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Depression: Wie Natur und Umwelt den Therapieerfolg formen


Studie im Kneipp-Heilbad Füssen/Hopfen am See

 

 

Logo NEPTUN-Studie Umweltmedizin Augsburg

Depressionen entstehen durch das Zusammenspiel von Körper, Psyche und Umwelt – Lärm, Stress oder soziale Isolation können die Beschwerden verstärken und die Heilung erschweren.

 

Die NEPTUN-Studie untersucht, wie stressende Umweltfaktoren den Behandlungserfolg einer stationären psychosomatischen Rehabilitation in einem Kneipp-Heilbad beeinflussen. Studienstandort ist die psychosomatische Klinik Das Alpreflect im Kneipp-Heilbad Füssen, OT: Hopfen am See. Multimodale Therapien, also Therapien, bei denen mehrere Therapieformen gezielt in ein ganzheitliches Behandlungskonzept eingebunden sind, finden auch in urbanen Kliniken Anwendung – jedoch bietet der naturnahe und reizärmere Kontext von Heilbädern möglicherweise zusätzliche Wirkfaktoren. Die Studienteilnehmer erhalten Kneipp-Anwendungen und durchlaufen eine 6-wöchige multimodale Therapie: Sie kombiniert Einzel- und Gruppentherapie mit Ergotherapie, Kunst- und Musiktherapie, Entspannungsverfahren und Bewegungsangeboten. Die natürliche Umgebung des Kneipp-Heilbades – frische Luft, Ruhe und Landschaften – unterstützt zusätzlich den Heilungsprozess.

 

Ziel der Studie:

Wir möchten herausfinden, ob Patienten, die stark unter Umweltstress leiden, anders von der Reha profitieren als Patienten mit geringer Umweltbelastung.

Graphical Abstract NEPTUN-Studie, Umweltmedizin Augsburg

Studienablauf:

  • Vor der Therapie: Erfassung von Umweltbelastung (Hitze, Lärm, Luftverschmutzung), Stress am Wohn- und Arbeitsplatz, Lebensqualität über Online-Fragebögen.
  • Während der 6-wöchigen Therapie: Standardisierte psychologische Fragebögen, Feedback zur Therapie, Beobachtung körperlicher Parameter über Smartwatches bei einer Teilgruppe.
  • Nach der Therapie: Follow-up-Fragebögen 3, 6 und 9 Monate später, um den langfristigen Therapieerfolg zu messen.

Was wird gemessen:

  • Primär: Veränderung der Depressionsschwere.
  • Sekundär: Nachhaltige Verbesserung psychischer Gesundheit, Veränderung von physischen Parametern, Zufriedenheit mit der Therapie, Selbstwirksamkeit und Umgang mit Krankheit.
 

Teilnahme:

Erwachsene mit mittelgradiger Depression, die eine 6-wöchige Reha in der Klinik Das Alpreflect verbringen.

 

Das Projekt kann einen Beitrag dazu leisten, die potenzielle heilungsfördernde Wirkung kneippbasierter Kurorte bei psychischen Erkrankungen stärker in den Fokus zu rücken.

Die Ergebnisse sollen zeigen, wie Umweltfaktoren den Erfolg psychosomatischer Therapien beeinflussen und damit helfen, zukünftige Therapie und Kur-Angebote noch gezielter auf die Bedürfnisse der Patienten abzustimmen.

Unterstützung und Förderung

Das Projekt NEPTUN wird unterstützt durch:

 

Das Projekt erhält eine Förderung durch:

 

Weiterführende Links und Downloads

Ansprechpartner

Caroline Holzmann
Postdoc
Umweltmedizin
  • Telefon: -

E-Mail:

PD Dr. Stefanie Gilles
Leiterin des Fachbereiches "Umwelt-Immunologie"
Umweltmedizin

E-Mail:

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