Muss das denn sein?
Unsere mittlerweile 30 Jahre alte Mensa verköstigt(e) aktuell mehr als 4.000 hungrige Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, während sie es damals - in ihrem Geburtsjahr 1980 - gerade einmal mit 1000 Hungrigen pro Mittag zu tun hatte. Dass eine derartige langjährige Beanspruchung - trotz intensiver Wartung - auf Dauer nicht spurlos an einem Gebäude und seinen technischen Einrichtungen vorbeigeht, leuchtet ein. Es kommt hinzu, dass sich generell die Anforderungen an Großküchen - und dementsprechend auch die einschlägigen Großküchenkonzepte - seit der Errichtung unserer guten alten Mensa 30 Jahre lang weiterentwickelt und dabei grundlegend verändert haben.
Im Mittelpunkt der Mensasanierung stehen Küche und Spülküche samt ihrer komplexen Geräteausstattung. Damit zusammenhängend werden auch die Kühlräume, die Lebensmittellager und die gesamte Technik im Hintergrund (Stromversorgung, Lüftung, Kühlung ...) auf den neuesten Stand gebracht.
Bei dieser Gelegenheit mit realisiert werden ein neuartiges und zeitgemäßes Pavillon-Konzept für die Speisenausgabe und zugleich eine grundlegende Neugestaltung nicht nur des Speisesaals, sondern auch des bislang nur suboptimal genutzten Foyers und der sanitären Anlagen. Außerdem erfolgt eine energetische, brandschutz- und sicherheitstechnische Sanierung mit Installierung einer Sprinkleranlage im Speisesaal, um das Gebäude für die Energieeinspar-, Brandschutz- und Sicherheitsanforderungen der kommenden Jahrzehnte fit zu machen. Schließlich wird das Gebäude nach Abschluss der Sanierungsarbeiten auch außen in neuem Glanz erstrahlen.
Warum Komplettschließung statt Teilsanierungen bei laufendem Betrieb?
Die Frage, ob die Sanierung bei laufendem Mensa-Betrieb mit vielen kleinen Bauabschnitten erfolgen sollte oder bei kompletter Schließung in einem Zug, ist im Vorfeld sorgfältig abgewogen worden.
Am Ende dieser Überlegungen stand der Konsens aller Beteiligten, dass nur ein komplett leeres Gebäude effizient und sinnvoll saniert werden kann. Entscheidend ist, dass auf diese Weise die Sanierung „nur“ 18 statt 36 Monate beansprucht, was auch mit Blick auf den 2011 zu erwartenden doppelten Abiturjahrgang enorme Bedeutung hat.
Aber auch Hygiene- und Sicherheitsvorschriften wären bei einer parallel zum Mensa-Betrieb laufenden Sanierung nur mit immensem Aufwand zu erfüllen gewesen. Und außerdem: Wer speist schon gerne drei Jahre lang im Lärm und Staub einer Baustelle?
Bei allen Einschränkungen, die auch hier hinzunehmen sein werden, ist der für die Zeit der Mensa-Komplettschließung östlich des Physik-Nordgebäudes errichtete Mensapavillon sicherlich die für alle Beteiligten und Betroffenen bessere und angenehmere Alternative zu einer Mensasanierung bei laufendem Betrieb.