Fachbereich Klinische Forschung

Prof. Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann
Lehrstuhlinhaberin Umweltmedizin
Medizinische Fakultät
Daria Luschkova
Studienärztin
Umweltmedizin
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1. Klinische Forschung Umweltmedizin

 

Die genaueren Mechanismen des Zusammenspiels zwischen Mensch und Umwelt sind Gegenstand aktueller Forschung des Lehrstuhls und Instituts für Umweltmedizin.

 

Hier werden insbesondere Allergien und Allergieentstehung untersucht, und das im Zuge des Klimawandels. Gegenwärtig leiden 20 bis 25 Prozent aller erwerbstätigen Europäer an Allergien, was einer Pandemie nahekommt. Wie beeinflusst der Klimawandel und die steigende Umweltverschmutzung die Biologie allergieauslösender Pflanzen und welche Konsequenzen hat dies für unsere Gesundheit?

 

Außerdem liegt der Fokus der translationaler Forschung auf chronisch-allergischen und chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Hierfür wird Neurodermitis als Modellerkrankung herangezogen.

 

Eine zusätzliche Wechselbeziehung stellt die menschliche Interaktion mit dem körpereigenen Mikrobiom, also all den Mikroorganismen, die unseren Körper bewohnen, mit unserem Immunsystem interagieren und so eine Auswirkung auf Entstehung der allergischen Erkrankungen haben.

 

 

2. ProRaD-Register

 

ProRaD-Studie ist ein weltweit einmaliges Neurodermitis-Register. Es ist eine  Prospektive Längsschnittstudie zur Untersuchung der Remissionsphase bei Patienten mit atopischer Dermatitis und assoziirten Erkrankungen wie Asthma und allergischer Rhinitis (Heuschnupfen).

 

Zentrale Thematik ist: „Was können wir aus dem natürlichen Verlauf allergischer Erkrankungen lernen?“. Dafür ziehen wir Neurodermitis als Modellkrankheit hinzu. Neurodermitis (auch: Atopische Dermatitis, atopisches Ekzem) ist eine der am häufigsten auftretenden, chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen und gilt als Anfangsphase des atopischen Marsches (Neurodermitis, Heuschnupfen und allergische Asthma bronchiale). Ihre Pathogenese zeichnet sich durch einen mehrjährigen Verlauf aus. Bei über 40% der betroffenen Kinder ist vor der Adoleszenz eine spontane oder therapieinduzierte Remission (Rückgang der Symptome) zu beobachten.

Grafik

Remission ist auf noch zu erforschende Mechanismen zurückzuführen, die zu einer Immuntoleranz gegenüber Umwelteinflüssen wie Allergenen führen. Die Mechanismen dieser Remission unter Berücksichtigung diverser Umwelteinflüsse werden im Rahmen der ProRaD Studie untersucht.

 

ProRaD ist eine multizentrische Beobachtungsstudie und findet im Rahmen des Kooperationsprojektes statt, welche vom Christine Kühne - Center for Allergy Research and Education (CK-CARE) initiiert wurde.

 

Das Ziel dieser Studie ist eine möglichst umfangreiche Erfassung von Patienten mit einer Neurodermitis

 

·         zur Erhebung phänotypischer Daten zum klinischen Verlauf

·         Identifizierung von Biomarkern, die Vorhersagen über den Krankheitsverlauf ermöglichen

·         Aufklärung der Mechanismen bei einer spontanen Abheilung (Remission) der Neurodermitis

·         Identifizierung neuer Umgebungseinflüsse und Schutzfaktoren

·         Untersuchung von Haut-Mikrobiom eines Patienten mit Neurodermitis

·         Entwicklung von Vorsorgestrategien und neuen Therapieansätzen zur Behandlung der Neurodermitis

 

 

 

Kooperationen

Beteiligte Teammitglieder

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