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PM: Teilnahme am Finale des Wettbewerbs "Mehr als Forschung und Lehre"


Die Universität Augsburg präsentiert auf der Auswahlkonferenz des Wettbewerbs “Mehr als Forschung und Lehre” ihr Engagement-Konzept in Berlin. Unter insgesamt 76 Einreichungen deutscher Hochschulen wurde das Konzept von einer Jury ausgewählt und mit einem Preisgeld von 10.000 € prämiert.

UPD 51/11 - 16.02.2011

Bildung durch Verantwortung: das Augsburger Modell

Am 18. Februar präsentiert die Universität Augsburg ihr Konzept zur Förderung gesellschaftlichen Engagements beim Finale des Wettbewerbs "Mehr als Forschung und Lehre: Hochschulen in der Gesellschaft" in Berlin.


Augsburg/ThS/KPP - Mit ihrem unter dem Titel "Bildung durch Verantwortung: das Augsburger Modell" entwickelten Konzept zur Förderung von Verantwortungsbereitschaft und gesellschaftlichem Engagement hat die Universität Augsburg unter insgesamt 78 deutschen Hochschulen, die sich beworben hatten, die Runde der zehn Finalisten des Wettbewerbs "Mehr als Forschung und Lehre. Hochschulen in der Gesellschaft" erreicht und wurde hierfür bereits im Herbst 2010 mit 10.000 Euro prämiert. Bei der Auswahlkonferenz dieses von der Stiftung Mercator und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft initiierten Förderprogramms, die nun am kommenden Donnerstag und Freitag im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin stattfindet, wird das Augsburger Team sein Konzept am zweiten Konferenztag, dem 18. Februar, ab 9.00 Uhr präsentieren. Von den zehn ins Finale gekommenen Hochschulen werden bis zu sechs ausgewählt werden, deren Projekte dann zwei Jahre lang in einem Umfang von bis zu 250.000 Euro gefördert werden.

Neben der Exzellenz in Forschung und Lehre nennt die Universität Augsburg in ihrem Leitbild die Übernahme sozialer Verantwortung als einen zentralen Bestandteil ihres gesellschaftlichen Auftrags. Dieses Selbstverständnis impliziert den Anspruch, den Studentinnen und Studenten über die wissenschaftlich-fachliche Qualifikation hinaus auch gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln. Dass dies gelingt, zeigen zahlreiche erfolgreiche Projekte und Initiativen von Augsburger Studentinnen und Studenten, in denen sich ein ausgeprägtes gesellschaftliches Engagement der Studierendenschaft spiegelt.

Eine Plattform für die Kooperation mit sozialen Einrichtungen und Unternehmen
Mit der Initiative "Bildung durch Verantwortung" sollen die für die Studierenden bereits bestehenden Möglichkeiten, sich sozial zu engagieren und schon während des Studiums gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ausgebaut und weitere solcher Möglichkeiten der Umsetzung dieses Bildungsziels eröffnet werden. Konkret schafft das Projekt zu diesem Zweck eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Studierenden einerseits und sozialen Einrichtungen sowie Wirtschaftsunternehmen der Stadt Augsburg und der Region Schwaben andererseits.

Neue Erfahrungen machen und eigenes Wissen einbringen
"Soziale Einrichtungen wie z. B. Seniorenheime, Jugendtreffs oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind besondere Lernorte, in denen Studentinnen und Studenten ganz neue Erfahrungen machen können. Ihre Mitarbeit in solchen Einrichtungen bringt ihre Persönlichkeitsentwicklung voran, denn sie werden mit nicht-alltäglichen Situationen konfrontiert, in denen Empathie und Kreativität gefragt sind.. Zugleich haben wir die Erfahrung gemacht, dass soziale Einrichtungen interessante Projekte bieten, bei denen Studierende das an der Universität theoretisch Erlernte anwenden und ihr Wissen einbringen können", erläutert Julia Brombach, die Leiterin des Career Service der Universität Augsburg. "In den letzten Jahren haben wir bereits viele Studentinnen und Studenten mit sozialen Einrichtungen zusammengebracht. Mit dem Projekt 'Bildung durch Verantwortung' wollen wir diese Kooperationen gezielt ausbauen und intensivieren."

Transfer-Förderung durch Einbindung regionaler Unternehmen
Eine Besonderheit dieses Augsburger Modells ist, dass regionale Unternehmen eingebunden werden: So soll am Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) der Universität ein Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte aufgebaut werden, das einerseits den Transfer von für Projektabwicklung und Organisationsaufbau wichtigem Know-How in soziale Einrichtungen verbessert und andererseits den in sozialen Projekten engagierten studentischen Teams Mentoren vermittelt, die sie bei ihrer Projektarbeit begleiten. "Durch das Projekt können Führungskräfte neue Erfahrungen jenseits ihrer gewohnten Organisationskultur sammeln, um sich zugleich Coaching-Fähigkeiten anzueignen, die sie in der Betreuung der Projekte auch gleich praktisch erproben können" so Ralph Gnädig, Bereichsleiter "Consulting Coaching Training" am ZWW. "Durch diese Verzahnung studentischen Engagements in sozialen Einrichtungen mit unserem Weiterbildungsangebot entsteht für alle Beteiligten ein Mehrwert, von dem alle - Universität, Stadt und Region - profitieren."

Verankerung in Studium und Lehre
Bei der Verankerung des Projekts in Lehre und Studium werden die individuellen Bedürfnisse der Studierenden - hinsichtlich etwa des Umfangs, der Form und des Gegenstand ihres Engagements - ebenso berücksichtigt, wie das breit gefächerte Studienangebot der Universität Augsburg genutzt werden soll. Um dieses breite Spektrum zu erfassen, kann die Initiative "Bildung durch Verantwortung" an bereits bewährte Aktivitäten anknüpfen und auf beispielgebende Einzelprojekten aufbauen:

Ein differenziertes Angebot, das den individuellen Bedürfnissen der Studierenden entgegenkommt

Das Spektrum reicht also vom punktuellen ehrenamtlichen Einsatz z. B. am "Social Day" (Beispielvideo auf http://www.uni-report.de/beitraege_sonst_xml.xml# -> Social Day) bis hin zur Mitarbeit in den langfristig angelegten Projekten des Begleitstudiums (Beispielvideo aufhttp://www.uni-report.de/beitraege_feat_xml.xml# -> Begleitstudium), die den Erwerb von ECTS-Punkten für das Fachstudium ermöglicht. Felix Senner, studentischer Vertreter in der Erweiterten Universitätsleitung der Universität Augsburg, sieht darin eine den Bedürfnissen der Studierenden optimal entgegenkommende Lösung: "Durch diesen gestuften und differenzierten Ansatz ist es möglich, schrittweise einzusteigen, um nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen und sich gesellschaftlich zu engagieren. Je nach individueller Neigung und vorhandener zeitlicher Kapazität können die Studierenden aus dem Projektangebot auswählen und sich entsprechend ihrer persönlichen Rahmenbedingungen und fachlichen Kompetenzen einbringen."

Am 20. Februar werden die Sieger bekanntgegeben

Ob das Gutachtergremium des Wettbewerbs "Mehr als Forschung und Lehre" das ähnlich sieht, wird man am 20. Februar erfahren, wenn das Ergebnis der Auswahlkonferenz bekanntgegeben werden wird. Mitbewerber im Finale am 17. und 18. Februar in Berlin sind die Fachhochschule Dortmund, die TU Dresden, die Universität Duisburg-Essen, die Zeppelin Universität Friedrichshafen, die Universität Kassel, die Hochschule München, die Fachhochschule Münster, die Hochschule Neubrandenburg und die Universität Regensburg.
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Pressekontakt
Bitte kontaktieren Sie für weiterführende Informationen, Bildmaterial und Interviewanfragen:

Philip Meyer
Initiative „Bildung durch Verantwortung“
Medienlabor der Universität Augsburg

Telefon: (0)821-598-5724
Mail: philip.meyer@phil.uni-augsburg.de

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Weitere Informationen zum Programm "Mehr als Forschung und Lehre":

Weitere Informationen zu "Bildung durch Verantwortung: Das Augsburger Modell":

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Meldung vom 16.02.2011