Organisatorisches

Um zielstrebig studieren und die Studiengangsfristen einhalten zu können, sollten sich die Studierenden bereits in den ersten drei Semestern anhand des Studienprogramms orientieren, welche Ausbildungsangebote in den einzelnen Schwerpunkten bestehen und in welche Richtung ihre eigene berufliche Orientierung gehen soll. Dazu kann das Pflichtpraktikum beitragen. Spätestens im vierten Semester ist ein Schwerpunkt zu wählen. Die Wahl erfolgt durch die erste Anmeldung zu einer Schwerpunktprüfung. Ein späterer Wechsel des Schwerpunktes ist nur unter Verlust der bisher im ursprünglich gewählten Schwerpunkt erbrachten Leistungen möglich, sofern nicht eine Leistung zugleich Bestandteil des neuen Schwerpunktes ist.

Unternehmen und Management

Der Schwerpunkt "Unternehmen und Management" vermittelt den Studierenden Methoden und Kenntnisse im Bereich der strategischen Unternehmensführung und der Mitarbeiterführung. Die Ausbildung zeigt auf, wie betriebliche Strukturen das strategische Verhalten im Unternehmen und den Unternehmenserfolg beeinflussen können und zu einer Steigerung des shareholder value beitragen. Der Schwerpunkt vermittelt, wie Unternehmen sich erfolgversprechend auf dem Markt positionieren, Produkte und Leistungen mit Hilfe eines geeigneten Marketings gewinnbringend vermarktet werden und Wettbewerbsvorteile langfristig erzielt werden können. Ferner behandelt der Schwerpunkt die zentralen Entscheidungen im Unternehmen und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensführung. Der Schwerpunkt bereitet ferner auf Tätigkeiten im strategischen Marketing vor. Neben leitenden Tätigkeiten im Unternehmen im Managementbereich, der Personalabteilung oder im Bereich Compliance ist eine Ausrichtung als Unternehmensberater oder Personalberater gleichfalls denkbar.

Wirtschaftsregulierung und Schutz der Umwelt

Marktversagen, ökonomische und andere gesellschaftliche Zielsetzungen machen vielfach ein wirtschaftspolitisches Eingreifen auf der Mikroebene, d.h. bei Märkten und Unternehmen, erforderlich. Zu den Bereichen, in denen dies besonders bedeutend ist, zählen u.a. der Telekommunikationssektor, Banken und Versicherungen, die Medienbranche, die Energieversorgung, der Schutz der Umwelt, aber auch die freien Berufe, das Gewerbe und das Handwerk. Der Schwerpunkt verbindet die ökonomische und die juristische Denkweise und Analyse, um die Studierenden in den angesprochenen Feldern zu einem angemessenen Problemverständnis und Lösungsverhalten zu qualifizieren. Denkbare Einsatzorte nach dem Studium sind neben Verbänden sowohl die mit Regulierung befasste staatliche Verwaltung als auch die der Regulierung unterliegenden Unternehmen ebenso wie entsprechend spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien und Unternehmensberatungen.

Banken, Kapitalmarkt und Finanzmanagement

Kenntnisse über Finanzierungsformen, welche über die klassische Kreditaufnahme hinausgehen, sind für eine professionelle Unternehmensführung unabdingbar. Die vielfältigen Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung reichen mittlerweile weit über die klassische Eigen- oder Fremdfinanzierung hinaus und stellen die Unternehmen vor schwierige Entscheidungen. Gerade bei den neuartigen alternativen Finanzierungsinstrumenten gehen dabei rechtliche und betriebswirtschaftliche Überlegungen Hand in Hand. Diese Interdependenzen erstrecken sich über viele Gebiete des Finanzmanagements wie beispielsweise auch Unternehmensbewertungen oder Unternehmensübernahmen. Der Schwerpunkt Banken, Kapitalmarkt und Finanzmanagement vertieft rechtliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse im Rahmen des Bachelorstudiums. Ein besonderes Gewicht wird hierbei auch auf die gesellschafts- und kapitalmarktrechtlichen Zusammenhänge gelegt, wie sie im Wertpapierhandelsgesetz und im Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz zu Tage treten. In diesem Zusammenhang sind auch die europäischen Vorgaben aufzuzeigen, die zu zahlreichen neuen Pflichten für das Unternehmensmanagement führen. Der Schwerpunktbereich deckt Fragestellungen ab, die für alle Unternehmen von Bedeutung sind; besonders zu empfehlen ist er für Studierende, die später in den Bereichen Investment-Banking, Compliance (bzw. Controlling), Mergers and Aquisition oder auch dem Consulting tätig werden möchten.

Steuern und Wirtschaftsprüfung

Dieser Schwerpunktbereich verknüpft steuerjuristische Lehrinhalte mit dem Gebiet der Prüfung, Rechnungslegung und der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre. Er bietet eine optimale Basis für eine spätere Berufsqualifikation als Steuerberater/in oder Wirtschaftsprüfer/in. Materielles Ertragssteuerrecht und Steuerverfahrensrecht gehören ebenso in den Lehrplan wie die Grundlagen der Bilanzpolitik , das Controlling bis hin zur Bilanzierung international agierender Unternehmen. Der Schwerpunktbereich vermittelt ein Verständnis für die Anforderungen an Steuergestaltung und Rechnungslegung, die komplexe wirtschaftliche Abläufe in einem globalen Umfeld an den Unternehmer stellen. Der Einsatzbereich der Absolventen liegt damit in einer interdisziplinären steuerorientierten Beratung sowie in der Prüfung von Unternehmen jedweder Größe und Ausrichtung. Mit den erworbenen Kenntnissen sind sie sowohl zu einer Tätigkeit auf der Beraterseite (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater) als auch unmittelbar im Unternehmen (z.B. Steuer- oder Rechtsabteilung) befähigt. Die Ausbildung im Schwerpunktbereich "Steuern und Wirtschaftsprüfung" des Bachelorstudiengangs bietet ferner eine hervorragende Grundlage für eine spätere Vertiefung steuer- und prüfungsspezifischen Wissens im Masterstudium.

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