RüBe in Kooperation mit dem Lehrstuhl Resource & Chemical Engineering
Kurzbeschreibung
Vorhabenbeschreibung und -Kontext
Problemstellung
DK0-Deponien stellen mit einem geschätzten Volumen von über 15 Milliarden Tonnen Bodenaushub und Bauabfällen (Stand 2022) erhebliche anthropogene Rohstofflager dar. Das damit verbundene stoffliche Potenzial ist bislang kaum erschlossen. Für eine nachhaltige Rohstoffsicherung und zur Entlastung knapper Deponiekapazitäten ist die Rückgewinnung und qualitätsgesicherte Rückführung dieser mineralischen Deponiematerialien in den Baustoffkreislauf dringend erforderlich.
Projektbeschreibung
RueBe setzt den Schwerpunkt auf eine vollumfängliche Nutzbarmachung der in DK0-Deponien gelagerten Materialien. Durch nassmechanische Aufbereitung sollen Störstoffe entfernt und die Materialqualitäten verbessert werden. Ziel ist es, sowohl Grob- als auch Feinfraktionen nach der Aufbereitung als Sekundärrohstoffe in Baustoffen wie alternativen Bindemitteln, Flüssigböden oder Mauerziegeln einsetzen zu können. Darüber hinaus analysiert das Projekt gezielt rechtliche Barrieren und entwickelt Lösungsansätze, die den Einsatz dieser rückgewonnenen Materialien in Bauprodukten erleichtern. Eine detaillierte ökologische und ökonomische Bilanzierung begleitet die Arbeiten, um Umweltwirkungen und Marktpotenziale zu quantifizieren. Darüber hinaus werden Konzepte für das erneute Recycling der rezyklat-basierten Baustoffe entwickelt und bewertet.
Projektansatz
Die Verbundpartner decken die gesamte Wertschöpfungskette ab — von der Rohstoffgewinnung über Materialaufbereitung und -entwicklung bis hin zur industriellen Produktion von Baustoffen. Dies schafft die Voraussetzung dafür, dass sowohl die geplanten Arbeiten als auch die erzielten Forschungsergebnisse während der gesamten Projektlaufzeit auf eine zeitnahe und marktfähige Umsetzung bzw. Verwertung ausgerichtet sind. RueBe leistet damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Förderung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in Deutschland.
Kontakt
- Telefon: +49 821 59869238
E-Mail: lea.hoffmann@uni-auni-a.de ()