Suche

Mutterschutz


Mutterschutz

Allen Arbeitnehmerinnen steht sechs Wochen vor dem errechneten Termin und acht Wochen nach der Geburt Mutterschutz zu. Diese Frist verlängert sich für Mehrlingsgeburten auf 12 Wochen. Wird der errechnete Termin überschritten, verlängert sich die Gesamtzeit des Mutterschutzes. Während der Mutterschutzzeit nach der Geburt besteht absolutes Beschäftigungsverbot. Vor der Geburt kann die Mutter, sofern sie sich ausdrücklich zur Arbeitsleistung bereit erklärt, beschäftigt werden.


Während der Schutzfristen erhalten Mütter neben Lohnfortzahlungen des Arbeitgebers auch einen Zuschuss der Krankenkassen, der jedoch beantragt werden muss. Hierzu erhalten Sie kurz vor Beginn der Schutzfrist eine Bestätigung Ihres Gynäkologen über den wahrscheinlichen Geburtstermin, die Sie bei der Krankenkasse vorlegen und dort Ihr Mutterschaftsgeld beantragen. Frauen, die nicht bei einer Krankenkasse versichert sind, erhalten ihr Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt.
Während der gesamten Schutzfristen wird somit ein Einkommen in Höhe des vorherigen Netto-Arbeitsentgeltes erreicht. Dieses Netto-Arbeitsentgelt richtet sich dabei in der Höhe am Durchschnitt der letzten drei vollen Monate vor Beginn des Mutterschutzes aus.

Detalliertere Informationen erhalten sie hier.

 

Infos für Studierende in Arbeitsverhältnissen:

Das Mutterschutzgesetz ist nur für Frauen gültig, die in einem Arbeitsverhältnis stehen oder sich in einem Ausbildungsverhältnis befinden, der auf einen Arbeitsvertrag basiert. Für Studentinnen, die von der Universität vorgeschriebene Praktika absolvieren, gilt dieses Gesetz nicht.

(Vgl. Broschüre 'Studieren mit Kind in Augsburg'. Hrsg.: Studentenwerk Augsburg, 2011, S. 16.)

 

Regelungen für wissenschaftliche Beschäftigte nach dem
Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) (Auszug aus diesem Gesetz):


Nach § 2 Abs. 5 WissZeitVG verlängern sich befristete Arbeitsverträge
wissenschaftlicher Beschäftigter nach Abs. 1 im Einverständnis mit der
Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter u.a. um
- Zeiten einer Beurlaubung oder einer Ermäßigung der Arbeitszeit um
mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit, die für die Betreuung
oder Pflege eines oder mehrerer Kinder unter 18 Jahren oder
pflegebedürftiger sonstiger Angehöriger gewährt worden sind
- Zeiten einer Inanspruchnahme von Elternzeit nach dem Bundeselterngeld-
und Elternzeitgesetz und Zeiten eines Beschäftigungsverbots nach den §§ 3,
4, 6 und 8 des Mutterschutzgesetzes in dem Umfang, in dem eine
Erwerbstätigkeit nicht erfolgt ist.

Darüber hinaus verlängert sich nach § 2 Abs. 1 Satz 3 WissZeitVG die
insgesamt zulässige Befristungsdauer in der Qualifizierungsphase des
wissenschaftlichen Personals bei Betreuung eines oder mehrerer Kinder unter
18 Jahren um zwei Jahre je Kind. Damit soll der Dreifachbelastung von
Arbeitsverhältnis, wissenschaftlicher Qualifizierung und Kinderbetreuung
Rechnung getragen werden.