Forschungsprojekt ELMA (Experienced Learning Medicine Augsburg) - Analyse und Förderung der Selbstregulation und des Wohlbefindens von Medizinstudierenden als protektive Faktoren für Burn-out und Depressivität

 

In Kooperation mit der empirischen Bildungsforschung ( Jun.-Prof. Dr. Ulrike Nett); dem Lehrstuhl für Psychologie ( Prof. Dr. Markus Dresel); dem Lehrstuhl für Psychologie m.b.B.d. Pädagogischen Psychologie, Universität Augsburg ( Prof. Dr. Ingo Kollar);

 

 

© Universität Augsburg

 

Erläuterung

Bei Ärztinnen und Ärzten sind mangelndes Wohlbefinden, Burn-out und Depressivität hoch prävalent. Dies geht mit einem erheblichen Risiko für personelle Ausfälle, eine eingeschränkte Qualität der Patientenversorgung und wirtschaftliche Schäden einher. Bereits für das Medizinstudium ist eine zunehmende Inzidenz von Burn-out und Depressivität nachgewiesen. Das Studium stellt damit eine wichtige Phase der beruflichen Entwicklung dar, um präventive Faktoren der mentalen Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten zu identifizieren und zu stärken. Das Anliegen, ärztliche Gesundheit bereits im Studium zu fördern, steht in Einklang mit den Forderungen des Nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM).

Ziele

Identifikation von protektiven Einflussfaktoren

 

ELMAquest: In einer längsschnittlichen Fragebogenerhebung wird ein Erklärungsmodell aus individuellen Personenmerkmalen, Wahrnehmung des Studiums und Selbstregulation für die Entstehung von mangelndem Wohlbefinden, Burn-out und Depressivität über den Verlauf des Medizinstudiums empirisch geprüft.

 

ELMAsmart: In Ergänzung zu den Fragebogendaten stellt das Erfassen von Wohlbefinden und Belastungserleben in lernintensiven (z.B. kurz vor den Prüfungen) und emotional herausfordernden Phasen (z.B. der Präparierkurs) einen wichtigen Erkenntnisbaustein dar. Die Studierenden erhalten hierfür die Möglichkeit realgetreu ihr Erleben in einer Smartphone-basierten Experience Sampling Erhebung zu dokumentieren.

 

Prävention von Burn-out und Depressivität durch die Gestaltung eines gesundheitsförderlichen Studiums

 

ELMAsupport: Aus den aufgeklärten Zusammenhängen werden verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit abgeleitet, in das Augsburger Curriculum implementiert und wissenschaftlich evaluiert.

 

Dissemination an andere Standorte

 

In einem weiteren Schritt wird die Dissemination gesundheitsförderlicher Maßnahmen an andere Standorte angestrebt im Einklang mit der anstehenden Novellierung der Approbationsordnung zur verpflichtenden Implementation gesundheitsförderlicher Maßnahmen im Medizinstudium.

AKTUELLE QUALIFIKATIONSARBEITEN

Dissertationsvorhaben von Sabine Polujanski, M.Sc.

         

Psychische Gesundheit im Medizinstudium – Identifikation und Stärkung präventiver Faktoren

 

Dissertationsvorhaben von Patrizia Ungar, M.Sc.

Primärprävention für die psychische Gesundheit von Medizinstudierenden – Entwicklung und Evaluation eines Onlinetools

AKTUELLES & ANMELDUNG

Die Smartphone-basierte Studie ELMASmart für Studierende im vierten Semester findet im Zeitraum vom 14. - 24.06.2021 statt. Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der PDF .

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