Versuchstierzahlen 2024

Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR veröffentlicht jedes Jahr die Anzahl der in Deutschland eingesetzten Versuchstiere. Dem schließt sich die Medizinische Fakultät Augsburg an.


Bis zur Fertigstellung des neuen Medizincampus ist die Medizinische Fakultät auf Interims-Forschungsflächen angewiesen. Diese Forschungsflächen umfassen im Sigma-Park in Augsburg auch eine kleine Versuchstierhaltung auf 250 Quadratmetern, die im Herbst 2023 in Betrieb gegangen ist. Dort können bis zu ca. 2.500 Mäuse und 400 Ratten gehalten werden, andere Tierarten sind nicht vorgesehen. Neben drei Haltungsräumen stehen drei Laborräume zur Durchführung der Tierversuche zur Verfügung. 


Versuchstierzahlen für das Jahr 2024
Die ersten Tierversuche wurden im Jahr 2024 durchgeführt. Dabei wurden 59 Mäuse und 1 Ratte verwendet und am Ende des Versuchs getötet. Außerdem sind 210 Mäuse und 91 Ratten zu wissenschaftlichen Zwecken getötet worden, um Gewebe und Organe zu entnehmen, beispielsweise um Zellkulturen und Gewebeschnitte für weitere wissenschaftliche Untersuchungen anzulegen.


Was wird mit tierexperimenteller Forschung untersucht?
Die Forschungsprojekte, die im Rahmen eines breiten Methodenspektrums unter anderem auch auf Tierversuche zurückgreifen, bewegen sich im Bereich der Grundlagenforschung. Sie beschäftigen sich z.B. mit der Frage, welche Auswirkungen unsere Ernährung auf das Gehirn hat, wie der Körper die Atmung reguliert oder wie Kreislauf- und Durchblutungsstörungen entstehen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen neue Einsichten über Phänomene erbringen, die den Krankheiten Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit und Krebs zugrunde liegen.


Wie werden die Tiere versorgt?
Ein Team aus Fachtierärzten und speziell ausgebildeten Tierpflegerinnen und -pflegern versorgt die Tiere, sorgt für die Wahrung der tierschutzrechtlichen Aspekte, berät die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Durchführung der Experimente und vertritt sie gegenüber den zuständigen Behörden. 


Weiterführende Informationen:


Tierexperimentelle Forschung an der Universität Augsburg

 

Initiative Tierversuche verstehen

 

Suche