Treibhausgasbilanz 2024: Universität Augsburg schafft Transparenz für wirksamen Klimaschutz

Die Universität Augsburg veröffentlicht erstmals eine umfassende Treibhausgasbilanz für das Jahr 2024 – gemeinsam mit einem Integrierten Klimaschutzkonzept. Dieses Konzept bündelt Ziele und Maßnahmen, mit denen die Universität ihren Klimaschutz systematisch weiterentwickeln will.

Damit macht die Universität transparent, wo Emissionen im Hochschulbetrieb entstehen und welche Bereiche besonders wirksam für Klimaschutzmaßnahmen sind. Für die Bilanz wurden in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen und externen Partnern mehr als 250 Datenpunkte erfasst und ausgewertet.

Die Grafik der Universität Augsburg macht nachvollziehbar, aus welchen Bereichen sich die Emissionen im Jahr 2024 zusammensetzen – und soll dabei helfen zu identifizieren, wo Maßnahmen besonders wirksam sein können. © Universität Augsburg

Was die Bilanz zeigt

Insgesamt weist die Treibhausgasbilanz für 2024 eine Emissionslast von 28.249 Tonnen CO₂-Äquivalenten aus. Besonders stark wirken sich dabei eingekaufter Strom, 2024 übergebene Neubauten sowie das Mobilitätsverhalten aus.

Die Bilanz betrachtet Emissionen aus verschiedenen Bereichen:

  • direkte Emissionen, z. B. aus Erdgas, Fuhrpark und Kältemitteln
  • Emissionen aus eingekaufter Energie, z. B. Strom und Fernwärme
  • weitere indirekte Emissionen, u. a. aus Beschaffung, Bauaktivitäten, Abfall, Dienstreisen und einer Vorabschätzung des Pendelverkehrs von Studierenden und Beschäftigten

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung gezielter Klima- und Umweltschutzmaßnahmen – auch mit Blick auf die Einführung eines zertifizierten Umweltmanagementsystems (EMAS – Eco-Management and Audit Scheme). EMAS ist ein europäischer Standard, der Organisationen dabei unterstützt, ihre Umweltleistungen systematisch zu erfassen, zu verbessern und transparent nachzuweisen. Die Treibhausgasbilanz soll jährlich aktualisiert und die Datengrundlage fortlaufend verfeinert werden.

Mobilitätsumfrage: Beschäftigte und Studierende liefern wichtige Daten

Das Mobilitätsverhalten von Beschäftigten und Studierenden hat einen erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen des Universitätsbetriebs – doch bislang können Emissionen aus dem Pendelverkehr nur grob geschätzt werden. Um eine belastbarere Datenbasis für die Treibhausgasbilanz zu schaffen, führen Green Office und Qualitätsagentur eine Mobilitätsbefragung durch: zunächst unter den Beschäftigten (bereits gestartet) und in einem zweiten Schritt auch gezielt unter Studierenden.

Green Office und Qualitätsagentur bedanken sich herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die bereits teilnehmen und damit einen wichtigen Beitrag zu den Berichtspflichten und den Nachhaltigkeitsanstrengungen der Universität leisten. Wer eine Einladung erhält, kann durch die Teilnahme helfen, die Bilanzierung zu präzisieren und künftige Maßnahmen passgenauer auszurichten.

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Hintergründe zur Bilanz, zur Methodik und zu den betrachteten Emissionsquellen finden Sie gebündelt auf der neuen Themenseite:


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tb

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