Umweltmedizin hautnah Else Kröner Fellows der Roland Berger Stiftung entdecken Forschung und Praxis am Institut für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit

Wie wirken sich Umweltfaktoren auf unsere Gesundheit aus und wie wird daraus wissenschaftliche Forschung und medizinische Versorgung? Diesen Fragen gingen die Stipendiatinnen und Stipendiaten des von der Else Kröner Fresenius Stiftung geförderten Programms der Roland Berger Stiftung bei einem Besuch am Institut für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit nach.

© Universität Augsburg

Zwei Tage lang tauchten die 18 Teilnehmenden in die Welt der Umweltmedizin ein – angeleitet von Dr. Maria Plaza, Carolin Trost, Nicole Engelbert und Dr. Robin Rohayem. Dabei verfolgten sie, wie Umwelteinflüsse auf den Menschen wirken – von der Exposition über Forschung und Laborarbeit bis hin zur medizinischen Versorgung.

Den Auftakt bildete eine Einführung in die Themen Klimawandel und Gesundheit mit besonderem Schwerpunkt auf klinischer Allergologie. Anschließend wurden im Außenbereich rund um das Institut Pollenproben gesammelt. Im Labor bereiteten die Schülerinnen und Schüler die Proben selbstständig auf, bevor sie diese am folgenden Tag unter dem Mikroskop untersuchten. Dabei erhielten sie einen Einblick in die aerobiologische Forschung und erfuhren, welche Bedeutung Pollen für Allergien und die Umweltmedizin haben.

Den zukünftigen Medizinstudierenden wurde außerdem ein sonst seltener Einblick in die Abläufe, Räumlichkeiten und Lernflächen der medizinischen Fakultät ermöglicht. Mitarbeiter der medizinischen Fakutät führten die Gruppe durch den erst kürzlich eröffneten Medizincampus der Medizinischen Fakultät in Augsburg. Im Anschluss an die Fakultätsführung standen sie außerdem für Fragen rund um das Medizinstudium und die Besonderheiten des Modellstudiengangs in Augsburg zur Verfügung.

Weiter ging es mit der Erkundung der mikrobiellen Umwelt. Mithilfe von Abklatschplatten, die die Schülerinnen und Schüler am Vortag auf unterschiedlichen Oberflächen beprobt hatten, wurden die Mikroorganismen sichtbar, die sich in unseren Umgebungen finden. Anschließend konnten die Fellows unter einer speziellen Kontrolllampe sehen, wie gut sie die hygienische Händesinfektion bereits intuitiv beherrschen und lernen wie diese korrekt durchgeführt wird, eine wichtige klinische Kernkompetenz.

Bei einer Führung durch das modern ausgestattete Forschungslabor des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Forschungsmethoden. Zum Abschluss beantworteten Ärztinnen und Ärzte, wissenschaftliche Mitarbeitende sowie die Direktorin der Hochschulambulanz und Leiterin des Instituts Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann die zahlreichen Fragen, die die Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Berufswege, Forschung, Studium oder dem klinischen Alltag hatten.

Das Seminar bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, Umweltmedizin nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern sie durch praktische Experimente und den direkten Austausch mit Expertinnen und Experten hautnah zu erleben. Vielen Dank an alle Helfer und für die organisatorische Unterstützung von Scarlet Möckel.

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