Gastkommentar von Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann im Handelsblatt
Der Klimawandel macht Gesundheit zum Sicherheits- und Wirtschaftsfaktor, argumentiert die stellvertretende Direktorin des ZfK. Prävention wird damit zum Standortvorteil. Mit dem Masterplan Prävention macht Bayern gerade einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.
Die Folgen des Klimawandels nehmen gewaltige Dimensionen an – dazu gehören auch wirtschaftliche Kosten. Ausfälle und Leistungseinbußen bei Arbeitnehmern werden den Unternehmern zunehmend Engpässe bescheren. Die Kosten für Arbeitsschutz und unternehmerische Infrastruktur werden steigen. Da Deutschland eine alternde Gesellschaft ist und ältere Menschen besonders anfällig für die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze sind, ist auch mit einem deutlichen Anstieg der volkswirtschaftlichen Kosten durch Hitzetage zu rechnen. Mit dem Masterplan Prävention des bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention tätigt Bayern deshalb gerade einen wichtigen Schritt in die Zukunft und erarbeitet zusammen mit Gesundheitsexperten Gegenmaßnahmen.
Claudia Traidl-Hoffmann bringt in ihrem Kommentar auch die
Expertise des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), bei dem sie selbst Mitglied ist, ins Spiel: Systemische Investitionen in Gesundheitsschutz und Ökologie, die der Prävention, dem Klimaschutz und dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen dienen, sind mehr denn je Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Sie sollten von der Politik damit nicht als Kosten und Aufwand verstanden werden, sondern vielmehr als strategische Investitionen in Sicherheit und Resilienz unserer Gesellschaft.
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