ProRaD-Studie

Prospektive Längsschnittstudie zur Untersuchung der Remissionsphase bei Patienten mit atopischer Dermatitis und assoziierten Erkrankungen wie Asthma und allergischer Rhinitis (Heuschnupfen)
Eine Kinderhand mit Neurodermitis wird von einer großen Hand gehalten.
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Warum eine Registerstudie zur atopischen Dermatitis?

 

Die atopische Dermatitis (auch: Neurodermitis, atopisches Ekzem) ist eine der am häufigsten auftretenden, chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. Ihre Pathogenese zeichnet sich durch einen mehrjährigen Verlauf aus. Bei über 40 % der betroffenen Kinder ist vor der Adoleszenz eine spontane oder therapieinduzierte Remission (Rückgang der Symptome) zu beobachten. Die Mechanismen dieser Remission unter Berücksichtigung diverser Umwelteinflüsse werden seit 2016 in mehreren Zentren in Deutschland und in der Schweiz untersucht.

 

Was ist ProRaD?

 

Die zunächst bis zum Jahr 2022 angesetzte, multizentrische Beobachtungsstudie "ProRaD" findet im Rahmen des Kooperationsprojektes statt, welches vom Christine Kühne - Center for Allergy Research and Education (CK-CARE) initiiert wurde. Die verschiedenen Standorte von "ProRaD" sind:

 

  • Augsburg (dazu mehr unten)
  • Bonn (unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Bieber)      
  • Davos (unter der Leitung von Prof. Dr. Cezmi Akadis) in der Schweiz
  • St. Gallen (unter er Leitung von Prof. Dr. Roger Lauener)
  • Zürich (unter der Leitung von Prof. Dr. Perter Schmid-Grendelmeier)

Der Standort Augsburg beinhaltet den Lehrstuhl und Institut für Umweltmedizin (Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann), die Klinik für Dermatologie (Prof. Dr. Julia Wenzel), die Kinderklinik I (Mutter-Kind-Zentrum Schwaben, Dr. Michael Gerstlauer) und Nidergelassene Dermatologen und Kinderärzte.

 

Die Vorteile dieser breit gefächerten Kooperation sind:

 

  • Einheitliches Studienprotokoll
  • Einheitliche Fragebögen
  • Einheitliche SOPs
  • Gemeinsame Software

Diese übergreifenden Gemeinsamkeiten bieten für die Studie einen größeren Datenpool und vereinfachten Austausch untereinander.

 

Was soll durch ProRaD erreicht werden?

 

Ziel von "ProRaD" ist die Erarbeitung zukünftiger Strategien für die Prävention und Therapie von atopischer Dermatitis und anderer atopischer Erkrankungen. Zur Erreichung dieses Zieles wurde eine Studienstruktur entwickelt, wie sie auf der nachstehenden Übersicht skizziert ist.

 

Einschlusskriterien: Jede Altersstufe und jedes Geschlecht. Atopische Dermatitis (AD) mit oder ohne assoziierte Erkrankungen.

Rekrutierung und Organisation: Studienzentrum des Lehrstuhls und Instituts für Umweltmedizin (Start 01.07.2017).

Studiengröße: bereits über 1000 Patienten.

Untersuchungen: Körperliche Untersuchungen, vor allem der Haut (SCORAD); Blutabnahmen (IgE, PBMCs); Hautbarriere-Messungen (TEWL); Swabs (Mikrobiom der Haut); Optional: Biopsie der läsionalen Stelle.
Fragebögen: Ausführliche Familienanamnese. Verlauf der Atopischen Dermatitis. Lebensqualität.

Umfang und Zeitaufwand: Basisuntersuchungen und 4 Folgeuntersuchungen. Einmal im Jahr. Dauer für Patient*innen etwa 2 Stunden.
Patienten: Werden weiterhin vom behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin betreut. Auwandsentschädigung 25€.

 

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