Vertrauen statt Kontrolle: Neuer Beitrag zu KI in der Hochschullehre erschienen
Generative Künstliche Intelligenz verändert wissenschaftliches Arbeiten, Lehren und Lernen grundlegend. Sie unterstützt beim Schreiben, Strukturieren, Kodieren und Visualisieren von Inhalten – und wirft zugleich neue Fragen nach Autor:innenschaft, Eigenleistung, Transparenz und wissenschaftlicher Integrität auf. In ihrem Beitrag „Vertrauen statt Kontrolle: Die Aushandlung wissenschaftlicher Normen im Zeitalter der KI“ setzen sich Sabine Timpf und Rouven Kaiser mit diesen Herausforderungen auseinander. Der Artikel ist in der Ausgabe 2/26 der Zeitschrift Forum Wissenschaft erschienen, die dem Schwerpunkt „KI in der Wissenschaft – Neue Möglichkeiten, neue Unsicherheit“ gewidmet ist. Timpf und Kaiser zeigen darin am Beispiel der am Institut für Geographie der Universität Augsburg entwickelten KI-Handreichung, wie Hochschullehre zu einem Ort gemeinsamer Normbildung werden kann. Im Zentrum steht dabei kein pauschales Verbot generativer KI, sondern ein reflektierter Umgang mit der Technologie. Das sogenannte Augsburger Modell setzt auf Vertrauen, Verantwortung und Transparenz. KI wird dabei nicht als Ersatz für wissenschaftliche Eigenleistung verstanden, sondern als mögliches Hilfsmittel, dessen Einsatz je nach Lernziel, Kompetenzbereich und Veranstaltungskontext unterschiedlich geregelt werden muss. Entscheidend ist, dass Studierende und Lehrende gemeinsam klären, welche Formen der KI-Nutzung sinnvoll, zulässig und nachvollziehbar sind. „Wissenschaftliche Integrität wird somit nicht durch die Abwesenheit von Technologie gewahrt, sondern durch die radikale Sichtbarmachung ihres Einsatzes“, schreiben die Autor:innen in ihrem Beitrag. Zentral ist daher die Dokumentation: Studierende sollen offenlegen, welche KI-Tools sie in welchen Arbeitsschritten genutzt haben. Dazu gehören etwa Transparenztabellen oder die Protokollierung von Prompts, die den Entstehungsprozess wissenschaftlicher Arbeiten nachvollziehbar machen. Der Beitrag versteht den Seminarraum damit als Ort produktiver Unsicherheit: Hier werden wissenschaftliche Normen nicht nur angewendet, sondern gemeinsam ausgehandelt. Gerade im Umgang mit KI wird Hochschullehre so zu einem Raum, in dem Verantwortung, Urteilskraft und wissenschaftliche Redlichkeit praktisch geübt werden können. (Transparenzerklärung: Dieser Artikel ist mit Hilfe von KI erstellt worden und von den Autor:innen überprüft worden.) Quellenangabe: Sabine Timpf und Rouven Kaiser: Vertrauen statt Kontrolle. Die Aushandlung wissenschaftlicher Normen im Zeitalter der KI. In: Forum Wissenschaft, Nr. 2/2026, Schwerpunkt „KI in der Wissenschaft – Neue Möglichkeiten, neue Unsicherheit“, S. 51–54.
Zum Beitrag beim BdWi: https://www.bdwi.de/show/11314642.html