Forschung

Projekte/Themen

  • Neurobiologie umweltbedingter Stoffwechselerkrankungen
  • Metabolische Encephalopathie / Neuroinflammation
  • Lipiderge Neurotransmitter in neuralen und neuroendokrinen Schaltkreisen

Umweltmedizin (Environmental Health Sciences)

 

Wir greifen am Lehrstuhl das Forschungsthema Umweltmedizin auf, indem wir Expositions- und Reaktionsforschung in Bezug auf physikalische, chemische sowie soziale und ökonomische Stressoren (Umweltfaktoren) an Modellsystemen und Modellorganismen untersuchen.

Diesbezüglich befassen wir uns mit grundlegenden funktionell-morphologischen Fragestellungen, die sich auf Interaktionen zwischen Menschen und Umwelt beziehen.

Mit Hilfe unserer Forschung möchten wir besser verstehen, inwiefern Umweltfaktoren physiologische Anpassungen im Körper auslösen und in welchem Ausmaß umweltassoziierte Stressoren mögliche krankhafte Veränderungen von Organen und Geweben, sowie die entsprechenden Auswirkungen auf das Verhalten des Gesamtorganismus, nach sich ziehen können. In diesem Zusammenhang fokussieren wir uns auch auf die Volkskrankheiten Adipositas und Neurodegeneration, deren Entstehung und Verlauf wir grundlegend erforschen.

Ein Schwerpunkt liegt in diesem Zusammenhang in der Fragestellung, wie natürliche und künstliche Nahrungsbestandteile die Arbeit unseres Gehirns beeinflussen. Zudem sind wir daran interessiert, inwiefern sich mangelnde Bewegung, klimatische Veränderungen und Umweltgifte auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Organen und Organsystemen in unserem Körper auswirken. Hier wollen wir beispielhaft die dynamischen Anpassungen einer bestimmten Gruppe lipiderger Botenstoffe, die Endocannabinoide, untersuchen.

Dr. Miriam Scheld

Im Institut für Neuroanatomie der RWTH Aachen (Prof. Beyer, AG Clarner) untersuchte Miriam Scheld seit 2015 zunächst neuroinflammatorische Charakteristika des neu etablierten CupEAE-Modells der Multiplen Sklerose. Hierbei ging es vor allem um die Erforschung der Gliose, des axonalen Schadens, der Demyelinisierung und der Infiltration von peripheren Immunzellen in das zentrale Nervensystem ( Scheld et al. 2016 , Rüther et al. 2017 ). Ein Fokus war die Erforschung der unterschiedlichen Aktivitätszustände der Mikroglia in vergleichenden Modellen. In einem weiteren Projekt untersuchte sie den Einfluss von gestressten Oligodendrozyten auf Mikroglia im Hinblick auf die Entstehung präaktiver Läsionen ( Scheld et al. 2018 ).

 

Mittels durchflusszytometrischer Analysen erforscht sie zudem seit 2017 (Prof. Beyer, AG Zendedel) den Einfluss von Östrogenen auf die Infiltration verschiedener Immunzellen in das zentrale Nervensystem in einem Schlaganfall-Modell ( Scheld et al. 2020).

 

Ihr zukünftiger Forschungsschwerpunkt wird sein zu untersuchen, welchen Einfluss verschiedene Umweltfaktoren sowie Ernährungsweisen auf die Infiltration von Immunzellen und auf die unterschiedliche Aktivierung von Mikroglia während der Erkrankungen Multiple Sklerose und Schlaganfall haben.

Henrike Horn

An der Hebräischen Universität Jerusalem untersuchte Henrike Horn die Heterogenität von Astrozyten ( Labor Dr. Inbal Goshen). Seit 2017 forscht sie an der Universität Leipzig im SFB 1052 "Mechanismen der Adipositas" im Projekt A7 (AG-Koch) zum Thema "Das Endocannabinoid-System im Nucleus arcuatus des Hypothalamus: Identifizierung neuer Mechanismen der Energiehomöostase-Regulation".

Prof. Dr. Marco Koch

 

 

In ihren zukünftigen Forschungsvorhaben soll der Einfluss von Astrozyten auf hypothalamische Neuronenschaltkreise mithilfe molekularer Methoden, Elektrophysiologie und bildgebenden Verfahren untersucht werden."

 

NIH Image Gallery

Förderung

Zur Zeit arbeiten in Leipzig die wiss. Mitarbeiterinnen Nicole Kaiser, Susann Hähnel und Beatrice Böhme an dem Projekt A7 (gefördertes Projekt der DFG GEPRIS).

 

Suche