angeboten werden. Das bayerische Lehramtsstudium stellt einen Sonderfall dar, weil es einerseits wie bisher ein Staatsexamensstudiengang ist, andererseits durch die sog. Modularisierung studien- und prüfungstechnische Neuerungen (z.B. Einführung von Leistungspunkten) des Bologna-Prozesses übernommen wurden.

10 Fragen Abschluss Bachelor-Studiengänge