Dissertation von Dr. Theresa Halms ausgezeichnet
Am 13. Februar 2026 wurde der kbo-Innovationspreis Mental Health | Sozialpsychiatrie feierlich an neun Preisträgerinnen und Preisträger verliehen, darunter Dr. Theresa Halms, Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Fakultät Augsburg. Mit der Auszeichnung würdigen die Kliniken Oberbayern kbo alle zwei Jahre herausragende empirische und praxisbezogene wissenschaftliche Arbeiten im Bereich psychische Gesundheit und Sozialpsychiatrie. Der Preis steht für eine Qualitätskultur, die Innovation nicht als Selbstzweck versteht, sondern als Motor für konkrete Verbesserungen in der Versorgung. Ausgezeichnet werden Forschungsprojekte, die wissenschaftliche Exzellenz mit hoher Praxisrelevanz verbinden und ihre Erkenntnisse konsequent auf den Versorgungsalltag ausrichten. Gerade angesichts steigender psychischer Belastungen, wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen und neuer Anforderungen durch die digitale Lebenswelt braucht es innovative Ansätze und den engen Austausch zwischen Forschung und Praxis. Die prämierten Arbeiten greifen aktuelle Themen auf und zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen übersetzt werden können. Auszug aus der Laudatio: Die Dissertation von Dr. Theresa Halms zu den psychischen Belastungen von Gesundheitsfachkräften während der COVID-19-Pandemie stellt einen wissenschaftlich fundierten und zugleich hoch relevanten Beitrag zur Mental-Health-Forschung dar. Auf der Grundlage eines methodisch anspruchsvollen Mixed-Methods-Ansatzes analysiert die Arbeit differenziert die Belastungssituation verschiedener Berufsgruppen und identifiziert sowohl individuelle Schutzfaktoren als auch strukturelle Barrieren in der Nutzung bestehender Unterstützungsangebote. In besonderer Weise zeigt die Arbeit, dass nachhaltige Entlastung nicht durch kurzfristige oder ausschließlich individualbezogene Maßnahmen erreicht werden kann. Vielmehr unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit struktureller Veränderungen, praxisnaher Unterstützungsformate und einer systematischen Entstigmatisierung psychischer Belastungen im Gesundheitswesen. Die Dissertation leistet damit einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Weiterentwicklung von Unterstützungsstrukturen für Gesundheitsfachkräfte und besitzt über den pandemischen Kontext hinaus hohe wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung.