Akademischer Werdegang
Kurzporträt
Seit dem 1. April 2026 ist Frau JunProf. Dr. Laura Jung, M.Jur. (Oxford), Maîtr. en droit (Paris II) Inhaberin der Juniorprofessur für Öffentliches Recht. Die Forschungsschwerpunkte von Frau JunProf. Dr. Jung liegen im deutschen und vergleichenden Verfassungs- und Verwaltungsrecht, insbesondere im Bereich des Wahl- und Parlamentsrechts sowie der Plattformregulierung. An der Juristischen Fakultät wird sie die Lehre im öffentlichen Recht unterstützen.
Frau JunProf. Dr. Jung studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Passau, Berlin (HU), Paris II (Panthéon-Assas) und Oxford und wurde an der HU Berlin mit einer Arbeit zur Wissenschaftsgeschichte der Verfassungsvergleichung promoviert. Nach dem Referendariat war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, wo sie in einem interdisziplinären, historisch-juristischen Projekt tätig war. Ab dem Wintersemester 2021/22 war sie zudem Lehrbeauftragte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Im Sommersemester 2024 verbrachte Frau JunProf. Dr. Jung einen Forschungsaufenthalt an der Universidade Federal de Minas Gerais in Belo Horizonte, Brasilien, und war als DAAD-Gastdozentin an der Universidade Federal de São Paulo tätig.
| Seit 04/2026 | Juniorprofessorin für Öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg |
| 2023 | Annahme als Habilitandin an der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, positive Zwischenevaluation 2025 |
| 2021-2026 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, im Projekt ‚Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie‘ (Leitung: Prof. Dr. Christian Walter/Prof. Dr. Andreas Wirsching) |
| 04-05/2024 | DAAD-Gastdozentur an der Universidade Federal de São Paulo (USP), Brasilien |
| 03/2024 | Forschungsaufenthalt an der Universidade Federal de Minas Gerais (UFMG), Belo Horizonte, Brasilien |
| 08/2021 |
Promotion zum Dr. iur., Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Erstgutachterin: Prof. Dr. Anna-Bettina Kaiser, Zweitgutachter: Prof. Dr. Christoph Möllers) |
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Dissertationsschrift: „Verfassungsvergleichung als Postulat? Eine deutsch-französische Wissenschaftsgeschichte seit 1870“ ausgezeichnet mit Redeker-Preis der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität, dem Prix international der Deutsch-Französischen Hochschule für die Dissertation, Druckkostenzuschuss der Geschwister Boehringer Ingelheim Stiftung für Geisteswissenschaften |
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| 11/2020 | Zweite Juristische Prüfung in Berlin |
| 2018-2020 | Referendariat am Kammergericht Berlin, mit Stationen im Bundesministerium der Justiz und im Bundeskanzleramt |
| 07/2015-06/2019 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts (Prof. Dr. Anna-Bettina Kaiser), Humboldt-Universität zu Berlin |
| 11/2017-01/2018 | Forschungsaufenthalt an der École du droit de la Sorbonne, Paris |
| 08/2017 | Forschungsaufenthalt an der Princeton University |
| 2014-2015 |
Masterstudium an der University of Oxford, Abschluss: Magister Juris |
| Studienförderung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes und den DAAD | |
| 2014 | Erste Juristische Prüfung in Berlin (Absolventenpreis), Maîtrise en droit in Paris |
| 2009-2014 | Studium an den Universitäten Passau, Berlin (HU) und Paris II (Panthéon-Assas) |
| Studienförderung durch das Max-Weber-Programm Bayern und die Studienstiftung des deutschen Volkes |
Mitgliedschaften und universitäre Selbstverwaltung
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Auswahlkommission der Studienstiftung des deutschen Volkes (Studienförderung, seit 2023)
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Deutscher Hochschulverband
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Mitglied der Berufungskommission (Mittelbauvertreterin) zur Besetzung einer auf fünf Jahre befristeten W2-Professur für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien (Humboldt-Universität zu Berlin)
Lehrveranstaltungen
| Kurs | Heimateinrichtung | Dozent | Semester | Typ | Sprache |
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Veröffentlichungen
- Verfassungsvergleichung als Postulat. Eine deutsch-französische Wissenschaftsgeschichte seit 1870 (= Grundlagen der Rechtswissenschaft, Bd. 44), Tübingen (Mohr Siebeck) 2022, xx + 333 S., besprochen von Michael Hempelmann, Revue de l’IFHA [Online], 02.12.2023
- Zur Reichweite der parlamentarischen Ordnungsgewalt bei ‚digitalen Zwischenrufen‘. Parlamentarische Ordnungsmaßnahmen vor dem Hintergrund von Grund und Grenzen des Rederechts, in: Patrick Hilbert/Julian Krüper/Arne Pilniok (Hrsg.), Die Organisationsverfassung der Parlamente, Tübingen (Mohr Siebeck) 2026 (18 Manuskriptseiten), im Erscheinen.
- Regulatory Pitfalls with Old and New Intermediary Powers, in: Michael W. Müller/Hannes Beyerbach (Hrsg.), European Platform Regulation – Foundations and Perspectives, Heidelberg (Springer) 2026 (16 Manuskriptseiten), im Erscheinen.
- Ein Leben für die Politik. Frieda Nadig (1897–1970), in: Jörn Lüdemann/Dana-Sophia Valentiner (Hrsg.), Die Mütter des Grundgesetzes, Göttingen (V&R) 2026, (16 Manuskriptseiten), im Erscheinen.
- Kontroverse Richtungsentscheidungen in Rundfunk und Medien. Kommentar zu den Beiträgen von Frank Bösch und Albert Ingold, in: Christian Walter/Andreas Wirsching (Hrsg.), Kontroverse Richtungsentscheidungen in der Politik, Tübingen (Mohr Siebeck) 2026, 111–120.
- Art. Frieda Nadig, in: Historische Kommission (Hrsg.), Neue Deutsche Biographie, 2025, online.
- Kommentierung von § 1 Abs. 1 BWahlG, in: Fabian Michl (Hrsg.), NomosKommentar Wahlrecht, Baden-Baden (Nomos), 2025, 120–159, und auf Beck Online, im Erscheinen.
- § 8. Digitale Souveränität, in: Till Patrik Holterhus/Ferdinand Weber (Hrsg.), Handbuch Europäische Souveränität, Tübingen (Mohr Siebeck) 2024, 291–312.
- Allgemeinverfügung oder Rechtsverordnung? Möglichkeiten und Grenzen der verwaltungsbehördlichen Handlungsformenwahlfreiheit, Die Verwaltung 56 (2023), 483–516 (gemeinsam mit B. Ernst).
- Personalisierter Wahlkampf in der repräsentativen Demokratie. Für eine Perspektiverweiterung auf Probleme des politischen Microtargeting, JöR n. F. 71 (2023), 285–308.
- Parlamentarische Obstruktion und Selbstschutz des Parlaments, JöR n. F. 71 (2023), 21–56.
- Auf Befehl der Besatzer? Das Nachkriegswahlrecht zur Bayerischen Verfassunggebenden Landesversammlung zwischen demokratischem Ideal und alliierter Kontrolle, in: Martin Löhnig/Fabian Michl (Hrsg.), Verordnete Demokratie – Die Nachkriegswahlen 1946/47, Göttingen (V&R unipress) 2023, 17–33.
- Schutz der Demokratie durch inhaltsneutrale Regulierung digitaler Medien – Das Beispiel der Hassrede auf Messenger-Diensten, DÖV 2023, 141–150.
- Wahlprüfungsentscheidungen des Parlaments in eigener Sache? Die Perspektive des europäischen regionalen Menschenrechtsschutzes, Zeitschrift für Parteienwissenschaften (MIP) 2022, 408–414
- Rechtsvergleichung, in: Matthias Kötter u. a. (Hrsg.), Rechtsstaatsförderung. Handbuch für Forschung und Praxis, Stuttgart (Kohlhammer) 2022, 289–295
- Berlin, in: Roman Kaiser/Fabian Michl (Hrsg.), Landeswahlrecht. Wahlrecht und Wahlsystem der deutschen Länder, Baden-Baden (Nomos) 2020, 145–166
- Critical Legal Studies and Comparative Constitutional Law, in: Rainer Grote/Frauke Lachenmann/Rüdiger Wolfrum (Hrsg.), Max Planck Encyclopedia of Comparative Constitutional Law, Oxford 2017 (gemeinsam mit M. Bönnemann)
- Rezension zu Martini, Stefan, Vergleichende Verfassungsrechtsprechung. Praxis, Viabilität und Begründung rechtsvergleichender Argumentation durch Verfassungsgerichte, Der Staat 58 (2019), S. 488–490
- Wahlwerbung im digitalen Zeitalter, Akademie Aktuell 2023, Heft 3, 28–31
- Wahlprüfungsentscheidungen des Parlaments in eigener Sache?: Die Perspektive des europäischen regionalen Menschenrechtsschutzes, VerfBlog, 31.10.2022, DOI: 10.17176/20221031-095951-0 (Parallelveröffentlichung zu MIP 2022, 408–414)
- Moderation der Podiumsdiskussion „Klimaschutz und Wohlstand. Wie entscheiden wir über unsere Zukunft?“ unter Mitwirkung von Prof. Dr. Clemens Fuest (VWL, LMU München/ifo-Institut), Prof. Dr. Ann-Katrin Kaufhold (Jura, LMU München), Prof. Dr. Elke Seefried (Geschichtswissenschaft, RWTH Aachen) und Prof. Dr. Astrid Séville (Politikwissenschaft, TU München)
- Panel-Diskutantin bei der Podiumsdiskussion „Losen statt wählen: The next step of Democracy?“, 21.05.2022, Gesellschaftspolitisches Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn
- Desinformation vor Wahlen – gefährdet Desinformation die Demokratie?, Podcast, Interview mit Prof. Dr. Tristan Barczak (Universität Passau) unter Mitwirkung von Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (LMU München), 01.09.2021
- Listenplatz trotz Ämtersperre: Warum das Wahlrecht späte Listenänderungen zu Recht verhindert, VerfBlog, 23.08.2021, DOI: 10.17176/20210823-233237-0
- A Constituent Assembly Only in Name? Part I on Venezuela’s Constituent Assembly, VerfBlog, 23.11.2017, DOI: 10.17176/20171124-095516
Vorträge
| 23.02.2026 | „Wahlbeeinflussungen in ‚alten‘ und ‚neuen‘ Medien und die Integrität demokratischer Wahlen“, Vortrag auf dem Panel ‚Neue‘ Medien und Demokratie, Abschlussveranstaltung des Projekts ‚Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie‘, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München |
| 01.08.2025 | Rules for regulators? On legislating, judging, and classifying disinformation, Varieties of Constitutionalism 2.0 Workshop, INSPER São Paulo/online |
| 28.03.2025 | „Parlamentarische Ordnungsmaßnahmen im Lichte von Grund und Grenzen des Rederechts“, Treffen des Arbeitskreises Organisationsverfassungsrecht (Prof. Dr. Patrick Hilbert/Prof. Dr. Julian Krüper/Prof. Dr. Arne Pilniok), Berlin |
| 21.03.2025 | „Parlamentarismus und Öffentlichkeit“, Impulsvortrag beim Workshop der Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien e.V. in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin, ‚Parlamentarische Repräsentation in der Krise. Was können Historiker zur aktuellen Debatte beitragen?‘, München |
| 19.11.2024 | «Le discours autour d’une résilience parlementaire en Allemagne (mécanismes, acteurs, exemples de projets réalisés et envisagés) », Cycle de rencontres ‘Après les élections législatives : L’avenir de l’organisation parlementaire en France – réflexions comparées franco-allemandes’, Université Toulouse Capitole, Institut Maurice Hauriou, en collaboration avec l’Association française de droit constitutionnel, en ligne |
| 19.09.2024 | “Regulatory Pitfalls with Old and New Intermediary Powers”, Conference on ‘Foundations and Perspectives of European Platform Regulation’, Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Michael Müller, LL.M. [Cantab.], PD Dr. Hannes Beyerbach), Heidelberg |
| 12.03.2024 | Comment, Book Panel on „Constitutional Erosion and the Rule of Law in Brazil“, V. Congresso Internacional de Direito Constitucional e Filosofia Política ‚Igualidade e o Estado de Direito‘, Faculdade de Direito da Universidade Federal de Minas Gerais, Belo Horizonte, Brazil |
| 11.03.2024 | Comment, Book Panel on „Illiberal Constitutionalism and Beyond“, V. Congresso Internacional de Direito Constitucional e Filosofia Política ‚Igualidade e o Estado de Direito‘, Faculdade de Direito da Universidade Federal de Minas Gerais, Belo Horizonte, Brazil |
| 29.02.2024 | Kommentar in der Sektion „Kultur. Rundfunk und Medien“ mit Vorträgen von Prof. Dr. Albert Ingold und Prof. Dr. Frank Bösch, interdisziplinäre Tagung ‚Kontroverse Richtungsentscheidungen‘, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München |
| 27.02.2024 | Comment on Clara Iglesias Keller/Diego Werneck Arguelhes, Courts and election disinformation, Varieties of Constitutionalism at a Crossroads, Concluding Project Workshop, Online and at FGV Rio de Janeiro, Brazil |
| 25.05.2023 | „Kritik an rechtlichen Vergleichspraktiken als Lernerfahrung“, Interdisziplinäre Tagung ‚Potenziale des Komparativen‘, Sonderforschungsbereich ‚Recht und Literatur‘, Universität Münster |
| 30.03.2023 | Vortrag zur Größe des Bundestags als rechtlichem Problem beim Workshop zum NomosKommentar Wahlrecht, Universität Leipzig |
| 04.11.2022 | „Personalisierter Wahlkampf in der repräsentativen Demokratie“, Workshop ‚Öffentliches Recht in der fragmentierten Gesellschaft‘, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München |
| 10.06.2022 | „Verflochtene Verfassungsgeschichten: Zu Chancen und Herausforderungen der verflechtungsgeschichtlichen Methode für die Verfassungsgeschichte“, Tagung zum Thema ‚Tradition und politische Verwendungen der Verfassungsgeschichtsschreibung‘, Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales und Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Frankfurt am Main |
| 23.04.2022 | „Digitale Souveränität“, Workshop ‚Europäische Souveränität. Perspektiven zur inneren und äußeren Selbstbehauptung der Europäischen Union‘, Leuphana-Universität Lüneburg |
| 04.02.2022 | Digitale Medienkonvergenz vor Wahlen, Workshop ‚Digitalisierte Demokratie‘, Center for Advanced Internet Studies, Bochum |
| 08.11.2021 | „Auf Befehl der Besatzer? Das Nachkriegswahlrecht zur Bayerischen Verfassunggebenden Landesversammlung zwischen demokratischem Ideal und alliierter Kontrolle“, Tagung ‚Verordnete Demokratie‘ an der Universität Regensburg |
| 15.06.2019 | „A Franco-German History of Comparative Constitutional Law since 1870“, Jahrestagung des Arbeitskreises für Überseeische Verfassungsvergleichung 2019, Goethe-Universität Frankfurt a. M. |
| 15.11.2018 | „A Franco-German History of Comparative Constitutional Law since 1870“, Second International Conference for Young Scholars of the European Law School, Humboldt-Universität zu Berlin |
| 09.06.2018 | „Vom Vergleichsobjekt zum Vergleichssubjekt? Verfassungsgerichte im Vergleich“, Vortrag auf dem 13. deutsch-französischen Doktorandenseminar zur Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht, Völker- und Europarecht in Reims, Frankreich |
| 13.10.2017 | „A Constituent Assembly Only in Name? The Case of Venezuela“, Vortrag im Workshop „The Rise of Authoritarian Constitutionalism: Empirical and Normative Perspectives“, Program in Law and Public Affairs (LAPA), Princeton University, USA |
| 08.06.2017 | Kommentar zum „Beitrag zur Legitimationstheorie des EGMR durch eine Rekonstruktion der Margin-of-Appreciation-Doktrin“ auf dem 12. deutsch-französischen Doktorandenseminar zur Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht, Völker- und Europarecht in Heidelberg |