Erfolgreicher Abschluss der Habilitation

Andererseits werden Bezüge zu einer relationalen Wirtschaftsgeographie sowie zu einer Kritischen Geographie hergestellt, die gleichsam nicht primär die Frage der Fläche oder des Standortes in den Mittelpunkt energiegeographischer Analyse stellen, sondern vom menschlichen Verhalten und seinen materiellen und immateriellen Bezügen zum (Energie-)Raum ausgehen. Seine Studien können folglich als Versuch angesehen werden, die im Kern sozial abstrakten, jedoch flächenscharfen GIS-gestützten Ansätze mit bedeutenden sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen in Verbindung zu bringen und sie dadurch aufzuwerten. Umgekehrt verfolgen die Studien von Stephan Bosch auch das Ziel, von den sozialwissenschaftlichen Ansätzen, die ihrerseits eine relativ große räumliche Unschärfe aufweisen und für sein Empfinden immer zu weit weg von einem Anwendungsbezug entfaltet wurden, eine Brücke zu den Planungswissenschaften zu schlagen. Wie die zahlreichen Publikationen belegen, liegt der Fokus seiner Forschung daher auf der Verbindung zweier Themengebiete, die bislang kaum zueinander finden konnten, deren Verknüpfung jedoch für die Minimierung gesellschaftlicher Nutzungskonflikte sowie für eine sozial und ökologisch ausgewogene Raumentwicklung im Kontext der Energiewende von großer Bedeutung ist: 1. eine quantitativ ausgerichtete Forschung zu GIS-gestützten Planungsansätzen im Umweltbereich und 2. eine sozialwissenschaftlich orientierte Transformationsforschung.

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