FAQ

Muss ich medizinische Vorkenntnisse mitbringen?

 

Nein.

 

Wie alt muss ich als Schauspielpatient*in sein?

 

Da wir im Laufe der Zeit vielfältige Rollenprofile entwickeln wollen, möchten wir genauso vielfältige Menschen in unseren Pool der Schauspielpatient*innen aufnehmen. Sie sollten zwar min. 18 Jahre alt sein, nach oben gibt es jedoch keine Grenze.

 

Was muss ich als Schauspielpatient*in leisten?

 

Als Schauspielpatient*in simulieren Sie zumeist eine*n Patient*in, aber durchaus auch eine*n Angehörige*n oder ein*e medizinische*n Kolleg*in in einer Gesprächssituation mit angehenden Ärzt*innen des Medizinstudiengangs. Im Vorfeld erhalten Sie ein Rollenprofil und erarbeiten Ihre Rolle für den jeweiligen Einsatz. Dabei können Sie sich an bestimmten Ausdrucksweisen und festgelegten Daten zu Ihrem Charakter orientieren, sollten sich aber in Ihrer Rolle improvisierend auf Ihr Gegenüber einlassen können. Hauptsächlich werden Sie für Gesprächssituationen eingesetzt. Manche Rollen bedürfen auch des Körperkontaktes durch eine nicht-invasive Untersuchung. Nach dem Rollenspiel geben Sie Ihrem Gegenüber ein konstruktives Feedback über den Verlauf des Gesprächs.

 

Warum ist es wichtig, bereits Schauspielerfahrung zu haben?

 

Uns ist es wichtig, dass Sie die Situation kennen, in einer anderen Rolle vor einem Publikum zu stehen und diese Rolle durchhalten zu können. Dafür müssen Sie keine professionelle Schauspielausbildung absolviert haben. Erfahrungen als Amateur-Schauspieler*in reichen völlig aus. Ihre persönliche Erfahrung auf der Bühne erleichtert Ihnen und uns die gemeinsame Vorbereitung und setzt einen gewissen Qualitätsstandard für unsere Studierenden.

 

Was ist der Unterschied zwischen Einsätzen in der Lehre und Einsätzen in der Prüfung?

 

Lehre: Sie werden in einer Kleingruppe von 8–10 Studierenden eingesetzt und begegnen in Ihrer Rolle max. 2 Personen für 7–10 Minuten innerhalb der Unterrichtszeit (90min). Die restlichen Studierenden beobachten die Gespräche und machen sich als Beobachtende Notizen. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihr konstruktives Feedback an die Personen geben, die Ihnen in der Spielsituation als Arzt*Ärztin begegnet sind.

 

Prüfung: Sie sind Teil eines „Stationenlaufs“, den jede*r Studierende am Prüfungstag bewältigen muss. D.h. Sie spielen Ihre Rolle innerhalb eines Tages mehrere Male mit allen Studierenden, die Ihre Prüfung an diesem Tag absolvieren. Dabei wird die Gesprächssituation von den Prüfenden beobachtet. Im Anschluss an das ca. 7-minütige Gespräch geben Sie kein Feedback, sondern machen eine Pause und bereiten sich auf die nächste zu prüfende Person vor.

 

Was ist der Unterschied zwischen Proband*in und Schauspielpatient*in?

 

Proband*in: Sie stehen insbesondere für Prüfungseinsätze zur Verfügung, bei denen eine einfache körperliche Untersuchung (z.B. Blutdruck messen, Reflextestung etc.) abgenommen wird. Dazu brauchen Sie keine Rolle einzuüben. Als Proband*in müssen Sie kein Grundlagen- und Rollentraining absolvieren. Wir informieren Sie im Vorfeld des Prüfungseinsatzes per Online-Einweisung über den genauen Ablauf und Ihre Aufgaben. Für Ihren Einsatz als Proband*in erhalten Sie zwar ein geringeres Honorar, gleichzeitig ist Ihr Aufwand in der Vorbereitung nicht sehr hoch.

 

Schauspielpatient*in: All unsere Schauspielpatient*innen durchlaufen ein intensives Training und werden sowohl in der Lehre als auch in Prüfungen eingesetzt. Sie schlüpfen dabei immer in eine abgesprochene Rolle. In Hinblick auf den Mehraufwand, der durch das Erlernen einer Rolle auf Sie zukommt, erhalten Sie auch einen höheren Stundensatz.

 

Was verdiene ich als Proband*in bzw. als Schauspielpatient*in und bin ich dann festangestellt?

 

Sowohl als Proband*in als auch als Schauspielpatient*in sind Sie auf Honorarbasis tätig. Eine Festanstellung erfolgt nicht. Sie selbst bestimmen über Ihr Pensum an Einsätzen und ob Sie eine Anfrage ablehnen oder annehmen. Alle wahrgenommenen Einsätze stellen Sie uns dann in Rechnung. 

 

Proband*in: 

                    

- 20€ pro Online-Einweisung (+ ggf. Voruntersuchung)

 

- 13€ pro Stunde im Prüfungseinsatz

 

Schauspielpatient*in:   

 

- 20€ pro Stunde (Training, Lehre, Prüfungseinsatz)

 

- Ab 2. Einsatzjahr: 22€ pro Stunde

               

Kann ich von dem Job als Schauspielpatient*in leben?

 

Nein. Da die Einsätze als Schauspielpatient*in nur in bestimmten Phasen eines Semesters vorgesehen sind, gibt es in dieser Zeit zwar viel zu tun. In anderen Monaten des Semesters hingegen sind jedoch keine oder nur sehr wenige Einsätze geplant. Daher können Sie nicht mit einem geregelten Einkommen durch Ihre Tätigkeit als Schauspielpatient*in rechnen.

 

Warum bin ich im Schauspielpatienten-Pool gelandet?

 

Wenn wir Sie in den Schauspielpatienten-Pool einladen, gibt aktuell keinen Bedarf an neuen Schauspielpatient*innen. Ihr Profil gefällt uns dennoch gut und wir würden Sie gerne für zukünftige Einsatzmöglichkeiten in Betracht ziehen. Deshalb nehmen wir Sie     mit Ihrem Einverständnis in unseren Pool auf und kontaktieren Sie gerne wieder, wenn sich erneuter Bedarf einstellt.

 

Wie und wo finden die Trainings statt?

 

Die Trainings finden coronabedingt hauptsächlich online statt. Zu Generalproben und Einsätzen in Lehre und Prüfung ermöglichen wir unter Einhaltung eines sorgfältigen Hygienekonzeptes und in Abhängigkeit des aktuellen Infektionsgeschehens ein Zusammentreffen in Präsenz im Gebäude der Medizinischen Fakultät. Hierfür haben wir große Räume, in denen genug Platz ist, um einen angemessenen Abstand einzuhalten.

 

Warum brauchen Sie ein Foto von mir mit dem Bewerbungsbogen?

 

Um unsere Rollen bestmöglich zu besetzen, hilft es uns einen ersten visuellen Eindruck von Ihnen zu erhalten. Mit Ihrem aktuellen Porträt- und Ganzkörper-Foto können wir uns besser vorstellen, ob Sie in jeweilige Rollen passen und Ihnen diese auch anbieten. Dabei steht die Authentizität, also die stimmige Verbindung von darstellender Person und dargestellter Rolle, stets an erster Stelle.

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