Zunächst möchte ich mich bei Prof. Dr. Möllers, Frau Daniela Pfau, sowie dem gesamten Lehrstuhl Möllers für die Unterstützung und Organisation des Auslandssemesters bedanken. Darüber hinaus danke ich dem DAAD für die finanzielle Unterstützung durch ein Stipendium.

In meinem nachfolgenden Erfahrungsbericht möchte ich den Fokus eher auf Punkte legen, die in den Erfahrungsberichten der letzten Jahre nicht angesprochen wurden und aus meiner Sicht hilfreich sind. Am Ende nenne ich noch meine persönlichen „Highlights“ und Gründe, weshalb ein Auslandssemester an der GW Law School einzigartig ist.

 

1.     Bewerbung

Nach einer schriftlichen Bewerbung wird man gegebenenfalls zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Die Bewerbungsgespräche werden alle an einem Nachmittag hintereinander abgehalten. Erfahrungsgemäß lässt sich sagen: Je früher man zeitlich eingeladen wird, desto besser! In meinem Fall saß ich mit vier weiteren Bewerbern Herrn Prof. Dr. Möllers, Frau Pfau, die zu meiner Zeit die für den Austausch zuständige Mitarbeiterin war, und einem Mitglied der Studierendenvertretung Jura  an einem runden Tisch im Zimmer von Herrn Möllers gegenüber. Der erste Teil lief auch Deutsch ab und wurde von Herrn Möllers geführt. Der zweite Teil war auf Englisch und wurde von Frau Pfau moderiert. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, weshalb man sich für seine erste Wahl entschieden hat und warum man generell an einem Austausch in die USA teilnehmen möchte. Zudem sollte man die aktuellen politischen Ereignisse im Blick haben.

 

2.     Vorbereitungen

a)    Prozess an der GW

 

Besonders hervorzuheben ist hier das Online-Impfdokument, welches einem von der GW zugeschickt wird. Man sollte sich rechtzeitig damit befassen, da Pausen zwischen den einzelnen Injektionen eingelegt werden müssen.

 

b)    Visa Prozess

 

Zum Termin im Konsulat in München müssen folgende Unterlagen mitgebracht werden:

 

-       Aktueller gültiger Reisepass

-       DS-2019

-       DS 160 Bestätigungsseite

-       Nachweis der SEVIS-Registrierung und Zahlung der Gebühren

-       Terminbestätigung

-       Farbiges biometrisches Passbild im US-amerikanischen Format

-       Evtl. Brief der Bank

 

Speziell beim Reisepass sollte man sicherstellen, dass dieser nicht abgelaufen ist, damit man frühzeitig einen neuen beantragen kann.

 

c)     Kreditkarten

 

Ich hatte zwei Kreditkarten und empfehle dies auch. Zum einen hatte ich eine Kreditkarte der Deutschen Kreditbank (DKB). Die Karte ist kostenlos und man kann sein Limit, welches bei 500 € liegt, beliebig erhöhen, indem man Geld vom Girokonto auf das Kreditkartenkonto überweist. Das Online-Banking ist super und man zahlt keine Transaktionsgebühren. Die andere Karte, welche ich nicht benutzt habe, sondern nur zur Sicherheit hatte, war von der Kreissparkasse.

 

d)    Auslandskrankenversicherung

 

Hier bestehen drei Möglichkeiten:

  1. Man behält die Versicherung der Universität (Aetna), in welcher man als Austauschstudent automatisch drinnen ist,
  2. man „waivt“ diese, d.h. man meldet sich von dieser Versicherung ab, und wechselt zu einer anderen Krankenversicherung in der USA,
  3. man  waivt wie bei 2) und wechselt zu einer anderen Versicherung UND schließt eine Auslandskrankenversicherung zusätzlich in Deutschland ab.

Ich persönlich habe mich für die dritte Variante entschieden. Die Versicherung der GW kostet pro Semester über 1000 $ und ist aus meiner Sicht nicht empfehlenswert, da man nicht zu 100 % versichert ist und oft noch selbst etwas zahlen muss. Wird man beispielsweise nicht im Krankenhaus der Universität behandelt, sondern von einem Arzt, der im Netzwerk der GW ist, zahlt man selbst 20 % der Kosten. Ich habe mich daher für eine amerikanische Versicherung entschieden, die billig ist und trotzdem den Anforderungen der GW gerecht wird. Diese habe ich über https://www.isoa.org abgeschlossen. In Deutschland habe ich dann eine Auslandsversicherung abgeschlossen, die mich zu 100 % sichert und bin trotzdem viel günstiger als mit der Versicherung der GW weggekommen. Wichtig ist, dass die Auslandskrankenversicherung noch in Deutschland abgeschlossen werden muss.

 

e)    Urlaubssemester

 

Ich habe ein Urlaubssemester an der Universität Augsburg beantragt. Da ich mich im Modul II der Fremdsprachigen Rechtsausbildung (FRA) befinde, wird somit mein Freischuss um zwei Semester nach hinten verschoben. Sollte man sich für ein Urlaubssemester entscheiden, muss bedacht werden, dass man während des Urlaubssemester keine Klausuren in Augsburg schreiben darf.

 

3.     Unterkunft

Als Unterkunft habe ich mich für das „International Student House“ entschieden.

 

a)    Vorteile

 

Das ISH befindet sich in der Nähe vom Dupont Circle, einer sehr sicheren Gegend Washingtons. Um den Circle herum gibt es unzählige Bars, Clubs und Restaurants. Vom Haus läuft man in 15-20 Minuten zur Law School und spart sich dadurch das Geld für den öffentlichen Nahverkehr. Vom ISH läuft man in zirka 3 Minuten nach Adams Morgan, einem Stadtteil Washingtons. In Adams Morgan ist eine der Gegenden, in denen die meisten Jugendlichen feiern gehen. Zu empfehlen ist dort „Duccini´s Pizza“, wo es eine typisch amerikanische Pizza gibt, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

 

Das Essen wird im ISH von Monat bis Freitag morgens und abends gestellt. An Samstagen bekommt man Frühstück und Mittagessen und an Sonntagen ein formelleres Mittagessen. Man muss sich also um nichts kümmern. Die Waschmaschinen sind kostenlos. Das Haus hat einen „study room“ sowie eine „library“ mit einem Fernseher.

 

Das Haus veranstaltet viele Events und Vorträge von Botschaftern, bekannten Unternehmern und Alumni. Es waren sogar zwei US Senatoren im Haus. Dienstags ist „movie night“, d.h. man hat 3 Filme, die das Haus von Netflix geliefert bekommt, zur Auswahl und dazu noch Drinks und Popcorn.

 

b)    Nachteile

 

Im ISH muss man sich entweder ein Zimmer mit zwei bis vier Personen teilen oder man nimmt ein Einzelzimmer. Ich persönlich hatte ein Doppelzimmer und musste knapp $ 1400 zahlen. Ein Einzelzimmer liegt bei zirka $ 1700, wobei die Miete erhöht werden soll, weshalb diese Zahlen eventuell veraltet sind. Selbst wenn man ein Einzelzimmer will, ist die Zahl dieser stark begrenzt. Zudem muss man sich das Badezimmer teilen. Man hat im ISH keine Küche, kann daher nie selbst kochen. Es gibt jedoch eine Mikrowelle. An Samstagen und Sonntagen muss man abends auswärts essen gehen. Die Essenszeiten sind recht strikt, wobei man ein späteres Essen bestellen kann.

 

c)     Fazit

 

Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile deutlich. Sollte man im ISH arbeiten (Näheres dazu am Ende des Erfahrungsberichts), sind die Preise gut für Washington, da man meistens Essen bekommt. Die Freundschaften, die man dort schließt, sind unbezahlbar. Die Studenten und Praktikanten, die im Haus wohnen, kommen aus allen Ecken der Welt. Das gemeinsame Frühstück und Abendessen bieten eine tolle Möglichkeit, um die verschiedenen Kulturen der Bewohner zu lernen. Die Zeit war im Haus war der Höhepunkt meines Auslandssemesters und ich empfehle es jedem weiter! Ich werde vermutlich nie wieder so viel Billard und Tischtennis in meinem Leben spielen ;-)

 

d)    Anmerkungen

 

Sollte man sich für das ISH entscheiden: Um im ISH zu wohnen, muss man bereits 21 Jahre alt sein, da an Veranstaltungen des Hauses Alkohol ausgeschenkt wird. Ich empfehle, dass man sich frühzeitig (Mitte Februar) um einen Platz im ISH kümmert. Dies setzt voraus, dass man sich bewirbt. Zu meiner Zeit hat man hierzu drei kleine Essays auf Englisch schreiben müssen, die jedoch recht schnell geschrieben sind.

 

4.     Studium an der GW

a)    Generelles

 

Als „Augsburg Exchange Student“ wird man wie ein ausländischer LLM Student behandelt. Man hat daher zwei verpflichtende Kurse und kann sonst jeden Kurs, den die Law School anbietet, wählen. Man sollte sich vielleicht schon im vorhinein Gedanken darüber machen, ob man eventuell einen LL.M. an der GW Law School erwerben möchte. Hat man zum Beispiel vor, einen LLM in „International & Comparative Law“ zu absolvieren, müssen 12 der 24 Credits, die man für einen solchen LLM braucht, aus diesem Bereich sein.

 

b)    Orientation Week

 

Das Semester beginnt Mitte August mit einer einwöchigen Orientierungsphase. Hier gibt es viele Veranstaltungen. In diesen wird zum Beispiel das Visum, das Leben als Law Student an einer Law School und vieles anderes besprochen.

 

c)     Kurse

 

Im Rahmen der Orientation Week bekommt man ein kleines Heftchen, in welchem alle Kurse, die an der Law School gewählt werden können, aufgelistet sind. In den ersten zwei Wochen des Semesters findet eine sogenannte „Add & Drop Week“ statt. Das heißt man kann Kurse im System der Universität beliebig oft hinzufügen oder löschen. Mein Tipp also: Das Heftchen mit allen Kursen nehmen, diejenigen Kurse, die man interessant findet, herausschreiben und zu den Vorlesungen gehen. Darüber hinaus veröffentlicht jeder Professor vorab eine sog. „Syllabus“, in welcher der Inhalt des Kurses mit einzelnen Readings für jede Stunde stehen. Sollte man es so machen, werden die ersten zwei Wochen zwar anstrengend, aber das war es aus meiner Sicht wert. Hilfreich sind zudem Bewertungen (Evaluations) früherer Studenten, die ebenfalls im System einsehbar sind.

Da ich in Augsburg den Schwerpunkt I „Internationales Recht“ mache, habe ich an der GW Law School ausschließlich Kurse im „International & Comparative Law LLM Program“ gewählt.

 

Nachfolgend stelle ich meine Kurswahl vor:

 

1)    Fundamental Issues in US Law - Prof. Celorio - 2 Credits

Dieser Kurs war einer von zwei Kursen, die für alle internationalen Studenten verpflichtend waren. Thematisch hat er die wichtigsten Fälle des amerikanischen Rechts behandelt und ein Grundverständnis vermittelt. Der Schwerpunkt lag auf Verfassungsrecht. Prof. Celorio ist sehr höflich und nett, hat jedoch den Kurs zum ersten Mal gehalten.

 

2)    Legal Research & Writing – 1 Credit

Dieser Kurs war ebenfalls verpflichtend und wird in kleinen Gruppen von zirka 8 Studenten von verschiedenen Professoren unterrichtet, wobei man im Laufe des Semesters überall dasselbe bespricht. Thematisch erlernt man das juristische Recherchieren und Verfassen von Schriftsätzen im Stil eines amerikanischen Anwalts. Daher muss man Assignments, die von Aufgabe zu Aufgabe immer zeitaufwendiger werden und mit zwei größeren Schriftsätzen enden, abgeben. Dafür, dass der Kurs nur 1 Credit gibt, war der Arbeitsaufwand unverhältnismäßig hoch.

 

3)    International Business Transactions (IBT) – Prof. Charnovitz – 3 Credits

Der Kurs war einer meiner beiden Kurse von Herrn Charnovitz zum privaten internationalen (Handels-)Recht. Thematisch hat man alles, was bei einer internationalen Transaktion aufkommen kann, besprochen. Dazu gehört zum Beispiel das internationale Kaufrecht (CISG), Korruption, Franchising, Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Urteile bzw. Schiedssprüche sowie die Frage, welches Recht überhaupt anwendbar ist (IZVR). Dieser Kurs war recht untypisch für eine amerikanische Vorlesung, da man meist nur mit Gesetzen und weniger mit gerichtlichen Entscheidungen gearbeitet hat. Leider hatte Prof. Charnovitz keine Folien und die readings sehr lang. Jede Stunde waren zwischen drei und vier Studenten „on deck“ und mussten sich den Fragen des Professors stellen. Der Nachteil daran war, dass der Rest des Kurses meist nicht eingebunden wurde. Der Kurs war einer meiner Besten und ist sehr zu empfehlen.

 

4)    International Trade Law (ITL)– Prof. Charnovitz – 3 Credits

Der Kurs hat sich sehr intensiv mit der World Trade Organization (WTO) und den dazugehörigen Agreements (GATT, GATS, TRIPS) befasst. Im Vergleich zu IBT, der ebenfalls von Prof. Charnovitz gehalten wurde, war dieser Kurs leichter, da Prof. Charnovitz Folien hatte und das Buch exzellent war. Auf ein „on deck“ System, wie in IBT, wurde hier verzichtet. Gerade in Zeiten von Trump als Präsident war der Kurs sehr interessant, da Herr Charnovitz sehr viel auf das Verhältnis USA – China eingegangen ist. Der Kurs war ein Mix aus Gesetzen und Fällen, was der Eigenart der WTO geschuldet ist. So ist zwar alles kodifiziert, jedoch sind die Entscheidungen sehr wichtig. In vielen Teilen hat mich der Kurs thematisch an Europarecht erinnert.

 

5)    International Investment Law & Arbitration – Prof. Alexandrov – 2 Credits

Dieser Kurs hat sich mit Investitionsschutzabkommen zwischen Staaten befasst. Dabei handelt es sich grundsätzlich um Abkommen, die Direktinvestition der jeweiligen Investoren rechtlich schützen. Prof. Alexandrov ist in diesem Gebiet sehr bekannt und konnte daher sehr viel von eigenen Fällen erzählen. Die readings waren vom Aufwand her gering und die Klausur in Ordnung.

 

6)    International Arbitration – Prof. Crook – 2 Credits

Im Gegensatz zu “Investment Law & Arbitration“ hat dieser Kurs „Commercial Arbitration“, d.h. Schiedsverfahren zwischen zwei Privaten (Handelsschiedsgerichtsbarkeit), behandelt. Der Kurs war sehr typisch für eine amerikanische Vorlesung, da man sehr viele Fälle lesen musste. Prof. Crook hat zum Beispiel über den Verlauf eines Verfahrens und die Befragung von Zeugen gesprochen. Während man in „Investment Law & Arbitration“ mehr über materielle Schutzstandards (Meistbegünstigungsgrunsatz / Schutz vor Enteignung oder eigentumsbeeintächtigenden Maßnahmen / Standard der fairen und gerechten Behandlung) geredet hat, war der Schwerpunkt dieser Vorlesung eher auf dem „prozessualen Aspekt“ der Schiedsgerichtsbarkeit. Der Kurs war nicht viel Aufwand und die Klausur sehr leicht. Thematisch waren jedoch andere Vorlesungen interessanter.

 

d)    Klausuren

Es ist mir wichtig zu betonen, dass niemand (!), der für die GW genommen wurde, Angst vor den Prüfungen haben muss. Die Ergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass sogar sehr gute Noten möglich sind.

 

e)    Bücher

 

Da jeder Kurs readings hat, braucht man genau das Buch, welches der Professor festlegt. In fast allen meiner Kurse waren es sogar zwei Bücher pro Kurs. Die Bücher sind teils sehr teuer. So hätte ich für eines meiner Bücher, um es auszuleihen (!!), $ 250 gezahlt. Andere dagegen hat man für $ 20 bekommen. Man kann sich die Bücher entweder im Store der Universität kaufen oder ausleihen oder schaut im Internet, ob man es billiger findet.

Ich persönlich hatte kein einziges Buch, sondern habe mit den Büchern in der Bibliothek gearbeitet. Man kann sich die Seiten auch scannen. Sollte dies gemacht werden, empfehle ich jedoch ein Buch mit in die Klausur mitzunehmen. Man kann hierzu die ältere Auflage in der Bibliothek ausleihen!

 

f)      Sport

Als Student der GW Law School hat man mit seiner Karte auch kostenlosen Zutritt zum „Lerner Health & Wellness Center“, welches nur ein paar Minuten von der Law School entfernt ist. Das Center bietet ein Fitness, einen Basketball Court, eine Laufbahn und sogar Squash Glascourts. Darüber hinaus hat die GW den „Mount Vernon Campus“, einen zweiten Campus, der mit kostenlosen Shuttles von der Universität aus leicht zu erreichen ist. Auf diesem zweiten Campus sind noch mehr sportliche Möglichkeiten geboten.

 

g)    Veranstaltungen

 

Aus meiner Sicht sollte man versuchen, alles mitzunehmen. Die GW bietet unglaublich viele Veranstaltungen an. Damit meine ich nicht nur die Law School, sondern alle Fakultäten. Insbesondere die Fakultät für „International Affairs“ hatte sehr interessante „Speaker“, wie zum Beispiel den französischen Botschafter. Darüber hinaus sprechen an der Georgetown University öfters bekannte Politiker.

 

5.     Reisen

Wenn man schon mal in den USA ist, sollte man auf jeden Fall auch reisen. Zwar ist das Studium an der GW Law School anstrengend, jedoch bleibt dafür genug Zeit. Problematisch ist, dass wir (meines Wissens nach war dies auch die letzten Jahre so) montags und freitags vormittags verpflichtende Vorlesungen hatten. Reisen sollte man daher: 1) Vor dem Semester 2) Labor Day Weekend 3) Thanksgiving 4) Nach dem Semester. Ich persönlich war vor dem Semester in New York, bin von dort mit dem Bus nach Washington in unter fünf Stunden und war über das Labor Day Weekend erneut mit dem Bus in New York. Während des Semesters habe ich über ein Wochenende mit Freunden ein Haus in Virginia Beach gemietet, was sehr zu empfehlen ist, und war nach meinem Semester für zwei Wochen in San Diego, LA und (über Silvester) Las Vegas.

Mit dem Bus sind New York, Philadelphia und Baltimore gut und günstig zu erreichen. Darüber hinaus gibt es eine stündliche Flugverbindung zwischen Washington und Boston.

 

6.     Washington D.C. als Stadt

Aus meiner Sicht ist Washington D.C. eine tolle Stadt, die unglaublich viel zu bieten hat, sodass für jeden etwas dabei ist. Die meisten Museen sind kostenlos und ermöglichen es, die Geschichte Amerikas besser kennenzulernen. Von den Museen hat mir hat mir das „National Museum of African American History and Culture” am besten gefallen. Ebenfalls empfehlenswert sind das Newseum, welches meiner Meinung nach bald schließt, die Renwick Gallery, die National Potrait Gallery sowie das American Art Museum. Als Stadtteil finde ich Georgetown, welcher in der Nähe der Uni ist, sehr charmant. Zudem ist der Rock Creek Park, der vom ISH zu Fuß erreichbar ist, sehr sehr schön!

 

7.     Highlights

Im Folgenden nenne ich noch meine persönlichen Highlights und Gründe, weshalb ein Semester an der GW eine sehr gute Entscheidung ist.

 

a)    Weltbank

 

Im November habe ich für eine Woche bei der „Law, Justice & Development Week“, die jährlich von der Weltbank ausgerichtet wird, geholfen. Dies hat mir die Möglichkeit gegeben, mit Supreme Court Richtern verschiedener Länder zu reden sowie interessante Veranstaltungen zu besuchen. Da ich Kurse im internationalen Recht gewählt habe, die oft die Weltbank und den Internationalen Währungsfond thematisiert haben, war es entsprechend faszinierend, für eine Woche selbst in der Weltbank mehr oder weniger „zu arbeiten“. Aus meiner Sicht etwas, das Washington einzigartig macht. Zumal in mehreren meiner Vorlesungen Mitarbeiter der Weltbank als Gastdozenten eingeladen wurden.

 

b)    ISH

Das ISH war das Beste an Washington für mich persönlich. Mit knapp 100 Menschen in einem Wohnheim wird es einem einfach nie langweilig.  Die Events (wir Augsburger haben selbst ein Oktoberfest organisiert) waren sowohl kulturell, als auch kulinarisch bereichernd. Das Haus sieht aus wie Hogwarts!

 

c)     Arbeit im ISH

Zudem kann man im ISH am „Front Desk“, der vergleichbar mit einer Rezeption in einem Hotel ist, arbeiten. Für jeden Monat können sich alle RA´s (Resident Asssistents), die am Front Desk arbeiten, für gewisse Zeiten bewerben. Man kann sich immer für 4 Stunden am Stück bewerben. Von der Arbeit her muss man hauptsächlich die Tür öffnen und das Telefon bedienen, wobei die Arbeit sehr überschaubar ist. Hinsichtlich der Bezahlung sieht es so aus, dass man nicht bezahlt wird, sondern die Miete lediglich verringert wird. Ich konnte mir dadurch monatlich knapp 400 € sparen. Sollte Interesse daran bestehen: Einfach am Front Desk fragen!

 

8.     Schlussbemerkung

Solltet ihr noch unbeantwortete Fragen haben, könnt ihr mir gern per Email (benedikt.deeg@gmail.com) oder auf Facebook schreiben.

 

Ich wünsche jedem viel Erfolg für seine Bewerbung und beneide jeden, der in Washington genommen wird/wurde, für die Zeit, die er noch vor sich hat!

 

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