Mechanische Prüfung

Quasi-statische Prüfung

Im Bereich der quasi-statischen Prüfungen stehen der Arbeitsgruppe verschiedene Maschinen in einem Lastbereich von wenigen mN bis hin zu 250kN zur Verfügung. Weiterhin besteht die Möglichkeit zur Messung von überlagerten Belastungszuständen (z.B. zusätzliche Querlasten und/oder Torsion bis zu 2000Nm). Mit diesen werden zum Einen mikromechanische Untersuchungen sowie klassische und modifizierte Verfahren zur Kennwertermittlung durchgeführt. Einen Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten bildet hier die Entwicklung und Durchführung neuer Prüfmethoden, z.B. für faserverstärkte Thermoplaste oder hybride Faserverbundwerkstoffe.

 

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Dynamische Prüfung

Zur Durchführung der Messungen stehen servohydraulische Universalprüfmaschinen bis zu einem Lastbereich von 250kN zur Verfügung. Den Schwerpunkt der Forschungsarbeiten bildet dabei die Untersuchung des "Spectrum-Loading" bei Faserverbundwerkstoffen, sowie die Kombination mit sekundären Prüfmethoden wie Schallemissionsanalyse, Bildkorrelation und Thermographie zur Schadensfrüherkennung. Darüber hinaus werden Versuche zur Bestimmung der Kerbschlagzähigkeit und - in Kollaboration mit Fraunhofer IGCV - Untersuchungen zum "Compression after Impact" (CAI) durchgeführt.

 

Kriechprüfung

Für die Bestimmung von Werkstoffkennwerten unter statischer Belastung steht eine Kriechprüfmaschine mit einem Lastbereich von 50kN zur Verfügung. Schwerpunkt der Forschungsarbeiten ist die Materialklasse der faserverstärkten Thermoplaste. Neben der Ermittlung von Zeitstandsfestigkeit werden Untersuchungen zur Bestimmung der Gültigkeit des "Time-Temperatur-Superposition" (TTS) Prinzip durchgeführt.

 

Temperaturlasten

Speziell für die Prüfung von Faserverbundwerkstoffen stehen zahlreiche Prüfvorrichtungen zur Messung in einem Temperaturbereich von -70°C bis 250°C zur Verfügung. Spezielle Einbauten erlauben zudem eine Ausdehnung des Temperaturbereichs auf -196°C in Kryobädern, sowie auf über 2000°C unter Schutzgasatmosphäre. Für alle Temperaturen stehen Messsysteme zur direkten Bestimmung der Prüfkörperdehnung, sowie zur optischen Aufzeichnung des Bruchvorgangs zur Verfügung.

 

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Optische Dehnungsmessung

Zur Durchführung der Messungen stehen drei optische Extensometer, sowie zwei Messsysteme für die digitale Bildkorrelation zur Verfügung. Diese erlauben eine sichere Bestimmung der Längs- und Querdehnung bei der Belastung der Prüfkörper. Für die Bildkorrelationssysteme erlaubt die vollflächige Bestimmung der Dehnungstensoren zudem eine detailierte Analyse von Materialdegradtion, sowie den Abgleich mit numerischen Berechnungsmethoden.

 

Schallemissionsanalyse

Gerne kombinieren wir mechanische Versuche mit weiteren (sekundären) Messmethoden wie z.B. der Schallemissionsanalyse.

 

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