UPD 61/20 - 15.10.2020

50 Jahre Universität Augsburg – Netzwerk-Universität am Puls der Zeit

Die Universität Augsburg wurde am 16. Oktober 1970 mit einem offiziellen Festakt im Stadttheater eröffnet. Heute begeht sie 50 Jahre und hat sich zu einer starken, selbstbewussten Universität mit einem breiten Fächer- und Forschungsprofil entwickelt.

Augsburg/MR – Die Universität Augsburg wurde vom Freistaat Bayern als Reformuniversität gegründet. Die damit verbundenen Chancen, sich dynamisch zu entwickeln und die eigene Profilierung an den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu orientieren, hat sie erfolgreich genutzt: Zunächst auf Rechts-, Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften konzentriert, erschloss  sich die Universität Augsburg kontinuierlich zukunftsträchtige Felder der Natur- und Technikwissenschaften. Seit der Errichtung ihrer achten, einer Medizinischen Fakultät im Jahr 2016 kann sie den Anspruch erheben, „Voll-Universität“ zu sein.

 

"Die Universität Augsburg ermöglicht inzwischen knapp 20.000 Studentinnen und Studenten eine akademische Ausbildung in Schwaben..."

Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

Die einzige Universität im Regierungsbezirk Schwaben wuchs zügig. Aus anfangs einem Fachbereich, den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, mit ca. 250 Studierenden wurden bis heute acht Fakultäten, etwa 20.000 Menschen studieren in rund 90 Studiengängen. Die Universität Augsburg ist mittlerweile fest in der bayerischen und deutschen Bildungs- und Forschungslandschaft etabliert. Wissenschaftsminister Sibler gratuliert der Universität Augsburg zu ihrem runden Geburtstag: „Die Universität Augsburg ermöglicht inzwischen knapp 20.000 Studentinnen und Studenten eine akademische Ausbildung in Schwaben. Sie vereint getreu ihrem Leitspruch ‚scientia et conscientia‘ wissenschaftliche Exzellenz mit der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Forschungs- und Lehrinstitution. Ich freue mich, dass diese wertvolle Einrichtung die bayerische Hochschullandschaft bereichert. Hier findet man Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit, etwa zur Digitalisierung mit besonderem Fokus auf Künstliche Intelligenz und zum Thema Nachhaltigkeit.“

„Diesen Weg“, so Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, „werden wir auch in den kommenden Jahren weitergehen, um uns dabei auf den Aus- bzw. Aufbau der Schwerpunkte Lebenswissenschaften, Medizininformatik, Gesundheit und Umweltwissenschaften, Materialwissenschaften und Ressourcen, Space and Time Sciences, Eco System Sciences, Nachhaltige Regionalentwicklung sowie Gesellschaft, Geschichte, Ökonomie und Recht zu konzentrieren.“

 

Ausblicke

"Wir möchten unseren traditionellen Fächerkanon weiterentwickeln und gleichzeitig neue, gesellschaftlich relevante Forschungsfelder erschließen. Das macht Wissenschaft aus und hierin liegt auch die Stärke für unsere Studierenden...“

Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg

Die Universität Augsburg beteiligt sich aktiv an der Hightech-Agenda des Freistaats Bayern: „Wir nutzen diese Möglichkeit, um unsere Projekte rund um das Thema Künstliche Intelligenz an der Universität Augsburg voranzutreiben und unsere geplanten Zentren mit neuem Tempo einzurichten. Wir planen im Bereich Datenerhebung und Datenanalyse ein Zentrum für Advanced Analytics and Predictive Sciences, das insbesondere mit den Unternehmen vor Ort anwendungsorientierte Forschung betreibt. Auch unser Klimaresilienz-Zentrum verfügt über Ansätze, die gut mit der Hightech-Agenda des Freistaats korrespondieren“, erklärt Prof. Doering-Manteuffel. „Wir möchten unseren traditionellen Fächerkanon weiterentwickeln und gleichzeitig neue, gesellschaftlich relevante Forschungsfelder erschließen. Das macht Wissenschaft aus und hierin liegt auch die Stärke für unsere Studierenden“, fasst die Präsidentin zusammen und schlussfolgert: „Die Wissenschaft muss sich mit den Problemen ihrer Zeit beschäftigen, uns ist es wichtig, hier zu forschen und natürlich auch unsere Studierenden für diese Herausforderungen bestmöglich vorzubereiten.“ Auch der musisch-geisteswissenschaftliche Bereich wird in kürzerer Zukunft gestärkt: Augsburg ist die Stadt Leopold Mozarts, des Vaters von Amadeus Mozart. „Wir haben mit dem Leopold-Mozart-Zentrum (LMZ) ein großartiges Institut, das Musikausbildung, Musikwissenschaft und Musikpädagogik miteinander verbindet und eine internationale Strahlkraft in der Musikwelt hat. Dieses Institut weiterzuentwickeln, ist uns wichtig. Vielleicht entsteht daraus in Kürze die nächste Fakultät.“

 

Die Netzwerkuniversität als Konzept

Das Konzept der Netzwerk-Universität, das Präsidentin Doering-Manteuffel seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2011 vertritt, ist sicher ein Grund für die Erfolge der vergangenen Dekade: „Es geht darum, Knotenpunkte in Netzen, Foren und Zentren zu bilden, Begegnungsstätten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit ähnlichen thematischen Ausrichtungen aus verschiedenen Disziplinen. Jede dieser Disziplinen hat einen eigenen systematischen Kern. Deshalb ist es wichtig, sowohl den Kern zu bewahren, d. h. klassische Fächer zu erhalten, als auch Orte der Begegnung und des Austausches zwischen ihnen zu schaffen“, beschreibt sie ihr Konzept in der Festschrift „Wissenschaft, Kreativität, Verantwortung. 50 Jahre Universität Augsburg“, die am 10. November 2020 vorgestellt werden wird. Beispiele für solche Knotenpunkte sind unter anderen das „Zentrum für Lehrer*innenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung“ oder das „Wissenschaftszentrum Umwelt“ (WZU).

Das Jubiläum im Studienjahr 2020/2021

Am 2. November begrüßt die Universität Augsburg ihre Studierenden, ganz besonders herzlich natürlich die Erstsemester. Das Studienjahr wird nicht zuletzt im Zeichen des Jubiläums stehen. Ein teils digitales Festprogramm und Veranstaltungen, die unter Corona-Einschränkungen möglich sind, haben das übergreifende Motto: „Fragen – Forschen – Finden“.

„Wir starten unsere Jubiläumskampagne ‚Fragen – Forschen – Finden‘ optisch mit einer Motivkampagne, in der Fragen gestellt werden, sowie einem online-Angebot, das Antworten bietet sowie viele Geschichten aus 50 Jahren. Darüber planen wir Veranstaltungen, die per Livestream übertragen werden und deren Präsenzteil wir natürlich mit großer Sorgfalt mit Blick auf die Corona-Bestimmungen vorbereiten“, erklärt Projektreferentin Teresa Grunwald. Zu diesen Veranstaltungen zählen unter anderem die Präsentation der Festschrift am 10. November 2020 oder der Festakt am 7. Mai 2021. Ein besonderer Höhepunkt im Jubiläumsprogramm wird der Pop-up-Store der Universität Augsburg, der im kommenden Sommersemester mitten in der Innenstadt (Annastraße16) im Laden „Zwischenzeit“ seine Türen öffnet: Unter anderem können Besucherinnen und Besucher Fragen stellen, die dann von Lehrenden und Forschenden der Augsburger Universität beantwortet werden – persönlich, schriftlich oder per Video. Auch das ist und wird jeweils unter den gegebenen Corona-Regeln geplant und mit großer Sorgfalt an hygienische Vorgaben und Abstandsregeln durchgeführt.

Über die Präsidentin der Universität Augsburg

Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel

Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel wurde zum 1. Oktober 2011 erstmals zur Präsidentin der Universität Augsburg ernannt. Sie war damit die erste Frau an der Spitze einer bayerischen Landesuniversität. Sowohl 2015 als auch 2019 folgte die Bestätigung im Amt mit einer großen Mehrheit. Seit 2013 ist Prof. Doering-Manteuffel außerdem Vorsitzende von Universität Bayern e.V. und vertritt die Interessen der bayerischen Universitäten.

(c) Universität Augsburg

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Dr. Manuela Rutsatz
Pressesprecherin, Leitung
Stabsstelle Kommunikation & Marketing
Projektreferentin
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

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