Foto von Herrn Prof. Dr. Becker, dem wissenschaftlicher Mitarbeiter Assessor Raimund Anwald und acht Augsburger Studierenden an dem jährlichen Internationalen Seminar zur Rechtsgeschichte in Posen, die vor dem Schloss Gułtowy stehen.
Foto von Leander Reiser © Universität Augsburg

 

Vom 26. bis 29. Mai 2026 nahmen Prof. Dr. Christoph Becker und wissenschaftlicher Mitarbeiter Assessor Raimund Anwald gemeinsam mit elf Augsburger Studierenden an dem jährlichen Internationalen Seminar zur Rechtsgeschichte teil. Das Seminar führt in jedem Sommer Studierende mitsamt ihren Professoren aus 6 europäischen Ländern zusammen. Der diesjährige Titel lautete: „The Historical Argument in the Interpretation of Private Law“. Als Veranstaltungsort diente das zur Adam-Mickiewicz-Universität Posen gehörende Schloss Gułtowy. Insgesamt beteiligten sich sieben Universitäten (Augsburg, Brünn, Budapest, Pisa, Posen, Thessaloniki und Warschau) an der Tagung.

Die Studenten diskutierten zusammen mit ihren akademischen Lehrern über die Entwicklung des Privatrechts und die besondere Bedeutung historischer Argumente. Dabei präsentierten vier Augsburger Studierende aus dem Grundlagen- und Schwerpunktseminar des Wintersemesters 2025/2026 im Rahmen eines 15-minütigen Vortrags ihre Forschungsergebnisse.

Es wurde deutlich, dass die geschichtliche Entwicklung hilft, den Hintergrund, die Entstehung und den ursprünglichen Zweck eines Gesetzes zu verstehen. Insbesondere bei der Rechtsfortbildung und der Auslegung einer Norm kann der Blick in die Vergangenheit wertvolle Erkenntnisse liefern. Die Diskussionen zeigten zudem, dass viele europäische Länder dieselben Grundlagen – insbesondere das römische Recht – nutzen. Das erleichtert die Kommunikation unter Juristen aus verschiedenen Rechtsordnungen.  

 

Im kommenden Jahr wird Augsburg vom 18. bis 21. Mai 2027 Gastgeber der Konferenz unter dem Titel „Developing legal orders as systems“ sein.

 

Video der Veranstaltung vom Mai 2026: https://www.youtube.com/watch?v=V3Su83KWJZ8

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