Tierische Unterstützung für den Campus

Über Augsburg hinweg ist der grüne Campus der Universität bekannt – und der zieht nicht nur Studierende und Einheimische, sondern auch tierische Prominente an. Neben der allseits bekannten Campus Cat lassen sich im Sommer so auch Ostpreußische Skudden auf dem Campus finden.

Mehr als nur Schäfchen zählen an der Uni Augsburg

Mit der Lechschotter-Heide vor dem Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität ist in den letzten Jahren ein wichtiger Lebensraum für viele typische Tier- und Pflanzenarten der Lechheiden entstanden. Als Teil eines Lehrprojekts für

Ostpreußische Skudden. Annette Zoepf

Umweltbildung wurde sie 2013 angelegt – und genießt eine besondere Pflege. Dabei bekommt die Universität regelmäßig Hilfe von flauschigen Gästen, den genannten Ostpreußischen Skudden.
 

Die Skudden, die heute zu einer der ältesten und Deutschlands kleinster Hausschaf-Rasse gehören, haben sich inzwischen als „lebendige Rasenmäher“ etabliert. Die Beweidung durch die Schafe ist aber nicht nur ihrem kuscheligen Erscheinungsbild geschuldet: Die Schafe leisten durch ihr selektives Weideverhalten einen Beitrag zu Erhalt und Weiterentwicklung des ökologischen Lebensraums; mit ihren Klauen wird der Lebensraum der Heide nicht weiter verdichtet. So kann eine besonders schonende Pflege des Grüns sichergestellt werden.

 

Weidende Schafe auf dem Gebiet des heutigen Campus der Universität Augsburg, 1980. Zentrale Fotostelle der Universitätsbibliothek Augsburg/ UB

Ein Erfolg für den Naturschutz

Jens Soentgen, Leiter des Wissenschaftszentrum Umwelt, bewertet die Kooperation des WZU der Universität Augsburg mit der CityFarm Augsburg und dem Landschaftspflegeverband als vollen Erfolg. Das Gebiet des heutigen Campus war vor der Bebauung von Lechheiden geprägt und schon vor der Gründung der Universität hatten sich zahlreiche Schafherden dort wiedergefunden. Die Universität setzt „ein Zeichen für den Naturschutz und die ökologisch hochwertige Gestaltung von Freiflächen“. Inzwischen findet man auf der Heide dreimal so viele Arten wie auf dem restlichen Campus.  

 

Autorin: Lea Schreinemachers

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