UPD 140/19 - 21.10.2019

Die Seele der Musik oder: Leopold Mozart und die Zukunft

Kurz vor dessen 300. Geburtstag präsentiert das LMZ der Universität Augsburg im Semestereröffnungskonzert seinen Namensgeber als wegweisenden Musikpädagogen und Pionier des Pop(ularen)

Augsburg/KPP – Werke von Leopold Mozart, Béla Bartók und Chick Corea prägen am morgigen Dienstag, dem 22. Oktober, die traditionelle Semestereröffnung des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg. Beginn ist um 19.30 Uhr im Goldenen Saal des Rathauses, der Eintritt ist frei. Konzipiert wurde dieser Konzertabend von Studierenden und Lehrenden des LMZ-Masterstudiengangs Musikvermittlung/Musikpädagogik. Gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen der LMZ-Klavier- und Streicherklassen rücken sie gegen Ende des Jubiläumsjahres und kurz vor dessen 300. Geburtstag am 14. November Leopolds musikpädagogisches und „populäres“ Erbe ins Zentrum.

„Der Tact macht die Melodie: folglich ist er die Seele der Musik.“ Dieser Satz steht als Leitmotiv immer wieder im Mittelpunkt von Leopold Mozarts musikalischem und musikpädagogischem Wirken. In seiner Violinschule liest sich dieses Leitmotiv so: „ ... der musikliebenden Jugend einen Weg zu bahnen, der sie ganz sicher nach dem guten Geschmacke in der Tonkunst führet“.

Bartók  und Chick Corea: Geistesverwandte

Ein Blick in die auch jüngere Geschichte einer von diesem Motto geleiteten musikalischen Ausbildung und Musikerziehung zeigt Béla Bartók als einen Geistesverwandten von Vater Mozart: Bartóks Klavierwerke für Kinder, die sechsteilige Klavier- und Neue-Musikschule „Mikrokosmos“ und auch die 44 Violinduos sind ideale musikalische Weggefährten und Wegbahner – und dies nicht nur für Heranwachsende. „Diesen beiden großen Musikerziehern, Musikern und Musikschöpfern stellen wir bei unserem Konzert mit Chick Corea einen Partner unserer Zeit an die Seite, dessen Musik auf einen weiteren Aspekt aus Leopold Mozarts wie Bartóks Schaffen verweist, auf das ‚Populare’ nämlich“, erläutert Prof. Dr. Johannes Hoyer, der Leiter des Masterstudiengangs Musikvermittlung/Musikpädagogik. Bei Mozart seien dieses „Populare“ Werke, die für die bürgerlichen Musikliebhaber im 18. Jahrhundert anschaulich und fassbar sind. Für Bartók wiederum nutze die ursprüngliche Volksmusik der ungarischen Bauern als Fundament eines modernen Musikstils. „Und heute schließlich“, so Hoyer, „ist der Pop Ausdruck oder Begriff einer nicht nur Jugend- sondern allgemeinen Lebenskultur gemeint.“

Musik für offenes Publikum

Musik für die Jugend und für jedes offene Publikum – das also, was Leopold Mozart, Béla Bartók und Chick Corea verbindet – gibt dem LMZ.-Semestereröffnungskonzert diesmal die thematische Klammer, begleitet von szenischen und medialen Präsentationen und Präsentationen und ergänzt im zweiten Teil Abends fortgeführt von der LMZ-Band.

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Die Seele der Musik. Leopold Mozart und die Zukunft

Semestereröffnungsfeier der Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg

  • am 22. Oktober 2019 um 19.30 Uhr
  • im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses
  • Eintritt frei

Medienkontakt

Konstanze Frölich
Öffentlichkeitsarbeit
Leopold-Mozart-Zentrum

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