Vergleich der Social Media Nutzung und Kommunikation der Kanzlerkandidaten im Bundestagswahlkampf 2017

 

Was entscheidet über Sieg und Niederlage in der Politik? Und in wie weit nimmt die individuelle Sprache eines Politikers Einfluss auf seinen Erfolg? Wie gelingt es, im Wahlkampf Wähler anzusprechen und welche Kommunikationsstrategien tragen dazu bei? Wie werden die sozialen Medien hierfür genutzt?

Am Beispiel des Wahlkampfs zur deutschen Bundestagswahl 2017 soll auf linguistischer Ebene untersucht werden, wie politische Akteure Sprache nutzen, um potentielle Wähler zu erreichen und wie sie hierfür insbesondere auf den noch recht jungen Kommunikationskanal Social Media zurückgreifen. Dazu wurden stellvertretend die Kanzlerkandidaten der Parteien SPD (Martin Schulz), FDP (Christian Lindner) und AfD (Alice Weidel) ausgewählt und ein umfassendes Korpus, bestehend aus deren jeweiliger Kommunikation auf den Kanälen Facebook und Twitter, gebildet. Der Untersuchungszeitraum konzentriert sich auf die sogenannte heiße Phase des Wahlkampfs von 7. Juli bis 24. September 2017.

Bei der Analyse des Korpusmaterials gilt es nicht nur, das generelle Ausmaß der Verwendung von Social Media zu untersuchen, sondern auch das für die jeweiligen Kanzlerkandidaten typische Kommunikations- beziehungsweise Sprachverhalten zu klären und den Grad der Professionalisierung bei der Social-Media-Kommunikation zu ermitteln. Zudem sollen Rückschlüsse vom kommunikativen Verhalten der jeweiligen Kandidaten auf das Ergebnis der Wahl getroffen und Vergleiche zwischen den Parteien gezogen werden. Dazu wird der Schwerpunkt der Analyse auf dem individuellen kommunikativen Rollenverhalten sowie sprachlichen Mitteln der Wähleransprache und -gewinnung wie beispielsweise der Einsatz von Emotionalität, aber auch Mittel der Persuasion beziehungsweise Manipulation liegen.  

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