Zukunftskompetenz KI: Vom Unternehmen ins Klassenzimmer
Wie lassen sich junge Menschen auf eine Arbeitswelt vorbereiten, die sich durch Künstliche Intelligenz (KI) rasant verändert? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung der KI-Lehrkräftefortbildungsreihe „Let’s talk about AI – Wie hält KI in der Arbeitswelt Einzug?“, die am Centre for Future Production der Universität Augsburg stattgefunden hat. Mit der Veranstaltung ging die von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen und dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales initiierte Fortbildungsreihe erfolgreich zu Ende. Rund 80 Lehrkräfte aller Schularten aus ganz Bayern nutzten die Gelegenheit, sich praxisnah mit aktuellen KI-Anwendungen aus der Unternehmenspraxis auseinanderzusetzen und zugleich wissenschaftliche Impulse für einen zeitgemäßen Unterricht mitzunehmen. Im Zentrum stand der direkte Austausch zwischen Schule, Wirtschaft und Wissenschaft – ein Zusammenspiel, das als Schlüssel für nachhaltige Zukunftskompetenzen gilt. Im weiteren Verlauf wurde KI erlebbar: In der KI-Lernumgebung und im Showroom des KI-Produktionsnetzwerks diskutierten die Teilnehmenden über den verantwortungsvollen Einsatz von KI, lernten Grundlagen praxisnah kennen und bauten mithilfe kreativer Methoden Berührungsängste ab. Ein Speeddating-Format sowie eine Führung durch den KI-Erlebnisraum „Halle 43“ förderten den offenen Dialog zwischen Schule und Wirtschaft. Ein KI-Escape-Game sowie Lernmodule zu Machine Learning und Computer Vision machten Inhalte des KI-Zertifikats anschaulich. Kultusministerin Anna Stolz betonte die Bedeutung frühzeitiger Bildung: „Künstliche Intelligenz verändert die Lebens- und Arbeitswelt von uns allen grundlegend. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Kinder frühzeitig auf neue Technologien und den damit einhergehenden Wandel vorbereiten. Schule hat hier eine Schlüsselrolle.“
Die Abschlussveranstaltung brachte Lehrkräfte, Vertreterinnen und Vertreter bayerischer Unternehmen sowie Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring an der Universität Augsburg zusammen. Den inhaltlichen Auftakt bildete ein Impulsvortrag von Prof. Frank Breitinger zu Cyber Security. Zudem stellte Dr. Marietta Menner, Leiterin des KI-Bildungsprogramms am Centre for Future Production, das bundesweit einmalige KI-Zusatzzertifikat für Auszubildende der Universität Augsburg vor.Halle 43 – erlebbare KI
Aus Sicht der Universität Augsburg ist die enge Verzahnung von Bildung und Wirtschaft zentral. Dr. Marietta Menner erklärt: „Dass dieses Abschlussevent bei uns stattgefunden hat, zeigt, wie wichtig es ist, KI frühzeitig und praxisnah zu vermitteln. Wir schaffen die Räume, die es braucht, um KI nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen.“Schule hat eine Schlüsselrolle
Digitalminister Dr. Fabian Mehring unterstrich den Anspruch des Formats: „Wenn wir die digitale Zeitenwende meistern wollen, müssen wir Bayerns starkes Netzwerk aus Unternehmen und Forschung direkt in die Klassenzimmer bringen. Der Schlüssel dazu sind unsere Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat.“
Auch Bernhard Stegmann, Direktor der ALP Dillingen, zog ein positives Fazit: „Für einen pädagogisch sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist die Sensibilisierung und Qualifizierung der Lehrkräfte grundlegend. Der heutige Präsenz-Lehrgang rundet das Fortbildungsangebot durch konkrete Begegnungen mit der Unternehmenspraxis ab.“
An der Fortbildungsreihe beteiligten sich insgesamt fünf Unternehmen, vier davon aus Programmen des Digitalministeriums wie NextGen4Bavaria und KI-Transfer Plus.
Weitere Informationen sind auf der Website des Centre for Future Production zu finden.