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Antike und Moderne Demokratie

Bereits im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. wurde in Athen eine Staatsform praktiziert, die heute zur vorherrschenden politischen Ordnungsform geworden zu sein scheint: die Demokratie. Direkte Verbindungslinien zwischen antiker und moderner Demokratie gibt es nicht. Auch deren politische Strukturen und Prozesse unterscheiden sich deutlich. Trotzdem gibt es wesentliche Gemeinsamkeiten – diese dokumentiert in acht Kapiteln ein in Kürze vorliegender Band, der in acht Kapiteln und ca. 100 jeweils kommentierten Texten in Kürze in zweiter, überarbeiteter Auflage vorgelegt wird (Klaus Stüwe/Gregor Weber, Antike und moderne Demokratie. Ausgewählte Texte, Stuttgart: Philipp Reclam jun. Verlag GmbH 2020, 422 S.).

Antike Monarchie: Hellenistisches Königtum und römischer Prinzipat

Angezielt ist ein struktureller Vergleich zwischen ‚der’ hellenistischen und der römischen Monarchie der frühen Kaiserzeit. Er betrifft zum einen die je spezifischen Eigenarten, aber auch das Erbe, das der römischen Tradition, Kultur und Geschichte während der Zeit der Republik und dann zugespitzt am Beginn des Prinzipates zugefallen ist. Da sich die Herrschaft eines Königs bzw. Princeps aber nie in einem Agieren erschöpft, das auf die Durchsetzung von Befehlen zielt, sondern hier wichtige Rückkopplungen im Sinne von Eingehen auf Bedürfnisse der Beherrschten, Reaktionen auf Akte der Loyalität etc. bestehen, lassen sich hier exemplarische Differenzierungen nach Provinzen/Regionen unter Berücksichtigung von deren spezifischen Eigenheiten anbringen, etwa auf der Ebene des Herrscherkultes. Von Interesse sind hierbei die Formen der Veralltäglichung, dazu die breite Palette an Vorstellungen und Maßnahmen zur Sicherung von Herrschaft (z.B. Höfe) sowie die Verargumentierung von Legitimation mit Blick auf unterschiedliche Zielgruppen.
Eine forschungsorientierte Monographie, die im Franz Steiner Verlag (Stuttgart) erscheinen wird, befindet sich vor dem Abschluss.

Studien zur (früh)hellenistischen Monarchie

Die geplante Monographie vereinigt drei Studien zur hellenistischen Monarchie, die aktuelle Forschungsfragen behandeln: „Gerechte Könige? Alexander der Große und seine Nachfolger in Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung“, „Ptolemaios Makedōn. Makedonische Traditionen bei den frühen Ptolemäern?“ und „Siegen, Verlieren, Kompensieren – Darstellungsmodi von Sieghaftigkeit und Misserfolg im frühen Hellenismus“. Ihnen wird eine Einführung vorangestellt, die Verbindungen zwischen den Aspekten aufzeigt und das Gesamtthema konzeptionell neu absteckt. Eine weitere Facette, die hier einschlägig ist, wird im DFG-Projekt zum basileus eirenophylax bearbeitet.

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