Das Future Transmission Lab
Das Future Transmission Lab
Das Future Transmission Lab ist eine interdisziplinäre Forschungsinitiative von Amprion zu Zukunftsaspekten des Übertragungsnetzes. Dessen beschleunigter Umbau zu einem Klimaneutralitätsnetz wirft zahlreiche neue Fragen auf. Um sie zu beantworten, ist ein enger Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis nötig. Das Future Transmission Lab fördert diesen Austausch sowie wissenschaftliche Projekte an sieben Lehrstühlen.
Link zum Future Transmission Lab: https://www.futuretransmissionlab.de/
Amprion
Amprion ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland. Betreiber von Übertragungsnetzen haben gem. § 12 EnWG die Aufgabe die Energieübertragung durch das Netz zu regeln und zu einem sicheren und zuverlässigen Elektrizitätsversorgungssystem beizutragen. Das deutsche Übertragungsnetz, das aus dem Höchstspannungsnetz (> 110 kV) besteht, umfasst eine Länge von ca. 38.000 km und ist die Lebensader unserer Gesellschaft. Höchstspannungsleitungen von Amprion transportieren den Strom für 29 Millionen Menschen in einem Gebiet von der Nordsee bis zu den Alpen. Ziel ist es das Netz stabil und sicher zu halten und gleichzeitig den Weg für ein klimaverträgliches Energiesystem zu bereiten.
Link zur Homepage von Amprion: https://www.amprion.net/
Aktuelle Meldungen zum Future Transmission Lab
Doktorandenworkshop zur interdisziplinären Zusammenarbeit am 27. November 2025 in Dortmund
Am Donnerstag, den 27. November 2025 lud Amprion die Doktoranden des Future Transmission Labs zu einem Doktorandenworkshop nach Dortmund in die Amprion-Zentrale ein. Ziel war es gemeinsam die Herausforderungen beim interdisziplinären Forschen zu identifizieren und gemeinsam Maßnahmen zu erarbeiten, um diesen wirksam zu begegnen und eine gute Zusammenarbeit zu erreichen. Durch weitere Fachvorträge von Amprion und die Vorstellung der Forschungsergebnisse durch die Doktoranden wurde der Tag sehr kurzlebig. Abgerundet wurde die Tagesveranstaltung durch den Besuch eines Escaperooms und ein gemeinsames Abendessen in gemütlicher Atmosphäre.
Behördenworkshop von Prof. Kment am 12. November 2025 in Dortmund
Am Mittwoch, den 12. November 2025 führte Prof. Kment im Rahmen der Forschungskooperation mit Amprion den 2. Workshop mit Behörden und Wissenschaft in der Amprion-Zentrale in Dortmund durch. Unter dem Thema „Neue Herausforderungen der Netzinfrastruktur“ diskutierten Vertreter aus Wissenschaft und Praxis in einem ersten Themenblock über den Schutz kritischer Infrastrukturen im Krisenfall. Nachmittags standen sodann die Herausforderungen für Mensch, Natur und Netz durch die Energiewende im Fokus der Diskussion. Ein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Guido Hermeier von Amprion, der zusammen mit Herrn Prof. Kment die Diskussionen zu den einzelnen Themenblöcken routiniert moderierte.
Amprion Innovators Summit am 17. September 2025 in Berlin
Am Mittwoch, den 17. September 2025 veranstaltete Amprion im Rahmen des Future Transmission Labs den Energy Innovators Summit im Spreespeicher in Berlin. Zusammen mit führenden Expert*innen aus Wissenschaft, Technik und Praxis konnten hier Studierende und Doktorand*innen Lösungsansätze für eine erfolgreiche Energiewende erarbeiten und diskutieren. Prof. Kment, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Future Transmission Labs, entsandte dafür Frau Anna Weininger und Herrn Torben Buck als Expert*innen. Frau Anna Weininger erörterte die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Schaffung von Akzeptanz bei den durch den Netzausbau betroffenen Bürger*innen. Anschließend referierte Herr Torben Buck, wie Künstliche Intelligenz als Gamechanger zur Optimierung der Netzplanung und des Netzausbaus insbesondere hinsichtlich des Umwelt- und Ressourcenschutzes eingesetzt werden kann. Gemeinsam mit den beiden Referent*innen wurde die Universität würdig durch zehn engagierte Teilnehmer*innen aus den Reihen der Studierenden und Beschäftigten vertreten.
Behördenworkshop von Prof. Kment am 12. November 2024 in Dortmund
Am 12. November 2024 organsierte Prof. Kment im Rahmen der Forschungskooperation mit Amprion in Dortmund einen Behördenworkshop zum Thema „Chancen, Risiken und Herausforderungen für den Netzausbau aus der Umsetzung der RED-III-Richtlinie“. Neben Einblicken in das Gesetzgebungsverfahren zur RED-III-Richtlinie durch Vertreter aus den federführenden Bundesministerien wurden auch Praxisfragen rund um die Umsetzung der RED-III-Richtlinie diskutiert.
Doktorandenwoche des Future Transmission Labs im Juni 2024
Vom 10. - 13. Juni 2024 lud Amprion zehn Doktoranden verschiedenster Forschungsrichtungen im Rahmen des Future Transmission Labs nach Dortmund ein. Vier Tage lang hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, intensiv und mit großem Praxisbezug zu diskutieren und sich auszutauschen. Herr Prof. Dr. Martin Kment, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Future Transmission Labs, entsandte Herrn Torben Buck und Frau Anna Weininger.
Amprion Innovationssymposium am 25.08.2023 in Essen
Am 25. August 2023 lud Amprio zum Innovationssymposium auf Zeche Zollverein in Essen ein. Mit Partner*innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutierte der Übertragungsnetzbetreiber über innovative Lösungen für das Stromnetz der Zukunft und den Weg zur Klimaneutralität. Ein Highlight des Symposiums war der offizielle Start des Future Transmission Lab, dem auch Professor Martin Kment angehört. Neben der Vorstellung im Rahmen des Future Transmission Labs war der Lehrstuhl auch in dem das Format einrahmenden Gallery Walk mit Poster und Ansprechpartnerin vertreten.
Publikationen
Kommentar zum Energiewirtschaftsgesetz
In der mittlerweile 3. Auflage erscheint der Kommentar zum Energiewirtschaftsgesetz, von dem Herr Prof. Kment alleiniger Herausgeber ist. In der Zeit von politischen Konflikten und Klimakriese steht das Recht der leitungsgebundenen Energieversorgung mit Strom und Gas fast täglich im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Reform folgt auf Reform. Die juristischen Regulierungsanforderungen werden immer komplexer. Der Kommentar zum Energiewirtschaftsgesetz erörtert dabei die neuen, sowie bekannten Regelungsstrukturen anwendungsbezogen und geht dabei auf sämtliche energiewirtschaftsrechtliche und europäische Fragestellungen gleichermaßen ein.
Künstliche Intelligenz in der Bauleitplanung (zusammen mit Buck), Deutsches Verwaltungsblatt (DVBl) 2025, S.989-998
Künstliche Intelligenz und Algorithmen sind schillernde Gegenwartsbegriffe unserer Zeit. Durch den mit ihnen einhergehenden technischen Fortschritt steht auch die Verwaltung vor einer tiefgreifenden Veränderung ihrer Arbeitsprozesse. Besonders bei komplexen Planungsprozessen, die die Verwaltung immer wieder vor große Herausforderungen stellen, versprechen die Technologien eine wertvolle Unterstützung sein zu können. Wie durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz speziell im Bereich der Bauleitplanung versteckte Potenziale gehoben werden können und was die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür sind, beleuchten Prof. Martin Kment und Torben Buck in ihrem Beitrag „Künstliche Intelligenz in der Bauleitplanung, nachzulesen in Kment/Buck, DVBl. 2025, 989-998.
Kritische Analyse des neuen energiewirtschaftlichen Präferenzraums
In einem gemeinsam in der Zeitschrift „Recht der Energiewirtschaft“ veröffentlichten Beitrag stellen Prof. Martin Kment und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Franziska Maurer das 2022 neu in das Energiewirtschaftsgesetz eingeführte Instrument des Präferenzraums vor und beleuchten dieses kritisch.
Die in § 12c EnWG vorgesehene Ermittlung des Präferenzraums bindet erstmals durch Algorithmen ermittelte Ergebnisse in den Planungs- und Genehmigungsprozess von Netzausbauvorhaben ein. Wenn auch dem Ziel des Gesetzgebers, diese Verfahren zu beschleunigen, zuzustimmen ist, bringt die Gesetzesreform einige rechtliche Probleme – insbesondere auch unionsrechtlicher Art – mit sich. Die ausführliche Analyse findet sich bei Kment/Maurer, Künstliche Intelligenz in der Netzplanung?, RdE 2023, 1.
Ansprechpartner
- Telefon: +49(0)821 598-4535
- Telefon: +49(0)821 598-4538
- Telefon: +49(0)821 598-4536
Kooperationspartner
Haben Sie Interesse an der Kooperation mit Amprion oder einem gemeinsamen Forschungsprojekt, dann wenden Sie sich bitte an die o. a. Ansprechpartner!