ÜberLeben im Exil
Suse Odel Chotzen und Joachim Lackner
Ausstellungsprojekt mit Studierenden der Universitäten Augsburg und Hamburg, in Kooperation mit dem Museumspädagogischen Dienst Hamburg, der Forschungsstelle für Exilliteratur Hamburg und dem Institut für Zeitgeschichte Hamburg.
Gezeigt in der Staatsbibliothek Hamburg vom 21.09.−08.11.2011 und in der Universitätsbibliothek Augsburg vom 23.11.−14.01.2012.
Eröffnung am 20.09.2011 in Hamburg, am 22.11.2011 in Augsburg.
Im Rahmen des Praxisseminars Joachim und Suzanne Lackner - ÜberLeben im Exil erschlossen Studierende der Geschichts- und Literaturwissenschaft der Universitäten Augsburg und Hamburg den von der Hamburger Forschungsstelle für Exilliteratur angekauften Nachlass von Joachim und Suzanne Lackner. Ziel des Seminars war es, ausgehend von der Lebensgeschichte des vor den Nationalsozialisten aus Deutschland ins Exil geflohenen Paares der Einzigartigkeit dieses Schicksals gerecht zu werden und zugleich seine Beispielhaftigkeit aufzuzeigen.
Den historischen Dokumenten wurden literarische Texte zur Seite gestellt, die ähnliche Erfahrungen aus der Zeit des Exils beschreiben. Sie wurden der ‚Bibliothek der verbrannten Bücher’ - Sammlung Georg P. Salzmann“ der Universitätsbibliothek Augsburg entnommen.
Die Korrespondenz zwischen historischen und die literarischen Zeugnissen, die der Konzeption der Ausstellung zugrunde liegt, reflektieren die beiden ‚Theoriewürfel’ im Zentrum. Sie stellen unterschiedliche Zugangsweisen zum Verständnis von autobiografischem Schreiben in der Literatur- und in der Geschichtswissenschaft vor. Der ‚geerdete’ Würfel unternimmt dabei den – sichtbar nicht immer einfach (auf) zu lösenden - Versuch der Anwendung der theoretischen Ansätze auf das konkrete Material.
Die Ausstellung wurde im Laufe des Sommersemesters 2011 erarbeitet, zunächst in parallel verlaufenden Seminaren, später in kleineren Arbeitsgruppen, die vertiefend einzelne Themenbereiche bearbeiteten. Der Austausch der Arbeitsergebnisse erfolgte zunächst über die Agora-Plattform der Universität Hamburg. Vom 5. – 7. Oktober fand in der Bibliothek der Hamburger Forschungsstelle für Exilliteratur die Präsentation und Diskussion der Einzelergebnisse sowie der Gesamtkonzeption der Ausstellung statt. Die Endredaktion der Beiträge erfolgte im Anschluss. Die Tafeln und Exponate, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, dokumentieren das Ergebnis dieses gemeinschaftlichen Arbeitsprozesses.
Ein besonderes Ereignis des Seminars waren die Gespräche mit Helen Lackner, der in England lebenden Zeitzeugin, Tochter von Joachim und Suzanne Lackner. Die Gespräche mit Helen Lackner wurden von Dr. Linde Apel (Werkstatt der Erinnerung, Institut für Zeitgeschichte Hamburg) begleitet. Ausgewählte Sequenzen aus den Gesprächen sind in der Ausstellung zu sehen.
Das Projekt wurde gefördert durch die Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg, die Jacob-Stiftung Hamburg, die Weichmann-Stiftung Hamburg, die Kommission zur Vergabe von Studienmitteln der philologisch-historischen Fakultät der Universität Augsburg, die Universitätsbibliothek Augsburg, die Staatsbibliothek Hamburg und das Institut für Zeitgeschichte der Universität Hamburg.
Leitung des Gesamtprojekts: Prof. Bettina Bannasch (Universität Ausgburg), Dr. Henrike Walter (Forschungsstelle für Exilliteratur Hamburg). Museumspädagogische Leitung: Dr. Sandra Schürmann (Universität Lüneburg/ Museumspädagogischer Dienst Hamburg).
Programm der Ausstellungseröffnung am 22.11.2011 um 19.00 Uhr im Foyer der UB Augsburg
Prof. Dr. Doering-Manteuffel (angefragt): Grußworte
Dr. Ulrich Hohoff: Grußworte (die Danksagungen an die Geldgeber übernehme ich)
Prof. Dr. Bettina Bannasch: Entstehungsgeschichte und Konzeption des Ausstellungsprojekts (darin enthalten: Danksagungen an die Geldgeber)
Musikalische Einlage 1: Lied von den Moorsoldaten. (Michael Schweiger mit Piano-Begleitung)
Karin Binder/ Benjamin Huber: Die Geschichte der Familie Lackner
Musikalische Einlage 2: Lied von der Thälmann-Brigade (s.o.)
Katharina Baur: Zur Durchführung des Projekts aus studentischer Perspektive
Helen Lackner (Oxford): Grußworte
Musikalische Einlage 3: Schubert Der Wanderer (s.o.)
Verköstigung
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