Neuerscheinung

Die Bedeutung der Religionen für die Bewältigung aktueller Herausforderungen wird heutzutage von einer wachsenden Zahl politisch Verantwortlicher anerkannt. Ob Armut oder Hunger, Klimawandel oder Bildung – keine der vordringlichen Aufgaben, so die Einschätzung, wird ohne ihre Mitwirkung lösbar sein. Das aktuelle Heft der Reihe „Kirche und Gesellschaft" greift den neuen Stellenwert der Religionen am Beispiel der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) betriebenen Politik auf. Es erläutert die konkrete Relevanz, die ihnen das Ministerium zuschreibt, fragt nach dessen Kriterien für die Einbindung religiöser Akteure in die Entwicklungszusammenarbeit und eruiert die Grenzen bzw. Gefahren einer solchen Kooperation. Das Heft gelangt zu dem Ergebnis, dass die aufgezeigte politische Praxis Ansporn zur Konzeption einer christlichen Entwicklungsethik werden sollte, da entsprechende Beiträge, die auch die Rolle der Religionen thematisieren, bisher kaum existent sind.

 

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