Pressemitteilung 39/26 - 27.04.2026

Informatik studieren mit Praxisbezug

Cybersecurity, Robotik, Künstliche Intelligenz – und Rätsellösen: Das Informatik-Studium an der Universität Augsburg ist vielseitig.

Studierende können schon im Bachelor-Studium forschen, eigene Projekte umsetzen und fachlich individuelle Akzente setzen. Unterstützt werden sie dabei durch hervorragende Rahmenbedingungen und ein Top-Betreuungsverhältnis.

 

© Universität Augsburg

Eine Gruppe junger Leute brütet über einem Rätsel. Es geht so: Auf einem Tisch liegen zehn Münzen, manche mit der Zahl, andere mit der Kopfseite nach oben. Die Aufgabe: Die Münzen so drehen, dass bei allen die Kopfseite oben liegt. Die Schwierigkeit: Man darf genau fünf Münzen auf einmal drehen, nicht mehr und nicht weniger. Dafür aber so oft man will. Ist es immer möglich, die Münzen so zu drehen, dass alle mit der Kopfseite nach oben liegen?

Das könnte ein Rätselabend mit Freunden sein. Tatsächlich ist es eine Lehrveranstaltung im Bachelor-Studium Informatik an der Universität Augsburg. In der interaktiven Vorlesung wird während eines Semesters ausschließlich gerätselt. „Das kommt sehr gut an“, sagt Prof. Dr. Pascal Lenzner vom Lehrstuhl für Theoretische Informatik.

„So üben die Studierenden spielerisch systematisches Problemlösen und Formalisieren. Damit festigen sie Konzepte und Techniken, die sie in anderen Lehrveranstaltungen noch vertiefen, zum Beispiel Invarianten, Induktion, Datenreduktion und Divide & Conquer“, erklärt Lenzner.

Überraschend vielseitig

Er möchte mit einem Klischee aufräumen: „Informatik bedeutet nicht, allein im Keller zu sitzen und zu programmieren. Es geht vielmehr darum, kreativ zu sein und auf die richtigen Ideen zu kommen. Programmieren ist zwar ein wichtiges Werkzeug, aber Informatik ist viel mehr als das“, betont Lenzner. Zum Beispiel ist Informatik oft Teamarbeit.

„Das Informatik-Studium umfasst einiges, womit Leute erst einmal nicht rechnen“, bestätigt Prof. Dr. Matthias Schlesner vom Lehrstuhl für Biomedizinische Informatik, Data Mining und Data Analytics. Er ist Studiendekan an der Fakultät für Angewandte Informatik.

Breite Basis, vielfältige Akzente

Ein Highlight ist aus seiner Sicht das breite inhaltliche Angebot des Informatik-Studiums an der Universität Augsburg: Neben Theoretischer, Praktischer und Technischer Informatik umfasst das Lehrangebot z.B. auch Cybersecurity, Mensch-Maschine-Interaktion Robotik und Natural Language Processing. Machine Learning bzw. Künstliche Intelligenz spielt mittlerweile als Querschnittsthema natürlich in fast allen Bereichen eine große Rolle.

Das Studium legt so eine breite Basis und ermöglicht es, eigene Akzente zu setzen und Spezialisierungen auszubilden. Zudem können Studierende auch ein Nebenfach aus den Wirtschafts-, Natur- oder Geisteswissenschaften wählen.

Projekte in Teamarbeit

Die breit angelegte und zugleich sehr individuelle Ausbildung eröffnet viele unterschiedliche Berufsmöglichkeiten. Hilfreich sind hierbei auch die praktischen Erfahrungen, die die Studierenden von Anfang an sammeln.

„Neben den kleinen Kursgrößen und dem damit verbundenen direkten Kontakt zu den Lehrpersonen ist für mich die enge Verknüpfung von Lehre und aktueller Forschung eine Besonderheit des Informatikstudiums an der Universität Augsburg. Konkret durfte ich bereits an mehreren Publikationen mitarbeiten und diese auf zwei Konferenzen vorstellen“, sagt Christian Jaumann, der nach seinem Bachelor inzwischen auch im Master Informatik an der Universität Augsburg studiert.

Forschungsluft schnuppern

Eine Besonderheit beim Informatik-Studium an der Universität Augsburg sind die Forschungsmodule: Schon vor der Bachelorarbeit können Studierende hierbei Forschungsluft schnuppern, indem sie bei einem aktuellen Forschungsprojekt ihrer Wahl mitmachen. Ein Semester lang arbeiten sie dort etwa einen Tag pro Woche mit – und das zählt wie eine Lehrveranstaltung. „Das ist eine tolle Möglichkeit, um mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Kontakt zu treten und ihre Forschung kennenzulernen“, sagt Lenzner.

Einstieg leicht gemacht

Den Einstieg ins Studium erleichtern Vorkurse in Mathematik und Programmieren. Diese beginnen zwei oder drei Wochen vor Semesterstart und laufen jeweils eine Woche in Vollzeit. „Das ist eine Auffrischung, damit alle zum Semesterstart die notwendige Basis haben“, erklärt Prof. Schlesner.

Ein Pluspunkt am Standort Augsburg: „Wir haben ein Top-Betreuungsverhältnis“, betont Lenzner. „Es ist um Welten besser als an größeren Unis. Bei uns kommt man leicht mit Professorinnen und Professoren sowie Mitarbeitenden in Kontakt und arbeitet in kleinen Gruppen.“

Des Rätsels Lösung

Ein weiterer Vorteil sind die hervorragenden Rahmenbedingungen an der Universität Augsburg: kurze Wege, ein grüner Campus, moderne technische Ausstattung und große Computer-Pools zum Arbeiten für Studierende. Nicht zuletzt sorgt die Fachschaft der Informatikstudierenden für viele Angebote wie ein Sommerfest, Film- und Spieleabende und verschiedene Aktionen für Erstsemester.

Doch zurück zum Anfang und zum Rätsel mit den Münzen: Ist es möglich, alle Münzen mit der Kopfseite nach oben zu drehen, wenn man immer fünf Münzen auf einmal dreht? Die Antwort lautet: Ja. Pascal Lenzner erklärt: „Es gibt eine Zugfolge, mit der es gelingt, eine einzige Münze zu drehen. Damit kann man alles machen.“
 

cg

 

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Bachelor of Science Informatik

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Prof. Dr. Robert Lorenz
Stellvertretender Studiendekan Informatik
Lehrprofessur für nebenläufige Systeme

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Stellvertretende Pressesprecherin
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