Drei Fragen zum Bayerischen Tag der Lehre in der Medizin

In diesem Jahr findet der Bayerische Tag der Lehre in der Medizin an der Universität Augsburg statt. Am 2. Juli 2026 erwarten Dekanin Prof. Dr. Martina Kadmon und Studiendekan Prof. Dr. Thomas Rotthoff rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen sechs medizinischen Fakultäten Bayerns und auch angrenzenden Bereichen der Gesundheitsberufe.
Prof. Dr. Thomas Rotthoff

Vor welchen Herausforderungen steht die Lehre in der Medizin aktuell?

Prof. Dr. Thomas Rotthoff:  Ärztinnen und Ärzte in der Universitätsmedizin übernehmen vielfältige Aufgaben in Krankenversorgung, Lehre und Forschung. Eine zentrale Herausforderung besteht dabei nicht nur in der Bewältigung dieser unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche im klinischen Alltag, sondern auch darin, die verschiedenen Perspektiven miteinander zu verknüpfen und wechselseitig fruchtbar zu machen.
 

Wie kann der Tag der Lehre in der Medizin dazu beitragen, diese Herausforderungen zu meistern?

Rotthoff: Der Tag bietet Raum, die Rolle von Lehrenden in der medizinischen Ausbildung gemeinsam zu reflektieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lehrende ihre Erfahrungen aus Medizin, Wissenschaft und Lehre sinnvoll zusammenführen können. Dabei geht es nicht nur darum, medizinisches Wissen zu vermitteln, sondern auch darum, Studierende bei ihrer Entwicklung zu verantwortungsvoll handelnden Ärztinnen und Ärzten zu begleiten. Die Frage, welche Haltung Lehrende dabei einnehmen und vorleben, hat eine wesentliche Bedeutung.
 

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Rotthoff: Besonders freue ich mich auf den interdisziplinären Austausch und den Blick über den Tellerrand. Die diesjährige Tagung eröffnet mit der Einbindung von Pädagogik und Erziehungswissenschaft eine Perspektive, die in der Medizin noch nicht selbstverständlich ist. In diesen Disziplinen wird seit vielen Jahren erforscht, wie professionelle Rollen entstehen und wie sich Lehrpersonen entwickeln. Als Medizinerinnen und Mediziner vertreten wir ein Fachgebiet, als Ärztinnen und Ärzte übernehmen wir zugleich eine professionelle Rolle mit Verantwortung für Patientinnen und Patienten. Ähnlich verhält es sich mit der Rolle als Lehrende. Der Austausch mit der Pädagogik kann uns helfen, diese unterschiedlichen Rollen bewusster wahrzunehmen und daraus Impulse für die Weiterentwicklung der medizinischen Lehre zu gewinnen.
 

Weitere Informationen:

https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/med/profs/medizindidaktik/bayerischer-tag-der-lehre-in-der-medizin-2026-in-augsburg/

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