UPD 186/10 - 27.08.2010
Augsburg/KPP - Am Beginn des 2. Spieltags, der allerdings noch bis zum 30. August dauert, steht der FC Augsburg nach einem 4:1-Auswärtssieg in Ingolstadt in der vergangenen Woche und nach dem heutigen 1:0-Heimerfolg gegen den SV Paderborn auf Platz 1 der Tabelle der 2. Bundesliga. Wie weit konkret, sei dahingestellt, aber ein bisschen könnte dies auch damit zusammenhängen, dass sich der FCA zur Vorbereitung auf die Saison mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Augsburg zusammengetan hat.
Im Zuge ihrer Saisonvorbereitung haben sich die Spieler der 1. Mannschaft des FC Augsburg im Sommer 2010 bei den Sportwissenschaftlern der Universität Augsburg Laktatstufentests unterzogen, die Grundlage für individuelle Trainingspläne waren. Und auch im Rahmen zweier Studien ist der FC Augsburg derzeit "Kunde" bei der Universität Augsburg.
Der Laktatstufentest ist ein zentrales Instrument zur Beurteilung der individuellen Leistungsfähigkeit und zu einer auf dieser Beurteilung basierenden Erstellung individueller Trainingspläne, mit denen sich Sportlerinnen und Sportler gewissermaßen maßgeschneidert fitmachen können. Bei diesem Test wird auf dem Laufband oder dem Fahrradergometer die Belastung schrittweise bis zur maximalen Belastbarkeit des Probanden erhöht. In jeder Belastungsstufe wird Blut zur Bestimmung der Laktatkonzentration entnommen, die mit zunehmender Belastung ansteigt. Die Auswertung der so ermittelten Daten erlaubt sportartspezifisch die Erstellung exakt zugeschnittener Trainingspläne.
Die Kooperation zwischen FC und Universität Augsburg umfasst neben dieser Betreuungsleistung noch zwei aktuell laufende Studien: Die eine befasst sich mit einem Strategie-Taktik-Abgleich und untersucht, inwieweit die Vorgaben des Trainerteams von den Spielern umgesetzt werden können. Die andere widmet sich dem Zufallsfaktor im Fußball und analysiert konkret die vom FCA erzielten Tore auf ihre Planbarkeit hin. In der vergangenen Saison, so ein Zwischenergebnis, war der Zufall auf Seiten des FCA. Er erzielte mehr Tore durch Zufall als seine Gegner.
"Wo wir mit unseren sportwissenschaftlichen Methoden helfen können, ist es für uns Ehrensache, auch künftig gerne mit dem FCA zu kooperieren", so Prof. Dr. Helmut Altenberger, der Geschäftsführende Direktor des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Augsburg.
Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news384010
Kontakt:
Prof. Dr. Helmut Altenberg
Institut für Sportwissenschaft
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-2801
helmut.altenberger@sport.uni-augsburg.de
http://www.sport.uni-augsburg.de/