Prof. Dr. Klaus Wolf ist neuer Antisemitismusbeauftragter der Universität Augsburg
Universität Augsburg gewinnt ausgewiesenen Kenner jüdischer Geschichte und langjährig engagierten Vermittler jüdischen Lebens für das Amt
Auch die Vermittlung jüdischer Geschichte und Gegenwart in die Öffentlichkeit ist ein wichtiger Bestandteil seines Engagements. Klaus Wolf ist Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung ehemalige Synagoge Ichenhausen und erster Vorsitzender des Vereins „Netzwerk Jüdische Geschichte und Kultur in Bayerisch-Schwaben“. Darüber hinaus war er Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Augsburg-Schwaben. Er ist an zahlreichen Veranstaltungen und Gesprächsformaten beteiligt, die sich mit jüdischem Leben, dem Verhältnis von Deutschland und Israel und der Auseinandersetzung mit Antisemitismus befassen.
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Für diese Aufgabe bringt Klaus Wolf langjährige wissenschaftliche und gesellschaftliche Erfahrung mit. Der Professor für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit jüdischer Geschichte, Kultur und dem jüdischen Leben in Bayern und insbesondere in Bayerisch-Schwaben. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Geschichte jüdischer Gemeinden und ihrer kulturellen Prägungen in der Region. Ein besonderes Beispiel ist das von ihm initiierte Projekt „Das jüdische Erbe Bayerisch-Schwabens. Kultur und Alltag des Landjudentums (16. Jahrhundert bis 1945)“, das die Universität Augsburg gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und der Bayerischen Staatsbibliothek durchgeführt hat. Dabei wurden historische Zeugnisse jüdischen Lebens erforscht, dokumentiert und digital zugänglich gemacht.
„Professor Klaus Wolf verbindet wissenschaftliche Expertise mit einem breiten regionalen und überregionalen Netzwerk. Seine Arbeit reicht von der Erforschung mittelalterlicher jüdischer Literatur und Geschichte bis zur Beschäftigung mit jüdischem Leben in Bayern und den Bedingungen jüdischer Gegenwart. Mit seiner neuen Aufgabe als Antisemitismusbeauftragter bringt er diese Perspektiven nun noch stärker in die Universität Augsburg ein“, erklärt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel.
Statement Prof. Dr. Klaus Wolf
„Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu unserer Gesellschaft und zu unserer Geschichte. Mir ist wichtig, dass dieses Miteinander an der Universität thematisiert und auch gelebt wird. Dazu gehört für mich als Historiker auch, jüdische Geschichte zu erforschen, sichtbar zu machen und damit die Vielfalt jüdischen Lebens und seine Bedeutung für unsere Gegenwart zu zeigen. Als Antisemitismusbeauftragter möchte ich dazu beitragen, dass Begegnung, Wissen und gegenseitiger Respekt an unserer Universität selbstverständlich sind – und bin für Studierende sowie Beschäftigter Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Antisemitismus.“
Die Universität Augsburg versteht sich als Ort der Toleranz und des wechselseitigen Austauschs. Als Antisemitismusbeauftragter steht Prof. Dr. Klaus Wolf Studierenden und Beschäftigten als Ansprechpartner bei antisemitischen Vorfällen zur Verfügung. Zugleich soll das Amt dazu beitragen, jüdisches Leben und jüdische Perspektiven an der Universität sichtbar zu machen, Wissen über jüdische Geschichte und Gegenwart zu stärken und antisemitischen Einstellungen und Vorurteilen entschieden entgegenzutreten.
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