
Psychische Belastung und Beanspruchung im Berufsleben: Erkennen - Gestalten
(Hrsg: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
Psychische Gesundheit: Herausforderungen annehmen, Lösungen schaffen: Bericht über die Europäische Ministerielle WHO-Konferenz
(Quelle: WHO Regionalbüro für Europa)
Psychische Erkrankungen - ein Thema am Arbeitsplatz?
In den letzten Jahren gibt es vermehrt Anzeichen, dass die Problematik psychischer Erkrankungen auch für das Arbeitsleben immer bedeutsamer wird. Nach DAK Gesundheitsreport 2005 ist der Anteil psychischer Erkrankungen am Krankenstand von 8,8 % im Jahr 2003 auf 9,8 % im Jahr 2004 gestiegen. Damit stehen psychische Störungen nun bereits an vierter Stelle, was die Verursachung von Arbeitsunfähigkeitstagen angeht – häufigere Ursachen sind lediglich noch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, des Atmungssystems sowie Verletzungen.
(Quelle: Roland Portuné, Landesunfallkasse NRW)
Psychisch krank im Job: Was tun?
Die Praxishilfe "Psychisch krank im Job. Was tun?" bietet Betroffenen wie Führungskräften gleichermaßen Orientierung und kompetente Hilfe. Sie ist gemeinsam von der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK e.V.) und dem BKK Bundesverband entwickelt worden.
Jeder zwölfte Arbeitsausfalltag in Deutschland ist mittlerweile mit einer psychiatrischen Diagnose verbunden. Dies belegt der jüngste BKK Gesundheitsreport. Die stetige Zunahme der Erkrankungen und der damit verbundenen Fehltage stellt aber nicht nur die betroffenen Beschäftigten sondern auch ihre Kolleginnen und Kollegen und ebenso die Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen.
Die Praxishilfe Psychisch krank im Job. Was tun? bietet jetzt Betroffenen wie Führungskräften gleichermaßen Orientierung und kompetente Hilfe. Sie ist gemeinsam von der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK e.V.) und dem BKK Bundesverband entwickelt worden. Betroffene Mitarbeiter, aber auch deren Kollegen und Personalverantwortliche erfahren hier Wissenswertes zu relevanten psychischen Erkrankungen und erhalten Unterstützung für den Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern.
Die Selbsthilfe hat hierzu das "H-I-L-F-E-Konzept" entwickelt, welches in der Praxishilfe eingehend erläutert wird. Auf dessen Grundlage werden in Unternehmen Schulungen für betriebliche Helfer und Führungskräfte angeboten. Als "Erste-Hilfe" kann es dazu beitragen, den Verantwortlichen Sicherheit im Umgang mit der sensiblen Thematik zu geben und im konkreten Fall Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Krisensituationen zu helfen. Rechtzeitiges Eingreifen hilft größeren Krisen vorzubeugen. Fehlzeiten können verringert werden und das Know-how der betroffenen Mitarbeiter bleibt im Betrieb.
Darüber hinaus schafft die Praxishilfe einen Anlass, um in den Betrieben offener mit psychischen Problemen und Störungen umzugehen; denn nur Mitarbeitern, die sich trauen, frühzeitig psychische Krisen anzusprechen, kann rechtzeitig und langfristig geholfen werden.
(Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK e.V.) und BKK Bundesverband)
Betroffene Einzelpersonen oder auch interessierte Verantwortliche erhalten die Praxishilfe "Psychisch krank im Job. Was tun?" im Büro des Personalrats (A, 2089) oder können sie hier downloaden.
Nähere Informationen finden Sie auch unter: http://www.bapk.de/