In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft  - Prof. Dr. Hilke Elsen, Hümeyra Uzunkaya, M.A.

 

Die ärztliche Gesprächsführung bildet die Grundlage für eine vertrauensvolle und wertschätzende Arzt-Patienten-Beziehung. Hohe berufliche Anforderungen und Arbeitsverdichtung im klinischen Alltag können bei Ärztinnen und Ärzten kompensatorisch zu sprachlichem Zynismus und Sarkasmus führen.

In diesem interdisziplinär angelegten Projekt sollen gezielt medizinische Neologismen untersucht werden. Wir überprüfen die emotionale Abnutzung stark negativ konnotativer neuer medizinischer Lexeme und Phraseologismen, die in der Kommunikation über und mit Patientinnen und Patienten entstehen und bereits in der Vergangenheit zu dem Begriff Medizyniker bzw. Medizynismus führten. Wir haben es bei diesem Wortschatzbereich weniger mit fachsprachlichen als mit soziolinguistischen Phänomenen zu tun, deren Funktion für die Sprecherinnen und Sprecher noch nicht geklärt ist, die aber Konsequenzen für eine mehr oder weniger erfolgreiche Kommunikation zwischen Ärzt/in und Patient/in haben könnten.

Längerfristig sollen die Einflüsse von Neo- und Phraselogismen auf die professionelle Identitätsbildung von Medizinstudierenden untersucht werden.  

Ansprechpartnerin

Wissenschaftliche Mitarbeiterin - Leitung Bereich Ausbildungsforschung
Medizindidaktik und Ausbildungsforschung

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