In Augsburg Lehramt studieren – und von Anfang an mittendrin sein
Projekt „Lehr:werkstatt“ setzt bayernweit Maßstäbe
Möglichst frühzeitig im Studium Praxiserfahrungen an Schulen zu sammeln, ist für zukünftige Lehrerinnen und Lehrer essenziell. Eine intensive Möglichkeit dafür bietet das Projekt „Lehr:werkstatt“ am Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung und am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik der Universität Augsburg. Wer Lehramt studiert, möchte Kinder und Jugendliche fürs Lernen begeistern – und das gelingt am besten, wenn man schon früh weiß, was im Klassenzimmer wirklich zählt. Deshalb legt die Universität Augsburg besonderen Wert auf Praxiserfahrung. Das zeigt sich in vielen Teilen des Studiums, vor allem aber in einem Projekt, das bayernweit Maßstäbe setzt: in der Lehr:werkstatt. Die Lehr:werkstatt ersetzt gleich zwei Pflichtpraktika im Lehramtsstudium. Die Studierenden sind während des Semesters einen Tag pro Woche an der Schule und absolvieren während der Semesterferien mehrwöchige Blockphasen. Begleitende Workshops und Seminare an der Universität vertiefen die Erfahrungen: Dort reflektieren die Studierenden, was sie erlebt haben, tauschen sich über Herausforderungen aus und erhalten wissenschaftliche Impulse. Das Projekt wird durchgehend von der Universität begleitet. Neben der Praxis im Klassenzimmer gehören Reflexionsgespräche, Kompetenzworkshops und ein Logbuch zur Dokumentation der Lernfortschritte zum Programm. Die Studierenden werden so gezielt an professionelles Unterrichten und Lehrerhandeln herangeführt – mit viel Raum für persönliches Ausprobieren. „Die Lehr:werkstatt ist eine besonders gute Möglichkeit, das an der Universität Gelernte in der Unterrichtswirklichkeit umzusetzen“, sagt Prof. Dr. Andreas Hartinger, Inhaber des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik. „Alle Beteiligten profitieren: Die Studierenden sammeln wertvolle Praxiserfahrungen, die Lehrkräfte bekommen Unterstützung und frische Impulse, und die Kinder erleben mehr individuelle Förderung.“ Seit dem Start im Schuljahr 2018/19 hat sich das Projekt rasant entwickelt. Waren es im ersten Jahr gerade einmal acht Tandems, sind es heute knapp 100 Lehrpaare an rund 70 Schulen in ganz Schwaben – an Grund-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien. Schulleitungen berichten regelmäßig, dass die Lehr:werkstatt nicht nur für die Studierenden, sondern auch für die Schulen selbst ein Gewinn sei. „Die Lehr:werkstatt ist für viele Studierende das Herzstück ihres Studiums“, betont Prof. Dr. Karin Aschenbrücker, Direktorin des ZLbiB . „Sie zeigt, wie wertvoll es ist, wenn akademisches Wissen und praktische Erfahrung Hand in Hand gehen. Das macht die Augsburger Lehramtsausbildung so besonders.“ Mit der Lehr:werkstatt und vielen weiteren Praxiselementen bietet die Universität Augsburg angehenden Lehrerinnen und Lehrern ein Studium, das wissenschaftlich fundiert, praxisnah und zukunftsorientiert ist. Wer hier Lehramt studiert, wächst Schritt für Schritt in den Beruf hinein – begleitet von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren, modernster Fachdidaktik und einem starken Netzwerk aus Schulen, Universität und Bildungsforschung. So entsteht, was gute Lehrkräfte brauchen: fundiertes Wissen, pädagogisches Fingerspitzengefühl – und jede Menge Erfahrung aus der Praxis. Mehr über das Lehramtsstudium an der Universität Augsburg und die Lehr:werkstatt gibt es in der Videofolge „Grundschullehramt studieren: So ist es wirklich!“ des BR-Formats alpha Uni: Chantal studiert im 3. Semester Grundschullehramt an der Universität Augsburg und ist Tandempartnerin in der Lehr:werkstatt. Sie wird im Video begleitet, als sie zum ersten Mal selbstständig eine Unterrichtsstunde halten darf. An der Universität Augsburg kann Lehramt für Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien mit dem Abschluss Staatsexamen studiert werden.
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agnes.jiresch-stechele@uni-auni-a.de ()
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corina.haerning@presse.uni-augsburgpresse.uni-augsburg.de ()
Hier stehen Studierende nicht bloß am Rand und beobachten, sondern sie unterrichten gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften – ein ganzes Schuljahr lang, Seite an Seite im Klassenzimmer. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander. Das macht die Lehr:werkstatt zu einem der beliebtesten und wirkungsvollsten Praxisformate im bayerischen Lehramtsstudium.Ein Jahr voller Lernerfahrungen
Die Tandems – also Lehrkraft und Studierender – werden sorgfältig zusammengestellt. Ein digitales Matching-Verfahren berücksichtigt Fächer, Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmale, damit beide Partner gut harmonieren. „Wir wollen Teams bilden, die voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren“, erklärt Stefanie Keßler, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin des Projekts am Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung.Wissenschaft trifft Schulalltag
Von acht auf 100 Tandems
Lehramt mit Kopf, Herz und Praxis
alpha-Uni-Video des Bayerischen Rundfunks: „Grundschullehramt studieren: So ist es wirklich!“
Lehramt studieren an der Universität Augsburg
Parallel dazu gibt es die Möglichkeit, einen auf das jeweilige Lehramtsstudium bezogenen Bachelorstudiengang zu absolvieren. Dieser qualifiziert für Lehrtätigkeiten in Bildungs- und bildungsnahen Einrichtungen für Kinder außerhalb des staatlichen Schuldienstes.
Zahlreiche studienbegleitende Unterstützungsangebote sowie einige Praxisangebote erleichtern den Weg zum Lehrerberuf. Mehr Informationen:
https://www.uni-augsburg.de/de/forschung/einrichtungen/institute/zlbib/studium/
So funktioniert die Lehr:werkstatt – Bewerbungsphase für Lehr:werkstatt an Grundschulen läuft!
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